Klara Aldenborg
Vorreiterin in Sachen Tourismus

Nottuln/Lüdinghausen -

Eigentlich wollte Klara Aldenborg ein Lehramtsstudium aufnehmen. Doch dann kam der Kreis Coesfeld auf sie zu und weckte ihre große Leidenschaft.

Samstag, 13.04.2019, 11:00 Uhr
Klara Aldenborg mit dem Plakat für ihr Abschlussprojekt. Gemeinsam mit fünf anderen Auszubildenden hat sie im März die „Nacht der Magier“ für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren auf der Burg Vischering veranstaltet.
Klara Aldenborg mit dem Plakat für ihr Abschlussprojekt. Gemeinsam mit fünf anderen Auszubildenden hat sie im März die „Nacht der Magier“ für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren auf der Burg Vischering veranstaltet. Foto: Bastian Becker

„Jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Das macht super viel Spaß.“ Klara Aldenborg hat die Entscheidung, die sie vor etwa drei Jahren getroffen hat, nicht bereut. Die 23-jährige Nottulnerin absolviert noch bis Juni eine Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit beim Kreis Coesfeld auf der Burg Vischering in Lüdinghausen. Und damit ist sie im Kreis die Erste, die diese Ausbildung macht.

Dabei hatte Aldenborg nach ihrem Abitur ursprünglich vorgehabt, ein Lehramtsstudium anzutreten. Doch während ihres Aupair-Aufenthalts in Schottland meldete sich der Kreis, bei dem sie bereits ein Praktikum gemacht hatte, und fragte bezüglich der Ausbildung an.

In Lüdinghausen ist sie nun für die Social-Media-Kanäle des Kreises, die Organisation der „Burg Jazz“-Konzerte, museumspädagogische Veranstaltungen und die Organisation von Messeständen zuständig. Vor Kurzem vertrat die Nottulnerin den Kreis auf der Tourismus-Leitmesse ITB in Berlin. In jeder zweiten Woche besucht sie zudem drei Tage lang die Berufsschule in Köln, wo sie mit 30 anderen Auszubildenden aus NRW in Produktentwicklung oder Tourismusmanagement unterrichtet wird. „Das ist schon richtig anstrengend, und man ist freitags platt.“

Klara Aldenborg ist die erste Auszubildende in ihrem Beruf beim Kreis, im ganzen Münsterland gibt es derzeit nur fünf. „Der Studiengang ist noch nicht weit verbreitet, es geht darum, Spezialisten für die Vermarktung Deutschlands und seiner Regionen auszubilden“, erläutert die Vorreiterin, die privat tatsächlich gerne auf dem Pferd sitzt. Als Pluspunkte der Burg Vischering nennt sie die Museumsführungen in vielen Sprachen, die Barrierefreiheit und die Möglichkeit, Kindergeburtstage durchzuführen.

Als Abschlussprojekt ihrer Ausbildung hatte Aldenborg im März gemeinsam mit fünf anderen Auszubildenden die „Nacht der Magier“ für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren auf der Burg Vischering veranstaltet. Das Event, in Kooperation mit der Stiftung Zauberkunst in Appelhülsen organisiert, war ein Jahr lang geplant worden. „Wie cool wäre eine Übernachtung im Museum“, sei die Einstiegsidee gewesen, um die herum die Veranstaltung mit einer Zaubershow und Workshops aufgebaut wurde.

Auf die Frage nach touristischen Höhepunkten in ihrer Heimatstadt nennt Aldenborg die Pfarrkirche St. Martinus, „ein architektonisches Highlight. Der ganze Stiftsplatz mit seinem historischen Ambiente ist kulturtouristisch sehr wertvoll.“

Nach ihrer Ausbildung will Klara Aldenborg zunächst eine Rundreise durch Deutschland machen, denn „auf unseren vielen Studienfahrten habe ich erst gesehen, wie facettenreich Deutschland ist.“ Anschließend steht eine zweijährige Weiterbildung zur Betriebswirtin mit Fachrichtung Tourismus in Köln auf dem Plan. Der Burg Vischering bleibt Aldenborg aber in Teilzeit erhalten. „Was für ein schöner Arbeitsplatz“, schwärmt sie. „Es macht mich glücklich, Touristen von der Burg zu erzählen.“

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