Lippeverband
Bald wieder mehr Libellen

Nottuln/Appelhülsen -

Libellen an der Stever. Ja, die gibt es, berichtet der Lippeverband. Und machte die faszinierenden Insekten zum „Bewohner des Monats“. Und die Wasserspezialisten wissen, was die Tiere wollen.

Dienstag, 26.03.2019, 19:00 Uhr
Faszinierende Schönheit: Die Blauflügel-Prachtlibelle kommt neben der Gebänderten Prachtlibelle an der Stever vor.
Faszinierende Schönheit: Die Blauflügel-Prachtlibelle kommt neben der Gebänderten Prachtlibelle an der Stever vor. Foto: EGLV

Sie sind faszinierende Geschöpfe. Der Dichter Heinrich Heine beschrieb die Libelle als „schimmernde, flimmernde Gauklerin“. Ein treffender Vergleich für das Insekt, das der Emscher-Lippeverband als „Bewohner des Monats“ im März vorstellt: „Auch in Nottuln kommt die Prachtlibelle an den Ufern der Stever immer häufiger vor. Die verbesserte Wasserqualität und neue Lebensräume machen es möglich.“

„In Deutschland finden wir zwei Prachtlibellen-Arten. In den nächsten Monaten können wir beide bei uns im Lippe-Gebiet entdecken“, weiß die Biologisch-Technische Assistentin Sylvia Mählmann vom Lippeverband . Neben der häufiger vorkommenden Gebänderten Prachtlibelle, die dunkelblau-grün schillert und auffällig gemusterte Flügel hat, kommt auch die Blauflügel-Prachtlibelle im Verbandsgebiet vor. Wie ihr Name schon verrät, leuchten ihre Flügel auffällig blau – jedenfalls die der Männchen. Weibchen geben sich mit einem dezenten braunen Farbton zufrieden. Beide Arten werden zirka fünf Zentimeter groß und haben eine Flügelspanne von bis zu sieben Zentimetern.

„Für Prachtlibellen ist eine gute Wasserqualität mit genügend Sauerstoff genauso wichtig wie ausreichend Sonne. Gewässer, die im Sommer eine Wassertemperatur zwischen 16 und 24 °C bieten und reich an Wasser- und Röhrichtpflanzen sind, sind als Lebensräume ideal. Besonders aus dem Wasser ragende Blätter sind wichtige Lande- und Paarungsplätze“, erläutert Mählmann.

Gewässerbegradigungen, Uferverbau, Verschmutzung durch Düngemittel oder Pestizide gefährden die Libellen. Auch Mäharbeiten rauben ihnen ihren Lebensraum. „Im Lippeverbandsgebiet nimmt die Libellenzahl durch die Vielzahl an Maß-nahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und der Vielfalt an Gewässerstrukturen kontinuierlich zu“, freut sich Mählmann. Immer häufiger würde daher auch die seltenere Blauflügel-Prachtlibelle nachgewiesen.

 

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