Liebfrauenschule Nottuln
Gegen Einsatz von Kindersoldaten

Nottuln -

Mit roten Handabdrücken haben Schüler und Lehrer der Nottulner Liebfrauenschule Position bezogen gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Außerdem sammelten die Schüler 241 Unterschriften für eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sonntag, 17.03.2019, 17:00 Uhr
Voller Stolz zeigen die Schüler der Klasse 7a der Liebfrauenschule mit ihrer Religionslehrerin Cordula Klingeberg (oben r.) das Produkt ihrer Aktion zum „Red Hand Day“.
Voller Stolz zeigen die Schüler der Klasse 7a der Liebfrauenschule mit ihrer Religionslehrerin Cordula Klingeberg (oben r.) das Produkt ihrer Aktion zum „Red Hand Day“. Foto: Cordula Klingeberg

An einer Initiative des Kinderhilfswerkes „Terre des hommes“, bei der auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam gemacht wird, beteiligten sich nun Schüler des 7. Jahrgangs der Liebfrauenschule. Innerhalb von kürzester Zeit fanden sich zahlreiche Unterstützer, berichtet die Schule.

Das Projekt organisierte Lehrerin Cordula Klingeberg im katholischen Religionsunterricht der Klasse 7a. Sie informierte über Leben und Leid von rund 250 000 Kindern, die in mindestens 19 Ländern der Welt, beispielsweise Kolumbien, Mali oder Burma, in staatlichen Armeen, oppositionellen Gruppen oder kriminellen Banden in Kampfhandlungen als Nachrichtenübermittler, Spione oder zu sexuellen Zwecken eingesetzt werden.

Daraufhin recherchierten die Schüler im Internet und gestalteten Infoplakate. Besonders betroffen waren die Schüler von der Tatsache, dass Kindersoldaten unter Umständen unter Drogen gesetzt werden, damit sie keine Angst haben, andere Menschen zu töten.

Anlässlich des „Red Hand Day “ baten die Siebtklässler dann andere Liebfrauenschüler ins Zentrum der Schule. Hier konnten sie auf einem großen Stofftuch mit roter Farbe einen Handabdruck hinterlassen als Zeichen für das vergossene Blut der Kindersoldaten. Schon nach kurzer Zeit war die Leinwand gefüllt. Außerdem sammelten die Schüler 241 Unterschriften für eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel .

Neben den vielen Schülern nahmen auch einige Lehrer an der Aktion teil, unter ihnen Schulleiter Heinrich Willenborg.

Der „Red Hand Day“ ist ein internationaler Gedenktag und wurde bereits zum 15. Mal und in 50 Ländern veranstaltet, um gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu protestieren. In diesem Jahr wurde die Bundesregierung aufgefordert, keine Minderjährigen mehr in die Bundeswehr aufzunehmen und einen weltweiten Stopp der Rekrutierung Minderjähriger als Soldaten zu unterstützen.

Die beteiligten Schüler der Klasse 7a bilanzierten am Ende des Tages: „Der ‚Red Hand Day‘ war sehr erfolgreich. Es hat uns sehr viel Freude gemacht, an dem Thema zu arbeiten.“

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