Messdienerschaft Nottuln
Räppler pflegen alten Brauch

Nottuln -

Wenn es in den nächsten Tagen laut wird in Nottuln, dann hat das seinen Grund: Die Räppler sind wieder unterwegs. Warum, das erklären sie selber.

Dienstag, 16.04.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 12:44 Uhr
Die gemeinsame Fahrt nach Ostern, hier ein Bild aus dem Vorjahr, ist immer wieder ein Highlight im Jahresprogramm der Nottulner Messdienerschaft. Durch die Spenden vom Räppeln wird dieses Event mitfinanziert.
Die gemeinsame Fahrt nach Ostern, hier ein Bild aus dem Vorjahr, ist immer wieder ein Highlight im Jahresprogramm der Nottulner Messdienerschaft. Durch die Spenden vom Räppeln wird dieses Event mitfinanziert. Foto: Messdienerschaft Nottuln

Ab Gründonnerstag (18. April) ertönen wieder Klappergeräusche in Nottuln – und vor der Haustür stehen junge Messdienerinnen und Messdiener, die freundlich einen alten Brauch pflegen. Die Räppelaktion, die jedes Jahr an den drei Tagen vor Ostern stattfindet, beginnt.

Bei dieser Aktion geht es um die Aufrechterhaltung der Nottulner Tradition, die Bevölkerung mit sogenannten Räppeln auf die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen aufmerksam zu machen, da die Glocken der Kirche zwischen Gründonnerstag und der Osternacht nicht läuten. Die aus Holz gefertigten Räppeln sind nach alter Überlieferung gebaute Ins­trumente, die sehr laut werden können.

Als Dankeschön nehmen die jungen Leute gerne Geldspenden entgegen, die der Messdienerarbeit zugute kommen. Unter anderem wird so die fünftägige Messdienerfahrt unterstützt, die in der kommenden Woche stattfindet und von der Messdienerschaft eigenständig organisiert und umgesetzt wird.

Zum Räppeln starten die Messdiener Karfreitag (19. April) und Karsamstag (20. April) jeweils um 9 Uhr am Nottulner Pfarrheim. Von dort aus machen sie sich auf den Weg in die Wohngebiete. Wer an einem der Tage nicht zu Hause ist, den Räpplern aber gerne begegnen möchte, hat somit am anderen Tag die Möglichkeit dazu, teilt die Messdienerschaft mit. „Und wer über die Feiertage verreist sein sollte, kann den Messdienern gerne eine kleine Nachricht vor der Tür hinterlassen, um traurige Gesichter der Kinder wegen langer Wartezeiten zu vermeiden.“

Auch an die Bauerschaften in Nottuln werde gedacht, so die Messdiener. Diese werden frühmorgens beräppelt. Für Stevern stehen die engagierten Messdiener dafür am Gründonnerstag um 4 Uhr in den Startlöchern und für Buxtrup am Karfreitag um 5 Uhr. Ebenfalls am Freitag wird der Baumberg von den Kindern ab 8 Uhr besucht, Stockum am Samstag ab ungefähr 9 Uhr ausschließlich von den Betreuern.

Der Wunsch der Pfarrgemeinde St. Martin: „Die engagierten Messdiener sollten von allen Nottulnern möglichst mit offenen Armen empfangen werden, um ihnen weiterhin Mut zu geben, vor fremden Türen zu stehen und ihnen dank einer Spende eine schöne Osterfahrt zu ermöglichen.“

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