Zirkusprojekt an der St.-Martinus-Schule
„Wir leben vom Applaus“

Nottuln -

Erstaunlich, was man in nur einer Woche auf die Beine stellen kann: Die Jungen und Mädchen der St.-Martinus-Schule erarbeiteten sich ein komplettes Zirkusprogramm. Am Wochenende waren die Aufführungen.

Sonntag, 19.05.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 19:12 Uhr
Wo bleibt sie nur, die Schlange? Mit zahlreichen Darbietungen als Clowns und Artisten begeisterten die St.-Martinus-Schüler ihr Publikum.
Wo bleibt sie nur, die Schlange? Mit zahlreichen Darbietungen als Clowns und Artisten begeisterten die St.-Martinus-Schüler ihr Publikum. Foto: Corona Büning

Auf dem Schulhof der St.-Martinus-Grundschule in Nottuln bot sich in der letzten Woche ein ungewohnter Anblick. Schließlich steht nicht jeden Tag ein waschechtes Zirkuszelt vor der Schule. Vielmehr tut es das alle vier Jahre, wenn der „Circus Tausendtraum“ die Schule besucht. „Jedes Kind sollte das einmal in seiner Grundschulzeit erleben“, erklärte Ralf Derichs , auch genannt „Ralf der Gaukler“, den Rhythmus des Projekts, in dem Kinder gemeinsam mit erfahrenen Zirkusleuten ein Programm auf die Beine stellen. Bereits zum dritten Mal gastiert der Zirkus in Nottuln, sodass bereits die ersten von einer Tradition sprechen.

Vonseiten des Zirkus scheint da nichts gegen zu sprechen. „Wir haben immer viel Spaß mit den Kindern und hoffen, dass das umgekehrt genauso ist“, meinte Ralf Derichs. Dass in diesem Punkt jegliche Sorgen unberechtigt waren, zeigten die Kinder bei den drei Vorstellungen am Freitag, Samstag und Sonntag in der Manege. Sie bewiesen als Clowns komödiantisches Talent, zeigten akrobatisch, was die Feuerwehr alles mit Leitern anstellen kann, ließen Teller durch die Gegend wirbeln, balancierten auf Seilen, beschworen Schlangen oder trauten sich wagemutig, Kunststücke auf Nagelbrettern und Scherben zu zeigen. Es gab Scherze für Groß und Klein.

Zirkusprojekt an der St.-Martinus-Grundschule

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Und auch die Musik zu den Kunststücken, die von „Bonanza“ und „Winnetou“ bis hin zur Filmmusik aus „Harry Potter“ reichte, trug dazu bei, dass keiner Generation bei der Vorstellung langweilig wurde. Aber vor allem die sichtliche Begeisterung und das große Engagement der kleinen Künstler entlockten dem Publikum viele herzliche Lacher, Ausrufe des Erstaunens und Unmengen an Beifall.

Einstudiert hatten die Kinder das Programm in lediglich einer Woche. Am vergangenen Montag wurden die Gruppen eingeteilt und täglich eine Übungseinheit durchgeführt, was noch einen weiteren Effekt hatte. „Keine Hausaufgaben, auch das war etwas Tolles“, berichtete stellvertretende Schulleiterin Birgit Wolters schmunzelnd. Gemeinsam mit dem Zirkus hatte sie schon im Vorfeld des Projekts viel geplant, wofür ihr die fahrenden Künstler ein Buch als kleines Dankeschön überreichten.

Ein weiterer großer Dank ging an die zahlreichen Eltern, die sich sehr rege engagiert hatten. Ob beim Aufbau oder bei den Proben, sie waren immer hilfreich zur Stelle. „Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen“, bedankte sich Ralf Derichs. So gingen auch die vielen Helfereltern nicht leer aus, sondern bekamen den „Tausendtraumhelferorden“, ein Schlüsselband des „Circus Tausendtraum“. Die schönste Belohnung wird für alle aber wohl das lustig-bunte Programm ihrer Kinder gewesen sein.

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