„Maria 2.0“ in Nottuln
„Werden auf jeden Fall weitermachen“

Nottuln -

Viele Frauen und Männer in der Gemeinde Nottuln haben ihre Sympathie für die Aktion „Maria 2.0“ bekundet. Zum Abschluss fanden zwei Wortgottesdienste statt – vor der Kirche.

Sonntag, 19.05.2019, 20:16 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 20:50 Uhr
Zum Abschluss der Aktionswoche „Maria 2.0“ fanden zwei Wortgottesdienste vor der Pfarrkirche statt. Johannes Kühnel begleitete die Gottesdienste am Keyboard.
Zum Abschluss der Aktionswoche „Maria 2.0“ fanden zwei Wortgottesdienste vor der Pfarrkirche statt. Johannes Kühnel begleitete die Gottesdienste am Keyboard. Foto: Helena Wilmer

Die Aktionswoche „Maria 2.0“, mit der Frauen gegen Missbrauch und Ausgrenzung der Frauen in der katholischen Amtskirche protestieren und zu Veränderungen auffordern, ging am Samstag in Nottuln in ihre finale Runde. Das Nottulner Organisationsteam lud anlässlich der beiden Firmgottesdienste in St. Martinus zu zwei nahezu parallel stattfindenden Wortgottesdiensten ein. Und daran nahmen nicht nur viele Frauen, sondern auch Männer teil.

Um 15 Uhr und um 18 Uhr trafen sich alle Beteiligten und Interessierten vor dem Nottulner Pfarrheim und zogen dann gemeinsam vor die Pfarrkirche. Dort wollten die Frauen auf kreative Art und Weise die Forderungen an die Kirche zum Ausdruck bringen. Der Gottesdienst wurde dabei bewusst vor der Kirche gefeiert, um zu zeigen, dass Frauen wortwörtlich immer noch draußen sind im Bezug auf kirchliche Ämter und Entscheidungen.

Die beiden Veranstaltungen stießen auf viel Interesse. Um 15 Uhr freuten sich die Frauen über etwa 70 Teilnehmer, um 18 Uhr über rund 40 Besucher. Auch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn nahm sich zwischen den beiden Firmmessen die Zeit, sich über die Aktion zu informieren.

„Wir wollten die Firmung nutzen, da alle Generationen und Menschen an diesem Tag in der Pfarrkirche sind und natürlich besonders viele Jugendliche. Die wollen wir nämlich ganz besonders einbeziehen, schließlich geht es ja um ihre Zukunft“, betonte Organisatorin Mechtild Henke.

Die beiden Wortgottesdienste bildeten zwar den Abschluss der Aktionswoche, doch ein Ende von „Maria 2.0“ ist noch nicht in Sicht. Mechtild Henke: „Es ist zwar noch nichts Konkretes geplant, aber wir werden auf jeden Fall weitermachen und ein Zeichen setzen.“

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