DJK Grün-Weiß Nottuln
Nutzungsbarrieren endgültig beiseite schaffen

Nottuln -

Die DJK Nottuln bereitet einen Bauantrag vor, um die Nutzung des Stadions neu zu regeln. Dafür soll die Neufassung der Bundesimmissionsschutzverordnung genutzt werden.

Freitag, 17.05.2019, 07:00 Uhr
Die DJK Nottuln bereitet einen Bauantrag für das Stadion vor.
Die DJK Nottuln bereitet einen Bauantrag für das Stadion vor. Foto: Patrick Schulte

Es ist kein Geheimnis: Der Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln muss sich im Baumbergestadion zurückhalten. Die Baugenehmigung war – nach Klagen der Nachbarn – zu deren Schutz mit etlichen Beschränkungen versehen worden: Zum Beispiel dürfen unter der Woche keine Spiele ausgetragen werden, weder auf dem Hauptplatz noch auf dem alten Kunstrasenplatz, Meisterschaftsspiele am Wochenende dürfen erst ab 10.30 Uhr ausgetragen werden, Trainingseinheiten am Wochenende sind verboten, die Zuschauerzahl bei Heimspielen ist auf maximal 300 begrenzt und so weiter und so fort. Das könnte sich jetzt ändern.

Grund dafür ist die Neufassung der Bundesimmissionsschutzverordnung. Dank derer, so erklärt Vereinsvorsitzender Josef Dirks in einem Antrag an den Gemeinderat, könnten diese Barrieren endgültig beiseite geschafft werden. Denn der Verein bewege sich mit seinen Aktivitäten immer im Rahmen der zulässigen Grenzwerte. Das habe ein Prognoseschallgutachten ergeben. Damit die neue Verordnung angewendet werden kann, hat der Sportverein einen Bauantrag an den Kreis gestellt. Wird dieser Antrag genehmigt, wird dies auf der Grundlage der neu gefassten Immissionsschutzverordnung geschehen.

Den Bauantrag hat der Kreis Coesfeld im September 2018 wegen einzelner formaler Fehler, vor allem aber wegen eines fehlenden amtlichen Lageplanes und eines Brandschutzkonzeptes abgelehnt, heißt es im DJK-Antrag an den Rat. Für den Kreis seien diese Unterlagen unverzichtbar, „denn“, so der Sportverein, „mit einer Klage gegen die Baugenehmigung durch die Nachbarn ist mit Sicherheit zu rechnen.“

Amtlicher Lageplan und Brandschutzkonzept kosten insgesamt rund 13 500 Euro, für das Schallschutzgutachten hat die DJK bereits rund 3500 Euro ausgegeben. Viel Geld für einen Sportverein. Deshalb bittet dieser in seinem Antrag den Gemeinderat, die Kosten zu übernehmen. Während die Verwaltung vorgeschlagen hatte, die Bezuschussung auf den amtlichen Lageplan zu begrenzen, das Schallschutzgutachten und das Brandschutzkonzept aber dem Verein überlassen wollte, entschied der Gemeindeentwicklungsausschuss am Dienstagabend einstimmig: Die Gemeinde übernimmt die Antragstellung und die Kosten.

Dass man den amtlichen Lageplan auch günstiger bekommen könne, vermutete Richard Dammann (Grüne) aus seiner Sicht als Architekt. Beigeordnete Doris Block hielt dem allerdings entgegen, dass man bereits mit dem Kreis darüber gesprochen habe und feststellen musste: „Die lassen sich das auch bezahlen.“

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