Flaggentag
Klares Zeichen gegen Atomwaffen

Nottuln -

Atomwaffen weltweit abschaffen – das wollen die „Mayors for Peace“, die „Bürgermeister für den Frieden“. Seit 1991 auch in Nottuln. Hier setzt sich Bürgermeisterin Manuela Mahnke ebenfalls dafür ein.

Donnerstag, 04.07.2019, 22:00 Uhr
Am Donnerstag wurde vor dem Rathaus die Fahne der Organisation „Mayors for Peace“ gehisst, der die Nottulner Bürgermeister seit 1991 angehören. Eine Tradition, in der sie stolz sei zu stehen, erklärte Bürgermeisterin Manuela Mahnke.
Am Donnerstag wurde vor dem Rathaus die Fahne der Organisation „Mayors for Peace“ gehisst, der die Nottulner Bürgermeister seit 1991 angehören. Eine Tradition, in der sie stolz sei zu stehen, erklärte Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Foto: Frank Vogel

Unter besonderen Vorzeichen stand am Donnerstag der Flaggentag der „Mayors for Peace“ in Nottuln. Der Kreis hatte der Gemeinde mitgeteilt, dass diese eine Resolution über den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen nicht im Rat beschließen dürfe. Die Bürgeranregung, von der Friedensinitiative eingebracht, habe keinen direkten Bezug zur Gemeinde Nottuln. Bürgermeisterin Manuela Mahnke , die gemeinsam mit der FI zum Flaggentag eingeladen hatte, erklärte dazu in ihrer Ansprache: „Das hält mich aber nicht davon ab, heute die Flagge zu hissen und deutlich zu machen, dass Nottuln sich weiterhin dafür ausspricht, Atomwaffen weltweit abzuschaffen.“

Dies ist die zentrale Forderung der Organisation „Ma­yors for Peace“, der Nottuln seit 1991 angehört. „Wir werden nicht aufhören zu fordern, dass der im Juli 2017 von 122 Staaten beschlossene Vertrag über ein völkerrechtlich abgesichertes vollständiges Verbot von Atomwaffen zum Abschluss kommt und ein Meilenstein auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt wird und dass Deutschland diesen Vertrag unterzeichnet und ratifiziert.“ Scharf kritisierte sie die deutsche Weigerung: „Der Vertrag tauge nichts, heißt es, weil die Atomwaffenstaaten nicht dabei sind. Welch jämmerliche Ausrede!“ Mit dem Vertrag erhielten Atomwaffen den Stempel „völkerrechtswidrig“ – und daran komme keiner mehr vorbei. Die Beitrittsforderung hätten „wir alle gerne deutlich gemacht, tun dies aber jetzt an dieser Stelle“, spielte sie noch einmal auf die Kritik des Kreises an.

Für die FI überreichte Ingeborg Bispinck-Weigand einen Ginkgo-Baum, der aus Samen eines Baumes gezogen worden ist, der den verheerenden Angriff auf Hiroshima überlebt hatte: ein Zeichen der Mahnung und der Hoffnung zugleich.

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