Starkregen
St.-Martinus-Kirche besonders betroffen

Nottuln -

Es war nur ein kurzer, dafür aber heftiger Starkregen, der am Donnerstagabend über Nottuln niederging. Das Wasser bahnte sich seinen Weg – auch in die Pfarrkirche.

Freitag, 12.07.2019, 20:00 Uhr
Pfarrdechant Norbert Caßens dankte allen Helfern für ihren Einsatz in der St.-Martinus-Kirche.
Pfarrdechant Norbert Caßens dankte allen Helfern für ihren Einsatz in der St.-Martinus-Kirche. Foto: Friedhelm Schweins

Der kurze, aber heftige Starkregen am frühen Donnerstagabend hat in der Gemeinde Nottuln punktuell für Überflutungen gesorgt. Besonders schlimm traf es die Pfarrkirche St. Martinus. Gemeindemitglieder, die sich bei den Aufräumarbeiten engagierten, berichteten, dass im Mittelschiff das Wasser nahezu bis zum erhöhten Altarraum stand. Die Hälfte der Seitenschiffe und der größte Teil der Sitzbänke seien geflutet gewesen. Über die Heizungs- und Belüftungsschächte seien die Keller bis zu einer Höhe von 40 cm vollgelaufen. Auch der Sockel am Grab der Hl. Heriburg in der Turmkapelle habe nicht verhindern können, dass Wasser ins Grab lief.

Unter der Regie von Küsterin Maria Vos schafften es viele fleißige Helfer, die überschwemmte Kirche in wenigen Stunden vom Wasser und den unzähligen Lindenblüten zu befreien. Feuerwehrleute aus Nottuln und Appelhülsen waren emsig damit beschäftigt, die größten Mengen abzupumpen. Viele Ehrenamtliche und Mitarbeiterinnen der Pfarre freuen sich über den gelungenen Einsatz.

Nachdem Pfarrdechant Norbert Caßens es geschafft hatte, „heil“ vom Baumberg zu kommen, dankte er den fleißigen Helferinnen und Helfern für den spontanen Einsatz. Am Freitagmorgen war Küsterin Maria Vos damit beschäftigt, die noch verbliebenen schmutzigen Wasserreste aufzunehmen.

Starkregen in Nottuln am 11. Juli

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Folgen hatte der Starkregen auch im Bereich Hagenstraße und Baugebiet Nottuln-Nord. Anlieger bemerkten, wie die Hagenstraße zwischen Havixbecker Straße und Einmündung Uphovener Weg „volllief“. Ein Wasser-Schlamm-Gemisch floss vom Baugebiet herab und verstopfte zusammen mit Treibgut die Gullis. Es kam zu größeren Fahrbahnüberflutungen, stellenweise lag auch der Bürgersteig komplett unter Wasser und reichte das Wasser bis an die Hauswände. Entsprechend groß ist die Sorge der Anwohner, dass sich solche Vorfälle wiederholen und schlimmere Auswirkungen haben könnten. Dipl.-Ing. Michael Diekmann von den Gemeindewerken berichtete auf WN-Nachfrage, dass die Baufirma Depenbrock, die in Nottuln-Nord tätig ist, am Freitagvormittag Fahrbahn und Gullis gereinigt hat. Diekmann geht davon aus, dass mit der Bebauung von Nottuln-Nord solche Abflüsse künftig nicht mehr auftreten werden.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde verzeichnete am Donnerstag ab 17.33 Uhr etwa zehn Einsätze, wie Udo Henke, Leiter der Feuerwehr, schilderte. Vorsorglich waren alle Löschzüge alarmiert worden und hatte die Feuerwehr im Gerätehaus Nottuln eine Leitstelle eingerichtet, von der die Einsätze im Gemeindegebiet koordiniert wurden. Ausrücken musste sie unter anderem zu einem Gewerbebetrieb in Buxtrup, weil dort der Starkregen die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. In der Bauerschaft Horst beseitigte die Feuerwehr einen umgestürzten Baum, der auf der Fahrbahn lag. Am längsten waren die Wehrleute jedoch in der Pfarrkirche im Einsatz.

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