Liebfrauenschule
Im Zeichen des Engagements

Nottuln -

Das regnerische Wetter schreckte die Liebfrauenschüler nicht ab. An ihrem Afrika-Tag zugunsten ihrer Partnerschule zeigten sie noch einmal vollen Einsatz.

Donnerstag, 11.07.2019, 20:10 Uhr aktualisiert: 16.07.2019, 19:08 Uhr
Die Liebfrauenschüler ließen sich vom schlechten Wetter nicht abhalten, viele Runden für ihre Partnerschule zu laufen. Die älteren Schüler übernahmen Arbeiten in Betrieben – zum Beispiel Nele Kasperek in der Blumenbinderei „Blickfang“ (kl. Foto) – und spendeten den Arbeitslohn.
Die Liebfrauenschüler ließen sich vom schlechten Wetter nicht abhalten, viele Runden für ihre Partnerschule zu laufen. Die älteren Schüler übernahmen Arbeiten in Betrieben – zum Beispiel Nele Kasperek in der Blumenbinderei „Blickfang“ (kl. Foto) – und spendeten den Arbeitslohn. Foto: Hugo Schmidt

Trotz strömenden Regens hieß es am gestrigen Donnerstag (11. Juli) an der Liebfrauenschule: Laufen für den guten Zweck. Am traditionellen „Afrika-Tag“ der Bischöflichen Sekundarschule engagierte sich die Schülerschaft für ihre Partnerschule in Jecua in Mosambik.

Um Punkt 8 Uhr fiel der Startschuss für die Schüler der 5. bis 7. Klassen. Die Streckenführung der Runde war in diesem Jahr aufgrund der Baustelle am Neubaugebiet Nottuln-Nord etwas anders. Den Sponsorenlauf hatten die Sportlehrer Christoph Ihmenkamp und Michael Nieborg organisiert. „Die Zusammenarbeit mit dem Nottulner Ordnungsamt bei der Planung der neuen Strecke lief super“, lobte Michael Nieborg die Gemeinde. So konnten rund 300 Schüler am Donnerstagmorgen von der Schule aus über den Uphovener Weg kommend über die Kreithecke, durch Stevern und wieder zurück laufen und so ihre Kilometer sammeln.

Katharina Nölle aus der Klasse 8c half ihrem Vater bei dem Verlegen einer Bewässerungsanlage im Garten. Der Lohn für den Arbeitsseinsatz geht an die Partnerschule in Mosambik.

Katharina Nölle aus der Klasse 8c half ihrem Vater bei dem Verlegen einer Bewässerungsanlage im Garten. Der Lohn für den Arbeitsseinsatz geht an die Partnerschule in Mosambik. Foto: Hugo Schmidt

Die Schülerinnen und Schüler der unteren Klassen hatten sich vor dem Lauf Sponsoren gesucht, die mit einem vereinbarten Geldbetrag pro Kilometer die Aktion unterstützten. Die Kinder erreichten teilweise bis zu zehn Runden an dem regnerischen Morgen.

„Es ist echt toll zu sehen, dass die Schüler trotz des Regens hoch motiviert ihre Runden laufen!“, sagte Lehrer Michael Nieborg stolz über das Engagement der Kinder.

Für das leibliche Wohl war gesorgt. Die Schülervertretung verkaufte den Morgen über Slush-Eis an die erschöpften Läufer. Gemeinsam mit den Lehrern sicherte die Schulsanitäts-AG die Strecke und war bei kleineren Verletzungen schnell zur Stelle.

Nele Kasperek arbeitete in der Blumenbinderei „Blickfang“. Der Lohn für den Arbeitsseinsatz geht an die Partnerschule in Mosambik.

Nele Kasperek arbeitete in der Blumenbinderei „Blickfang“. Der Lohn für den Arbeitsseinsatz geht an die Partnerschule in Mosambik. Foto: Hugo Schmidt

Das erlaufene Geld geht an die Partnerschule der Liebfrauenschule in Jecua in Mosambik. Dort ermöglichen die jährlichen Spenden aus Nottuln 80 Mädchen den Besuch eines Internates. „Dies ist für sie die einzige Chance auf Bildung und damit auf ein selbstständiges Leben in der Zukunft“, betonte Lehrerin Christiane Schabos. Das Internat dient der Hilfe zur Selbsthilfe in dem afrikanischen Land. Die Mädchen lernen dort neben den klassischen Schulfächern auch lebenspraktische Dinge und werden so auf das Berufsleben vorbereitet.

Um diese Hilfe weiter unterstützen zu können, engagierten sich auch die 8. bis 9. Klassen am „Afrika-Tag“ der Liebfrauenschule. Die 200 Schüler der oberen Jahrgangsstufen halfen in Privathaushalten und arbeiteten einen Tag lang in kleineren Betrieben in Nottuln.

Katharina Nölle aus der Klasse 8c beispielsweise half ihrem Vater bei dem Verlegen einer Bewässerungsanlage im Garten und ihre Klassenkameradin Nele Kasperek arbeitete in der Blumenbinderei „Blickfang“. Die Schülerinnen und Schüler sind stolz, helfen zu können.

Die ganze Schulgemeinde war froh über den großen Erfolg des „Afrika-Tages“ trotz des schlechten Wetters. Daher erwartet man wie bereits in den vergangenen Jahren einen Spendenerlös von über 10 000 Euro. Und diese Summe soll auch in diesem Jahr ungeschmälert der Partnerschule in Jecua zugutekommen.

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