Rettungsdienst
„Ein Quantensprung“

Nottuln -

Es ist eine klare Verbesserung für Nottuln und die umliegenden Orte. Seit dem 1. Juli ist der am Krankenhaus Nottuln stationierte Notarztwagen rund um die Uhr besetzt.

Freitag, 12.07.2019, 19:32 Uhr
Notfallsanitäterin Martina Hülsmann und (dahinter) Rettungsdienstleiter Michael Hofmann freuen sich mit den Vertretern von Kreis, DRK, Kliniken und Gemeinde über die neue 24-Stunden-Regelung für den Notarztstandort Nottuln.
Notfallsanitäterin Martina Hülsmann und (dahinter) Rettungsdienstleiter Michael Hofmann freuen sich mit den Vertretern von Kreis, DRK, Kliniken und Gemeinde über die neue 24-Stunden-Regelung für den Notarztstandort Nottuln. Foto: Hugo Schmidt

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr sprach von einem „Meilenstein“ und „Quantensprung“, DRK-Vorstand Christoph Schlütermann von einer „goldrichtigen Entscheidung“ und Dr. Jan Hakenbeck , Koordinator Notarztwesen bei den Christophorus-Klinken, von einer „wirklich guten Lösung“. Drei positive Aussagen, die sich alle auf die neue Notarztbereitschaft am Standort Nottuln beziehen. Seit dem 1. Juli ist die im Nottulner Krankenhaus stationierte Notarztbereitschaft sieben Tage die Woche 24 Stunden gewährleistet. Rund um die Uhr also stehen ein Notarzt und der ihn begleitende Notfallsanitäter für Hilfseinsätze zur Verfügung. Eine klare Verbesserung gegenüber der vorherigen Regelung, als für den Zeitraum 17 bis 8 Uhr Notärzte aus Münster in die Baumberge ausrückten.

Mit einer kleinen Feierstunde würdigten am Freitagmittag der Kreis Coesfeld als Träger des Rettungsdienstes, der DRK-Kreisverband als Betreiber desselben und die Christophorus-Kliniken die Errungenschaft. Landrat Schulze Pellengahr dankte allen für die gute, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Und er sprach auch den Münsteranern einen großen Dank aus, die schließlich 26 Jahre lang für die Nachtstunden die Notarztbereitschaft sichergestellt hatten.

„Die Rettungskette ist dadurch besser und stabiler geworden“, betonte DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. Die 24-Stunden-Bereitschaft bedeute mehr Sicherheit für die Bürger. Schlütermann dankte für die gute Zusammenarbeit mit Kreis, Kliniken und auch der Gemeinde. Für Nottuln habe man noch Weiteres vor: „Wir wollen auch noch eine neue Rettungswache bauen“, erwähnte er ein Projekt, das bereits in der konkreten Vorbereitung ist.

„Schön, dass alle an einem Strang ziehen“, dankte Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Mit dem DRK und den Kliniken vor Ort weise der Standort Nottuln eine hohe Kompetenz im Rettungswesen auf. Das gebe Sicherheit.

Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken, sprach von einer „unschlagbar guten Lösung“, weil viele der eingesetzten Notärzte entweder Mitarbeiter der Kliniken oder frühere Mitarbeiter seien und daher die örtlichen Strukturen gut kennen.

Nach Auskunft von Dr. Jan Hakenbeck stehen an allen drei Klinik-Standorten Nottuln, Coesfeld und Dülmen geeignete Räume für die Notarztbereitschaft zur Verfügung. Insgesamt 150 Mediziner stellen an den drei Standorten die 24-Stunden-Notartzbereitschaft sicher. „Das ist eine große Qualität, dass wir das schaffen“, betonte Hakenbeck.

Dr. Hans-Georg Schonlau, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Kreis Coesfeld, betonte im WN-Gespräch, dass von der neuen Regelung nicht nur Nottuln und umliegende Orte wie Havixbeck profitieren, sondern der ganze Nordkreis. Wenn der Notarzt in Coesfeld oder in Dülmen sich bereits im Einsatz befinde, könne für einen weiteren Notfall schnell Hilfe aus Nottuln herbeigeholt werden.

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