Christophorus-Kliniken
Mit Leidenschaft und Kompetenz

Nottuln/Dülmen -

Dr. Irmgard Greving ist als Chefärztin der Medizinischen Klinik 1 am Dülmener Standort der Christophorus-Kliniken verabschiedet worden. Mit Worten und mit Gesang.

Dienstag, 02.07.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 17:16 Uhr
Bei der Verabschiedung von Dr. Irmgard Greving (v.l.): Peter Briewig und Klaus Pfitzenreuter vom Aufsichtsrat, ärztlicher Direktor Dr. Friedrich Krings und Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies.
Bei der Verabschiedung von Dr. Irmgard Greving (v.l.): Peter Briewig und Klaus Pfitzenreuter vom Aufsichtsrat, ärztlicher Direktor Dr. Friedrich Krings und Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies. Foto: Kristina Kerstan

„Eigentlich wollte ich mich einfach verdrücken.“ Ganz ohne großen Festakt, ohne viele Worte Abschied nehmen. „Aber jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe“, verriet Dr. Irmgard Greving . Denn was hätte die scheidende Chefärztin sonst alles verpasst: viel Lob und Dank, eine Würdigung ihres Wirkens, ein spontanes Ständchen und nicht zuletzt den „Bunten Verdienstorden der Christophorus-Kliniken“, den ihr Klaus Pfitzenreuter verlieh. Weil er kein Bundesverdienstkreuz an Greving überreichen durfte, wie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende verriet.

Pfitzenreuter war es auch, der die rund 100 Gäste bei der offiziellen Verabschiedung von Greving im Wiesmann-Gecko begrüßte. Den ungewöhnlichen Ort hatte sich die langjährige Chefärztin der Medizinischen Klinik 1 am Dülmener Standort der Christophorus-Kliniken selbst ausgesucht. „Für uns, die Mitglieder des Aufsichtsrates, kann ich sagen, dass es uns schwerfällt, dich gehen zu lassen“, betonte Pfitzenreuter und würdigte das große Engagement der 66-Jährigen, auch über ihre Arbeit im Krankenhaus hinaus.

An den beruflichen Werdegang Grevings, die zuerst eine Ausbildung zur Krankenschwester machte, später Medizin studierte und 2005 erste Chefärztin am damaligen Franz-Hospital wurde, erinnerte im Anschluss Dr. Mark Lönnies. Ihr Umgang mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern sei es gewesen, der sie so besonders gemacht habe, sagte der Geschäftsführer der Christophorus-Trägergesellschaft. Greving sei eine „allseits geschätzte Chefin“ gewesen, mit hoher Fachkompetenz und Leidenschaft für ihre Arbeit. Und nicht umsonst bekomme ihre Klinik als attraktiver Ausbildungsort Top-Bewertungen.

Lönnies lobte auch, wie gut Greving zum Beispiel die baulichen Veränderungen am Dülmener Standort begleitet hätte, und auch ihre konstruktive Zusammenarbeit beim jetzt anstehenden Wechsel. Künftig wird Dr. Ralf-Ulrich Steimann, bisher Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 in Coesfeld, diesen Posten an beiden Standorten übernehmen.

Seine Vorgängerin erinnerte in ihrer Rede daran, dass sie bei ihrem Start am Franz-Hospital nicht wusste, dass dort nur ein Jahr später ein Zusammenschluss anstehen würde. „Die Fusion war hart, aber heute sehe ich sie nur noch positiv“, betonte Greving. „Denn wenn wir nicht fusioniert hätten, wäre das Haus vermutlich nicht mehr tragbar.“ Nicht immer seien die Arbeitsbedingungen einfach gewesen, aber ausdrücklich dankte die Ärztin ihren Kollegen und langjährigen Mitstreitern, sei es im Labor, der Technik oder in der Pflege. „Mir ist jede Abteilung ans Herz gewachsen.“

Wie sie ihren nahenden Ruhestand in rund vier Wochen verbringen will? „Ich habe da schon viele Ideen“, verriet Greving. Zeit mit ihrem kleinen Enkel verbringen, eine Reise nach Bot­swana, Engagement im Förderverein der Kliniken und beim Senior-Experten-Service und ein Grönemeyer-Konzert auf Schalke besuchen – auch wenn Letzteres sie als BVB-Fan etwas Überwindung kosten werde, verriet die Ärztin schmunzelnd.

Denn dass ihr Fußballherz für Schwarz-Gelb schlägt, wurde sehr deutlich bei der Rede von Felix Pörsch und Ferdinand von Wnuck im Namen der aktuellen und ehemaligen Assistenzärzte, die Irmgard Greving ausgebildet hat. Überlegten die Beiden doch humorvoll, für welchen Posten beim BVB ihre Chefin wohl am besten geeignet sei – und gaben dabei einen sehr umfassenden Einblick in die Persönlichkeit von Irmgard Greving. „Danke für die Liebe, mit der Sie Ihrer Arbeit und den Menschen in der Klinik begegnet sind“, fasste es von Wnuck, Sprecher der Assistenzärzte, zusammen.

Und dann gab es ein Ständchen für Greving. Im Namen der niedergelassenen Ärzte ergriff spontan Dr. Wolfgang Bagnewski das Wort, lobte die „fantastische Kollegin“ sowie die gute Zusammenarbeit und ermunterte alle Anwesenden, gemeinsam das Lied „Viel Glück und viel Segen“ anzustimmen.

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