FDP: „Europa-Talk“
Visionen formulieren

Nottuln -

Über Europa und wie die FDP es sich vorstellt sprachen am Dienstagabend Moritz Körner und Gregor Schäfer. Beide wollen ins Europa-Parlament einziehen.

Mittwoch, 17.04.2019, 20:00 Uhr
Beim „Europa-Talk“ stellten die FDP-Kandidaten für die Europawahl, Gregor Schäfer (l.) und Moritz Körner (2.v.l.), ihre Ideen für die künftige Europapolitik vor.
Beim „Europa-Talk“ stellten die FDP-Kandidaten für die Europawahl, Gregor Schäfer (l.) und Moritz Körner (2.v.l.), ihre Ideen für die künftige Europapolitik vor. Foto: Marita Strothe

„Man kann dort in der Sache, in seinem Themenbereich unheimlich viel bewegen“, ist sich Moritz Körner sicher. Das habe ihn ganz besonders motiviert, bei der Europawahl am 26. Mai zu kandidieren.

Auf Einladung der FDP-Ortsverbände Nottuln, Havixbeck, Billerbeck und Rosendahl war der Spitzenkandidat der FDP in Nordrhein-Westfalen beim „Europa-Talk“ im Landgasthof Arning zu Gast. Moritz Körner ist 28 Jahre alt, Politikwissenschafter und seit zwei Jahren Landtagsabgeordneter in Düsseldorf.

„Was ist Europa?“, fragte Markus Wrobel, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Nottuln, eingangs in die Runde der etwa 20 Besucher. „Über 700 Millionen Einwohner, davon über 500 Millionen im Staatenverbund EU. Wir sind ein Verbund der Vielfalt“, lieferte er den beiden Gästen des Abends, Moritz Körner und Gregor Schäfer , FDP-Kandidat für das Münsterland, zum Einstieg in Gesprächsrunde ein Stichwort.

„Die meisten Fragen stellen sich zu tagesaktuellen Themen“, wusste Schäfer von Diskussionsrunden. Das eigentliche Anliegen sei allerdings, Europas Chancen zu nutzen.

„Wir haben in allen Ländern deutliche Zustimmungsraten zur Europäischen Union“, berichtete Moritz Körner. Dass sich Menschen als Europäer fühlten, sei zunehmend Grundlage des Handelns, um mit gemeinsamer Zusammenarbeit mehr zu gewinnen.

Vier zentrale Themen möchte der FDP-Kandidat in Brüssel einbringen: „Stärker mit einer Stimme sprechen“, sieht er sowohl bei der Außen-, als auch bei der Sicherheits-, Entwicklungs-, Asyl- und Einwanderungspolitik als wichtig an. „Zukunft gemeinsam in Europa gewinnen“, möchte Moritz Körner mit Innovationen, Forschung und Entwicklung sowie einer dynamischen Wirtschaft. Des Weiteren wirbt er für Bildungsfreizügigkeit, bei der unterschiedliche Bildungsabschlüsse anerkannt, Schüler- und Studentenaustausch gestärkt werden und Bildungschancen überall in Europa gleich sind.

„Was macht Europa eigentlich aus?“, fragte Körner. „Wir sind mehr, als der Binnenmarkt“, verwies er auf europäische Werte wie beispielsweise die Demokratie. Die Aufwertung der Grundrechteagentur gehöre zu den erforderlichen Reformanstrengungen. „Wann formulieren die Europäer wieder gemeinsame Visionen?“, sah der Europa-Kandidat Handlungsbedarf. „Europa ist noch nicht fertig gebaut“, stellte er in der anschließenden Diskussionsrunde fest und ermutigte, weiter daran zu arbeiten.

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