Baumthemen
230 000 Euro für den Pastorskamp im Etat

Nottuln -

Wie viel Geld soll für eine Neuanpflanzung am Pastorskamp eingesetzt werden? Und wie geht man mit der Coubertinstraße und dem Bereich Grauten Ihl um?

Donnerstag, 28.02.2019, 21:00 Uhr
Im Pastorskamp müssen noch über 100 Baumstümpfe entfernt und die Grünanlagen neu gestaltet werden.
Im Pastorskamp müssen noch über 100 Baumstümpfe entfernt und die Grünanlagen neu gestaltet werden. Foto: Martina Hindricksen

Wie viel darf die geplante Sanierung der Grünanlagen im Pastorskamp in Appelhülsen kosten? Mit dieser Frage beschäftigte sich im Rahmen der Haushaltsberatung sowohl der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Dienstagabend als auch der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend.

230 000 Euro sind im Haushalt 2019 eingeplant, um die von Orkan Friederike verursachten Schäden im Pastorskamp zu beseitigen und um die dortigen Grünanlagen mit einer moderaten Neuanpflanzung zu versehen. Zu viel Geld, befinden die Grünen. Das sieht im Prinzip auch die CDU so, die am Mittwoch noch einmal die deutliche Erwartung aussprach, dass in dem geplanten Workshop mit den Pastorskamp-Anliegern eine kostengünstigere Lösung gefunden wird.

Am Dienstagabend war in der Diskussion noch die Meinung vertreten worden, die für den Pastorskamp veranschlagten 230 000 Euro müssten auch für Maßnahmen in der Coubertinstraße und im Bereich Grauten Ihl ausreichen. Bei beiden letzteren Straßenzügen geht es vor allem um die Beseitigung von Straßenbäumen, die Schäden verursachen.

Am Mittwochabend beantragten die Grünen, die 230 000 Euro für den Pastorskamp auf 150 000 Euro zu kürzen. Das wurde aber mit 8:7 Stimmen knapp abgelehnt.

Das Thema Bäume beschäftigte die Politik auch noch in anderer Hinsicht, lag doch beiden Ausschüssen der Bürgerantrag aus der Coubertinstraße vor. Dort sind die Straßenbäume so ungünstig gepflanzt, dass die Gehwege kaum noch nutzbar sind. Zugleich gibt es bei drei Anliegern Gebäudeschäden, die die Anwohner auf das Wurzelwerk der Bäume zurückführen. In einem Fall läuft deshalb ein Gerichtsverfahren (wir berichteten).

Die Bürger hatten die zügige Entfernung der Bäume beantragt. Und müssen sich nun in Geduld üben. Beide Ausschüsse folgten dem Vorschlag der Verwaltung, die Entscheidung zu vertagen, bis Erfahrungen mit dem Pastorskamp-Workshop vorliegen. Betroffene Anlieger sehen hingegen sofortigen Handlungsbedarf. Eine Bürgerin, die nach eigenen Angaben ein „Monster von Baum“ vor der Haustür hat, warnte vor Schäden an weiteren Gebäuden.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke wies darauf hin, dass es mit dem Fällen eines Baumes nicht getan sei, auch das Wurzelwerk müsse entfernt und das Pflaster wieder hergerichtet werden, was zu großen Kosten führe. Sie erinnerte an das erst vor zwei Monaten beschlossene Straßenbaumkonzept und warb dafür, der Gemeinde die Chance zu geben, dieses Konzept auch umzusetzen.

Einvernehmen zwischen Gemeinde und Anliegern besteht hingegen im Bereich der Steinstraße. Im Zuge der Rattenproblematik hatten Anlieger der Steinstraße die Beseitigung der Straßensträucher beantragt. Das wird aber so nicht mehr als notwendig erachtet, wenn das Rattenproblem gelöst ist, hat Wolfgang Danziger (SPD) erfahren. Er gab die Bitte der Anlieger weiter, einen Pflegeschnitt beim Straßengrün durchzuführen. Dieser soll nun durch den Bauhof erfolgen.

Die Gemeindeverwaltung hat derweil den Vertrag mit dem Schädlingsbekämpfer noch einmal bis Ende März verlängert. Reicht das aus, soll danach wieder wie bisher die Schädlingsbekämpfung durch den Bauhof erfolgen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6431292?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker