„Ein Lächeln für Togo“
Müllfahrzeug ist das Highlight

Nottuln -

Wieder hat der Verein „Ein Lächeln für Togo“ zwei große Container mit Hilfsgüter gepackt und auf die Reise nach Afrika geschickt. Ein besonderes Projekt wird dabei diesmal unterstützt.

Montag, 15.07.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 16:56 Uhr
Zwei Containerladungen voll mit Hilfsgütern packten die Helfer für den aktuellen Transport nach Togo. Darunter auch zwei kleine Container für das Abfallentsorgungsprojekt in Lomé.
Zwei Containerladungen voll mit Hilfsgütern packten die Helfer für den aktuellen Transport nach Togo. Darunter auch zwei kleine Container für das Abfallentsorgungsprojekt in Lomé.

Das Engagement geht weiter – und es ist bemerkenswert. Der Verein „Ein Lächeln für Togo“ hat zwei Container mit Hilfsgütern auf den Weg in das westafrikanische Land geschickt. Diese werden von Hamburg aus zur Hauptstadt Lomé verschifft, von wo aus der Großteil seinen Weg in das Waisenkinderdorf Yovokope finden wird, das von dem Nottulner Verein seit 2016 unterstützt wird.

„Wir haben 2017 den ersten Container nach Yovokope bringen lassen, 2018 waren es zwei, jetzt sind wieder zwei zusammengekommen“, berichtet Simone Heimken, die sich „im Hintergrund“ um die Organisation kümmert.

Die Liste der Hilfsgüter, die sie erstellt hat, ist lang. So hat der Verein beispielsweise Krankenhausbetten und Medizinschränke in die Container geladen. Mit diesen wird die Krankenstation in dem togolesischen Ort weiter ausgebaut. „Zwei Eggen und ein Drei-Schar-Pflug haben wir zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Projekte in Yovokope bekommen“, freut sich Vereinsvorsitzender Hubert Laakmann . Immerhin müssten vor Ort rund 60 Hektar Land bewirtschaftet werden. Eine Saatmaschine und ein Trecker sind schon bei vorangegangenen Transporten nach Togo gebracht worden. Schulmöbel vom Tisch bis zur Tafel, Kleidung, Fahrräder und vieles mehr haben die fleißigen Helfer diesmal in die Container verladen.

Auch zwei kleine Baucontainer, prall gefüllt mit Mülltonnen, gehören zur Fracht. Und vor ein paar Tagen bereits ist das Highlight des Hilfstransportes von Nottuln aus nach Hamburg gebracht worden: ein Müllfahrzeug. Diese Spenden sind Bestandteil eines ehrgeizigen Projektes, das in Lomé umgesetzt werden soll: die Etablierung eines Abfallsammelsystems in einem rund 150 000 Einwohner zählenden Bezirk der Hauptstadt.

Initiator dieses Projektes ist der in Deutschland geborene Student Sanvi Sodji . In seiner togolesischen Heimat fehle es an Entsorgungsstrukturen, Abfälle landen einfach auf der Straße, weiß er. Das möchte Sodji ändern. Er will mit dem Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt für Arbeitsplätze sorgen, mit einer Aufklärungskampagne die Menschen vor Ort zum Sammeln der Abfälle und zum Umweltschutz bewegen. Und aus dem Ertrag der Verkäufe wieder- und weiterverwertbarer Abfälle bzw. durch die staatliche Förderung für die Überführung zu einer Deponie sollen soziale Projekte finanziert werden. Unter anderem – und das ist der Zusammenhang zur Arbeit des Vereins „Ein Lächeln für Togo“ – in Yovokope.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse). Der berichtet, dass sein Vizepräsident Björn Becker von der Nachhaltigkeit des Vorhabens von Sodji überzeugt ist und schnell Mitstreiter aus dem abfallwirtschaftlichen Netzwerk gefunden hat, die mit Hilfe von Geld- und Sachspenden sowohl das gebrauchte Müllfahrzeug wie auch die erste große Charge Mülltonnen beschafft haben. Beides ist jetzt auf dem Weg von Nottuln nach Togo.

Spenden und Mitglied werden

Der Verein „Ein Lächeln für Togo“ unterstützt das Waisenkinderdorf bei Yovokope in Togo mit Geld- und Sachspenden. Was kann man spenden?Zum Beispiel Lernmaterialien für die Schule (ein Berufskolleg) wie französische Bücher, Papier, Stifte und Ähnliches. Für die Näherei am Ort wird Kleidung, Nähgarn etc. gebraucht. „Bitte keine Winterkleidung“, betont Simone Heimken. Spielsachen für Kinder ab drei Jahren werden gerne genommen, für die Krankenstation wird ebenfalls Material gesammelt, ein Blutdruckgerät etwa ist hilfreich, Medikamente allerdings werden nicht entgegengenommen.Sachspenden werden täglich von 8 bis 17 Uhr bei der Spedition Giesker & Laakmann, Buxtrup 5, entgegengenommen. Für Kleidung stehen auf dem Firmengelände sowie auf dem Marienplatz an der Appelhülsener Kirche St. Mariä Himmelfahrt Container bereit.Geld spenden kann man über das Konto der Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE96 4015 4530 0038 4637 74.Im Verein engagieren sich zurzeit 23 ehrenamtliche Mitglieder. „Es wäre super, wenn wir noch weitere Mitglieder gewinnen könnten“, wünscht sich Simone Heimken.

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