Fridays for Future
Zur Klimagerechtigkeit beitragen

Nottuln -

Jugendliche aus Nottuln haben eine Ortsgruppe der Fridays for Future-Bewegung gegründet. Sie planen nun lokale Initiativen und Aktionen für den Klimaschutz.

Mittwoch, 19.06.2019, 18:16 Uhr
Aktiv für den Klimaschutz (v.l.): Richard Mannwald, Finja Teismann, Anika Erfmann, Klara Mannwald, Pauline Dziewas und Lukas Sydow haben das Projekt angestoßen und machen zum Teil als Delegierte der neuen Fridays for Future-Ortsgruppe weiter mit.
Aktiv für den Klimaschutz (v.l.): Richard Mannwald, Finja Teismann, Anika Erfmann, Klara Mannwald, Pauline Dziewas und Lukas Sydow haben das Projekt angestoßen und machen zum Teil als Delegierte der neuen Fridays for Future-Ortsgruppe weiter mit. Foto: Corona Büning

„Die Klimakrise wartet nicht auf unseren Schulabschluss“, meinte Lukas Sydow beim Gründungstreffen der Fridays for Future-Ortsgruppe Nottuln am Dienstagabend im Rupert-Neudeck-Gymnasium. 25 junge Leute im Alter von 13 bis 20 Jahren versammelten sich hier und vereinbarten, sich gemeinsam für den Klimaschutz in ihrer Heimatgemeinde zu engagieren. Schüler von verschiedenen Schulen und Schulformen waren gekommen, sogar einige junge Berufstätige waren der Einladung gefolgt.

In der Zeitung und über die sozialen Medien hatte eine kleine Gruppe vom Nottulner Gymnasium Werbung betrieben, sich ihrer Initiative anzuschließen. Entstanden war die Idee in eben jener Kleingruppe. Gemeinsam beschäftigten sich Richard Mannwald, Anika Erfmann, Klara Mannwald, Pauline Dziewas und Lukas Sydow nun schon seit einiger Zeit mit der symbolischen Ausrufung des Klimanotstands in der Gemeinde, so wie es auch die SPD beantragt hat. Da auch viele Nottulner Jugendliche die Fridays for Future-Mahnwachen und -Demonstrationen in Münster regelmäßig besuchen, wollten sie die derzeitige Aufmerksamkeit für das Thema nutzen und auch vor Ort etwas bewegen.

Dieses Ansinnen spiegelt sich auch im einstimmig angenommenen Positionspapier der neuen Ortsgruppe wider. So fordern die Jugendlichen einen Beitrag zur „globalen Klimagerechtigkeit“, indem Gemeinde und Lokalpolitik koordiniert und zügig alte, bislang unerfüllte Klimaziele und -maßnahmen umsetzen und kommende Entscheidungen auch unter dem Gesichtspunkt „Umwelt“ treffen.

Doch wollen die Jugendlichen die Verantwortung nicht allein auf die Gemeinde schieben. Auch sie selbst wollen aktiv werden und sich auch abseits von Demonstrationen für die Umwelt einsetzen. So kam in der Sitzung auch der Vorschlag auf, in naher Zukunft Nottuln zusammen mit anderen Jugendlichen vom herumliegenden Müll zu befreien.

Organisatorische Fragen mussten beim Gründungstreffen auch geklärt werden. Da Fridays for Future eine recht neue Bewegung sei, gebe es noch keine festen Strukturen und die Arbeit könne sehr individuell von den Ortsgruppen gestaltet werden, erläuterte Lukas Sydow. Trotzdem hat es sich herausgebildet, dass es vor Ort „Delegierte“ gibt, die die Verbindung zu den Schulen, den umliegenden Ortsgruppen und der Bundesebene halten und die Informationen an ihre Mitstreiter weitergeben. In dieses Amt wurden Finja Teismann, Anika Erfmann und Pauline Dziewas einstimmig gewählt.

Einen gemütlichen Ausklang fand die Sitzung im Art-Space, wo die Jugendlichen Plakate für Demonstrationen gestalten oder aber auch einfach ins Gespräch kommen konnten. Wer sich ebenfalls der Ortsgruppe anschließen möchte, kann sich auf Instagram an fridaysforfuture_nottuln oder per E-Mail an fff.nottuln.inoffiziell@gmail.com wenden.

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