Ausstellung im Hof Schoppmann
Von „Sehreisen“ und dem Lebendigen

Darup -

Ihre erste gemeinsame Ausstellung haben jetzt Wiebke Tiessen und Arne Bülow eröffnet. Im Alten Hof Schoppmann beleben sie den dortigen großen Saal des Naturschutzzentrums.

Mittwoch, 17.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 19:02 Uhr
Wiebke Tiessen und Arne Bülow, beide als Kunstlehrer am Rupert-Neudeck-Gymnasium tätig, haben ihre erste gemeinsame Ausstellung im Alten Hof Schoppmann organisiert.
Wiebke Tiessen und Arne Bülow, beide als Kunstlehrer am Rupert-Neudeck-Gymnasium tätig, haben ihre erste gemeinsame Ausstellung im Alten Hof Schoppmann organisiert. Foto: Heike Bülow

Wer gerne in die Ferne schweift, braucht seit vergangenem Sonntag nicht mehr weit zu fahren: Auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup laden großformartige Drucke von Arne Bülow zu „Sehreisen“ in tropische Gefilde ein.

Die Vielfalt und Andersartigkeit der tropischen Vegetation, die ihn auf seinen Studienreisen nach Südamerika faszinierten, sind Anlass für Strukturstudien im Atelier, die sich im Grenzbereich von Erkennbarem und sich Auflösendem bewegen. Heraus kommen Arbeiten mit labyrinthischem Wimmelbildcharakter, die das Auge unstet umherwandern lassen.

Mal geben Doppelbilder innerhalb der Bilder Halt, lassen etwas Gegenständliches aufblitzen, mal muss das Auge weiterwandern und sich im Schwebezustand zufriedengeben. Um diese Effekte zu erreichen, nutzt Bülow das seltene Verfahren der experimentellen Linolätzung, das er geschickt mit dem traditionellen Linolschnitt kombiniert.

Ganz anders inspiriert sind die Arbeiten von Wiebke Tiessen . Sie stehen in der ersten gemeinsamen Ausstellung für die Entdeckung des persönlichen Nahbereichs. In luftigen Acrylzeichnungen nimmt sie den Betrachter mit in ihr Atelier und zeigt Ausblicke aus dem Atelierfenster, spielt mit dem Kontrast Innen und Außen und fängt in den farbigen Zeichnungen die wesentliche Stimmung des Lichtes und des Augenblickes ein.

Oft dabei ist Hund Oskar: eingerollt schlafend, am Knochen nagend oder gelangweilt wartend, bis das Malen ein Ende hat. Durch alle Bilder zieht sich bei ihr die Faszination für das Lebendige. Steht der Hund mal still wie im Acrylbild „Herbstwald“, sind es Baumwurzeln und farbiges Laub, die zu Akteuren werden.

In seiner Begrüßung freute sich Thomas Zimmermann als Leiter des Naturschutzzentrums darüber, wie bunt und vielfältig der Ausstellungsraum des Naturschutzzentrums auch durch diese Ausstellung genutzt wird und neues Publikum anzieht. Musikalisch umrahmt von Stücken von Satie und Bach, präsentiert von Cordula Eing und Katrin Hesemann, wurden die rund 80 Besucher der Vernissage im Anschluss von den Künstlern, die beide am Rupert-Neudeck-Gymnasium als Kunstlehrer tätig sind, in die Ausstellung eingeführt. Sie ist noch bis zum 30. Juni zu sehen und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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