Neu im Nottulner Wellenfreibad
Gemeinsam gegen Plastikmüllflut

Nottuln -

Im Kampf gegen die Flut von Plastikmüll setzen die Nottulner Gemeindewerke und der Freibad-Kiosk ein gemeinsames Zeichen. Ab sofort gibt es Mehrwegbecher für den „Coffee to go“.

Samstag, 15.06.2019, 10:01 Uhr aktualisiert: 16.06.2019, 15:38 Uhr
Harald Gerding (l.) von den Gemeindewerken und Kiosk-Betreiber Manfred Rohlmann führen eine umweltfreundliche Alternative zum Einwegbecher ein.
Harald Gerding (l.) von den Gemeindewerken und Kiosk-Betreiber Manfred Rohlmann führen eine umweltfreundliche Alternative zum Einwegbecher ein. Foto: Martina Hindricksen

Die Gemeindewerke Nottuln setzen verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit und möchten Ressourcen effizient nutzen, um die Umwelt zu schonen. Ein neues Projekt zu diesem Thema stellten Harald Gerding , Technischer Betriebsleiter Bäder, und Manfred Rohlmann , Betreiber des Wellenfreibad-Kiosks, am Freitag vor.

Ab dieser Saison soll im Wellenfreibad der Einwegbecher durch den Mehrwegbecher abgelöst werden. Die Gemeindewerke haben für den Anfang 1000 Mehrwegbecher angeschafft. Davon sollen etwa 500 bis 600 Stück als kostenlose Zugabe beim Kauf von Saison- und Jahreskarten an die Bürger verteilt werden. „Wir möchten die Plastikmüllflut, die die To-Go-Becher produzieren, reduzieren und hoffen, dass dieses System von den Bürgern angenommen wird“, sagt Harald Gerding.

Jeder, der eine Saisonkarte für das Wellenfreibad oder eine Jahreskarte kauft, bekommt einen Mehrwegbecher von der Gemeinde gesponsert, in den er sich Kalt- oder Warmgetränke abfüllen lassen kann. Kinderkarten (bis zum vollendeten 15. Lebensjahr) sind von diesem Angebot ausgeschlossen.

Harald Gerding betont, dass alle Bürger, die sich im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 11. Juni dieses Jahres eine Saison- oder Jahreskarte gekauft haben, sich bei deren Vorlage einen kostenlosen Becher am Kiosk nachträglich abholen können. Weitere Becher können am Kiosk für 3,90 Euro erworben werden. „Die erste Füllung ist für den Käufer kostenlos“, verspricht Manfred Rohlmann.

Die Verwendung der Becher erfolgt in der Praxis nach folgendem Prinzip: Beim Getränkeholen verbleibt der Deckel beim Kunden, der benutzte Becher wird im Kiosk gegen einen neu gereinigten ausgetauscht. Gebrauchte Becher werden im Kiosk gespült. „Unsere Industriespülmaschine benötigt nur wenige Minuten für die Reinigung und in der Hochsaison haben wir sowieso extra eine Mitarbeiterin nur für Arbeiten in der Spülküche beschäftigt“, erklärt Rohlmann.

Die neuen Becher sind übrigens frei von der Chemikalie Bisphenol A. Bei dieser handelt es sich um eine Verbindung, die bei der Herstellung von Kunststoffen und Harzen verwendet wird. „Ohne BPA sind die Becher am Ende sogar recycelbar“, versichern Gerding und Rohlmann.

Und schließlich: Der Strom für die Spülmaschine wird von den Gemeindewerken aus Solarenergie gewonnen. Auch an diesem Punkt setzen die Werke auf Nachhaltigkeit.

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