Eichenprozessionsspinner
„Diesmal sind wir vorbereitet“

Nottuln -

Im vergangenen Jahr kam es zu einem extrem hohen Befall von Eichenprozessionsspinnern in der Gemeinde Nottuln. Rund 1000 Nester mussten entfernt werden. Welche Konsequenzen hat die Gemeinde daraus gezogen?

Mittwoch, 15.05.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 19:51 Uhr
Die Raupen von Eichenprozessionsspinnern sind für den Menschen gefährlich. Im vergangenen Jahr war der Befall extrem hoch gewesen. In diesem Jahr ist mit Ähnlichem zu rechnen.
Die Raupen von Eichenprozessionsspinnern sind für den Menschen gefährlich. Im vergangenen Jahr war der Befall extrem hoch gewesen. In diesem Jahr ist mit Ähnlichem zu rechnen. Foto: dpa

Das ist sicher: Die Eichenprozessionsspinner, die im vergangenen Jahr in großen Mengen aufgetreten sind und deren Raupen die Menschen gefährdet und die Kommunen auf Trab gehalten und finanziell belastet haben, werden auch jetzt wieder kommen. „Was macht die Gemeinde Nottuln vorbeugend, damit wir nicht wieder so hohe Kosten haben wie im vergangenen Jahr“, wollte Roswitha Roeing-Franke am Dienstag im Gemeindeentwicklungsausschuss wissen.

Die CDU-Politikerin verwies damit auf die Tatsache, dass die Gemeinde zwei Firmen beauftragen musste, damit alle rund 1000 entdeckten Raupennester auch schnell entfernt werden konnten. Das kostete insgesamt 36 000 Euro.

„Diesmal sind wir vorbereitet“, erklärte Rechtsrat Stefan Kohaus. Die Gemeinde habe rechtzeitig einen Rahmenvertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen, das im Fall von Meldungen sofort aktiv werden könne. „Wenn wir eine Nachricht über ein Nest erhalten, werden wir tätig.“

Dabei setze man, so wie es im vergangenen Jahr gut funktioniert habe, auch diesmal wieder auf aufmerksame Bürger, erklärte Bürgermeisterin Manuela Mahnke . Außerdem seien natürlich auch die Baumkontrolleure der Gemeinde unterwegs und hielten nach Eichenprozessionsspinnern Ausschau.

Andere Kommunen oder Behörden würden vorbeugend Spritzmittel einsetzen, beharrten Roswitha Roeing-Franke und ihre Fraktionskollegin Margarete Große-Wiesmann. Der Landesbetrieb Straßen NRW (Niederlassung Hamm) zum Beispiel sprüht unter anderem entlang der A43 (wir berichteten). Das Mittel, das angewendet wird (Wirkstoff: Bazillus Thuringiensis), sei für Menschen, Tiere und Pflanzen nicht schädlich, sagt der Landesbetrieb.

„Wir glauben, dass mit dem Spritzmittel nicht nur die Eichenprozessionsspinner getötet werden, sondern auch andere Schmetterlinge“, begründete Bürgermeisterin Mahnke die Zurückhaltung der Gemeinde.

► Wer Eichenprozessionsspinner entdeckt, wird gebeten, sich bei der Gemeindeverwaltung unter der Rufnummer 0 25 02/9 42-0 zu melden. Von dort aus werden das Ordnungsamt oder Michael Kneuer, bei den Gemeindewerken für die Grünflächen zuständig, informiert. Diese nehmen sich des Falles an.

►  Eine andere Möglichkeit, einen Eichenprozessionsspinnerbefall zu melden, ist, eine Mail zu senden an: info@nottuln.de Diesen Weg kann man auch außerhalb der Dienstzeiten der Verwaltung nutzen.

► Außerhalb der Dienstzeiten steht in dringenden Fällen zudem die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 112 zur Verfügung. Diese gibt die Informationen dann an das zuständige Nottulner Ordnungsamt weiter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6615367?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Wie Münsters Kinogänger ticken
Klaus-Dieter Klepsch kümmert sich Woche für Woche darum, dass attraktive Filme über die Kinoleinwand flimmern.
Nachrichten-Ticker