Klimaschutz
Mehr Klimaschutz durch CO²-Kompensation

Nottuln -

Die Friedensinitiative Nottuln wirbt für eine gerechte Bepreisung von CO2 und weist auf die Klimaschutzorganisation Atmosfair hin.

Montag, 05.08.2019, 20:52 Uhr
Ein Flugzeug startet vor zwei Kondensstreifen am Himmel. Klimaschutz bewegt die Menschen und die Politik. Das macht sich auch bei der Klimaschutzorganisation Atmosfair bemerkbar.
Ein Flugzeug startet vor zwei Kondensstreifen am Himmel. Klimaschutz bewegt die Menschen und die Politik. Das macht sich auch bei der Klimaschutzorganisation Atmosfair bemerkbar. Foto: dpa

Urlaub, Reisen und CO2-Emissionen! Was ist zu tun? Die Friedensinitiative Nottuln (FI) wirbt dafür, dass Bürger die zusätzlichen Reisen in den Urlaub kompensieren. Die FI empfiehlt, den zusätzlichen CO-Ausstoß mit der Organisation Atmosfair auszugleichen.

Schon viele Jahre setzt sich die FI dafür ein, dass der wahre Preis von Produkten und Unternehmungen bezahlt wird, dass der reale ökologische Fußabdruck mitberechnet wird. Das schließt selbstverständlich, so die FI in vielen Veranstaltungen und Seminaren, eine Bepreisung der CO-Emissionen mit ein. Leider sei die Politik in den vergangenen Jahren nicht dazu bereit gewesen. Darauf könne man nicht warten.

„Schon jetzt“, betont Norbert Wienke , Geschäftsführer der FI, „kann jeder für sich selbst entscheiden, diesen wichtigen Schritt des Klimaschutzes zu tun.“ Wie das geht, beschreibt die FI in einer Pressemitteilung:

Die Organisation Atmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reisen. Sie betreibt aktiven Klimaschutz, unter anderem mit der Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien. Auf der Internetplattform von Atmosfair gibt man seinen Flug oder seine Kreuzschifffahrt ein und kann genau berechnen lassen, wie viel COman mit dieser Reise verursacht hat. Dies wird in einen Geldbetrag umgerechnet, der der Organisation gespendet wird. Das gespendete Geld wird in regenerative Energieprojekte investiert – häufig in den Ländern auf der südlichen Halbkugel. Kleinbiogasanlagen im Nepal, Windkraftparks in Nicaragua oder solarthermische Heizungsanlagen in Südafrika werden so finanziert. So wird in diesen Ländern COeingespart und es wird nachhaltige Entwicklung durch Technologietransfer und Armutsbekämpfung gefördert.

„Natürlich ist diese Art der CO-Kompensation langfristig nicht ausreichend und zielführend, um die Katastrophe abzuwehren“, räumt Norbert Wienke ein. Dafür bedürfte es drastische, weitreichende politische Maßnahmen, die alle aber auch kurzfristig umsetzbar wären: Tempolimit, Besteuerung von Flugbenzin, CO-Steuer, Programme für Wärmedämmung . . . Wienke: „Aber wir können nicht auf den großen Wurf warten. Wir müssen jetzt schon handeln. Mit der CO-Kompensation hat jede Bürgerin, jeder Bürger nun schon eine kleine Handlungsmöglichkeit. Dafür wollen wir werben.“

Und natürlich gelte die Regel: Möglichst wenig COverursachen, das ist der beste Klimaschutz!

 

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