Gemeinde Nottuln und Friedensinitiative
Lichteraktion zum Gedenken

Nottuln -

Die Gemeinde Nottuln ist seit vielen Jahren Mitglied im Solidaritätsbündnis mit Hiroshima und Nagasaki. Die Lichteraktion im Nottulner Ortskern, mit der an die Atombombenabwürfe erinnert wird, hat schon Tradition.

Freitag, 26.07.2019, 18:38 Uhr
Einer japanischen Tradition folgend, werden am Hiroshimatag wieder Lichter auf das Wasser des Brunnens im Nottulner Ortskern ausgesetzt. Alle Teilnehmer werden gebeten, kleine Kerzen mitzubringen, die auf den Rand des Brunnens gestellt werden können.
Einer japanischen Tradition folgend, werden am Hiroshimatag wieder Lichter auf das Wasser des Brunnens im Nottulner Ortskern ausgesetzt. Alle Teilnehmer werden gebeten, kleine Kerzen mitzubringen, die auf den Rand des Brunnens gestellt werden können. Foto: WN-Archiv/Dieter Klein

An die Atombombenabwürfe vor 74 Jahren auf die beiden japanischen Städte Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945) wird die Gemeinde Nottuln auch in diesem Jahr erinnern. Bürgermeisterin Manuela Mahnke lädt zusammen mit der Friedensinitiative Nottuln (FI) am 6. August (Dienstag) um 21.30 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger zu einer kleinen symbolischen Aktion am Brunnen im Nottulner Ortskern ein.

Dort werden – einer japanischen Tradition folgend – Lichter auf das Wasser ausgesetzt. Alle Teilnehmer werden gebeten, kleine Kerzen mitzubringen, die auf den Rand des Brunnens gestellt werden können. Die Nottulner Kirchen werden mit ihren Glocken zu der Gedenkveranstaltung einladen.

Nach einer Begrüßung durch Ingeborg Bispinck-Weigand von der Friedensinitiative wird Bürgermeisterin Mahnke als „Mayor for Peace“ eine Ansprache halten und fordern, dass alle Atomwaffen geächtet und zerstört werden. Zu einer weiteren Ansprache ist Richard Mannwald, Gymnasiast aus Nottuln, eingeladen. Den musikalischen Rahmen gestaltet Jutta Schmalenbach.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges machten die Atombomben der US-Armee die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleich. 190 000 bis 230 000 Menschen kostete diese militärische Machtdemonstration unmittelbar oder wenige Tage später das Leben, berichtet die Gemeinde. Etwa 400 000 Menschen litten oder leiden noch heute an den Spätfolgen der radioaktiven Verseuchung z. B. an Grauem Star, Narbenwucherungen, ständigen Ermattungszuständen, Leukämie oder Krebs.

Die Gemeinde Nottuln ist seit vielen Jahren Mitglied im Solidaritätsbündnis mit Hiroshima und Nagasaki. Mit vielen Kollegen engagieren sich die Nottulner Bürgermeister in dem Bündnis als „Mayors for Peace“. Ziel ist eine „Welt ohne Atomwaffen!“

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