Plattdeutsche Laienspielschar
Ein köstliches Verwirrspiel

Nottuln -

Verwirrung pur um den „Akt met Lilie“. Mit dieser Komödie begeisterte die Laienspielschar ihr Publikum. Am Ende gab es sogar eine Doppelhochzeit . . .

Montag, 25.03.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 10:48 Uhr
Es gibt einiges zu staunen für Hildegard Vogel (Susanne Pietruska) und Max Büssing (Laurenz Rumphorst), als Lissy (Stephanie Alberternst) auftaucht und vermutet, Büssings Tochter zu sein. Und dann ist da auch noch Untermieter Clemens Richter (David Gerding).
Es gibt einiges zu staunen für Hildegard Vogel (Susanne Pietruska) und Max Büssing (Laurenz Rumphorst), als Lissy (Stephanie Alberternst) auftaucht und vermutet, Büssings Tochter zu sein. Und dann ist da auch noch Untermieter Clemens Richter (David Gerding). Foto: Marita Strothe

Original oder Kopie? Ganz schön verwirrend, was sich um das Bild „Akt met Lilie“ rankte. Als ziemlich verzwickt erwies sich in der Komödie dieses Namens von Peter Wekwerth, die Teresa Blümke in Münsterländer Plattdeutsch umgeschrieben hatte, die Handlung und amüsierte damit die Zuschauer köstlich.

Bei seiner Begrüßung zur Premiere am Sonntagnachmittag im Gasthaus Denter freute sich Willi Hölscher über ein volles Haus. Der Vorsitzende der Plattdeutschen Laienspielschar verriet dem Publikum, dass die Aufführung für Mark Wortmann auch die Premiere als Regisseur und für Mitspieler Bernd Nieland auf der Bühne sei.

Plattdeutsche Laienspielschar begeistert mit „Akt met Lilie“

1/45
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe
  • Foto: Marita Strothe

Und dann ging der Vorhang auf und die Zuschauer erlebten einen alten Theaterhasen auf der Bühne: Laurenz Rumphorst spielte den alternden Heiratsschwindler Max Büssing , der es sich bei Witwe Hildegard Vogel (Susanne Pietruska) gemütlich gemacht hat. Dass dort die junge Lissy (Stephanie Albert­ernst) auftaucht, die vermutet, seine Tochter zu sein und sich sogar an seiner Zahnbürste vergreift, gefällt ihm und besonders Hilde gar nicht. Dem schüchternen Untermieter Clemens Richter (David Gerding) fällt sie dagegen sehr positiv auf.

Ehe der Streit eskaliert, kommt mit Rosemarie Kaiser (Sonja Humberg) eine Besucherin ins Haus, die Max eine Erbschaft ankündigt. Die nicht unvermögende Tante ihres Gatten Ludwig (Bernd Nieland) hat Max offenbar in ihrem Testament bedacht. Dieser hatte Annemone Martinius vor Jahren zur Verlobung, die er allerdings anschließend nicht einging, ein Bild geschenkt.

Klasse gemacht: Die Zuschauer werden in einer schwarz-weiß gedrehten Filmsequenz auf einer vor die Bühne gezogenen Leinwand Zeugen von der Testamentseröffnung bei einem Nottulner Notar. Da meint Max in einer Erbschaft das Akt-Gemälde wiederzuerkennen, das er vor 40 Jahren der Verstorbenen mitgebracht hatte. Allerdings ist es nur die geschickte Kopie des Werkes eines bekannten Künstlers, wie er weiß. Da kommt es ihm gerade recht, dass Rosemarie Kaiser ihm das Bild abkaufen will. Leider liest er den persönlichen Brief der Verflossenen an ihn erst anschließend . . .

Bei „Akt met Lilie“ erweist sich vieles auf den zweiten Blick anders als auf den ersten gedacht. Aber zum guten Schluss klärt sich dann doch noch alles mehr oder weniger auf – und es gibt sogar eine Doppelhochzeit.

Die Akteure hatten sich für ihre gelungene Premiere den Beifall redlich verdient, den das begeisterte Publikum auch Regisseur Mark Wortmann, Souffleuse Christine Holland sowie Monika Hinsenhofen und Conny Beckord, die in der Maske tätig waren, spendete. Und vom Vorsitzenden bekamen alle dazu noch eine Lilie.

Wer bei der Premiere nicht dabei sein konnte, hat noch Chancen, sich über „Akt met Lilie“ zu amüsieren bei zwei Sonntagsnachmittagsvorstellungen (31. März und 7. April) jeweils um 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen sowie abends um 19.30 Uhr an den Samstagen 30. März und 6. April.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6496928?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
„Wir erleben ein Wunder“
Frühstücksgespräch: Die Stornos beim Interview in der Küche von unserem Redaktionsmitglied Stefan Werding.
Nachrichten-Ticker