Bündnis90/Die Grünen
„So viel Arbeit wie noch nie“

Nottuln -

„Ich war zwischenzeitlich schon kurz davor, den Laden hier aufzulösen“, bekannte Richard Dammann. Doch hätten die Umbrüche auch etwas Gutes mit sich gebracht, erklärte er auf der Versammlung des Ortsverbandes.

Dienstag, 09.07.2019, 22:00 Uhr
Der Vorstand der Grünen (v.l.): Kassierer Stephan Gerlach, Ortsvereinssprecher Richard Dammann und Beisitzer Marin Uphoff.
Der Vorstand der Grünen (v.l.): Kassierer Stephan Gerlach, Ortsvereinssprecher Richard Dammann und Beisitzer Marin Uphoff. Foto: Corona Büning

„Wir hatten sehr bewegte letzte zwei Jahre“, blickte Fraktionssprecher Richard Dammann bei der Mitgliederversammlung von Bündnis 90/ Die Grünen am Montagabend zurück. Von Gründungsmitgliedern des Ortsverbands bis hin zu interessierten Mitbürgern traf man sich hier in kleiner, gleichwohl interessierter Runde in der Gaststätte Böcker-Menke.

Und wirklich hat die Partei in Nottuln einige Höhen und Tiefen erlebt. Mit den Listenplätzen elf und zwölf sind Richard Dammann und Dr. Susanne Diekmann nach einigen Turbulenzen (Parteiaustritt von zwei Ratsmitgliedern) in den Gemeinderat nachgerückt. „Ich war zwischenzeitlich schon kurz davor, den Laden hier aufzulösen“, bekannte Dammann. Doch hätten die Umbrüche auch etwas Gutes mit sich gebracht. So seien zum Beispiel viele neue, vor allem weibliche Mitglieder dazugekommen. So wurden in der Versammlung auch Dr. Susanne Diekmann und Martin Uphoff als neue Mitglieder begrüßt.

Auch die erfolgreiche Europawahl wurde natürlich thematisiert. Die Grünen würden nun als eine Partei auf Augenhöhe der CDU wahrgenommen und somit als eine „stärkere Partei, als wir es sind“, analysierte Richard Dammann. Denn auf Ortsebene sei es eben noch nicht so. Dennoch seien die Meinungen und Anträge der Grünen plötzlich relevant und das fordere der Bürger auch ein.

Gleichzeitig zeigte sich Dammann aber frustriert von der Umsetzung der Gemeinderatsarbeit: „Wir können Anträge stellen, wie wir wollen, es ist egal. Es wird von der Verwaltung nicht umgesetzt.“ Weiter bemängelte er, die Bürgermeisterin sehe in dem Rat mehr ein Gegenüber als einen Partner. Somit sehen die Nottulner Grünen die Auswahl eines neuen Bürgermeisterkandidaten als eine ihrer großen Aufgaben in der nahen Zukunft. Mit der parteiübergreifenden Aktion „Aufwind“ von CDU, FDP und Grünen habe man über zehn sehr kompetente Bewerber aus der Gemeinde und der nahen Umgebung gewinnen können, berichtete Richard Dammann. Nun müsse der Bewerberkreis eingeschränkt werden, damit man zu Martinimarkt mit einem Kandidaten an die Öffentlichkeit treten könne.

Trotz des gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten will die Partei aber natürlich einen eigenen Ratswahlkampf führen und sich klar mit grünen Themen von den anderen Parteien absetzen. Die Herausforderung werde sein, die Wahllisten vollzubekommen, denn, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt habe, müsse man inzwischen auf jedem Listenplatz realistisch damit rechnen, für die Ratsarbeit gefordert zu werden, so Dam­mann.

Mit der derzeitigen Politisierung der Jugend und der Fridays for Future-Bewegung müsse man nun auch den Generationswechsel in der Partei schaffen, da waren sich die Versammelten einig. All diese Aufgaben wollen die Nottulner Grünen nun mit einem teilerneuerten Vorstand angehen. Richard Dammann löst den aus der Partei ausgetretenen Klaus Kienle als Sprecher des Ortsverbands ab und Martin Uphoff folgt Till Fehmer als Beisitzer nach. Stephan Gerlach ist weiterhin Kassierer.

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