Café Berlin der Grünen
CO²-Bepreisung allein nicht ausreichend

Nottuln -

Sommergespräche im Café Berlin – dazu hatten die Nottulner Grünen eingeladen. Prominenter Gast war die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink. Sie ging mit der Situation im Gesundheitswesen hart ins Gericht.

Dienstag, 06.08.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 18:26 Uhr
Zum „Café Berlin“ hatten die Nottulner Grünen in die Alte Amtmannei eingeladen. In lockerer Runde wurde mit der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (5.v.r.) vor allem über die Gesundheits- und Umweltpolitik diskutiert.
Zum „Café Berlin“ hatten die Nottulner Grünen in die Alte Amtmannei eingeladen. In lockerer Runde wurde mit der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (5.v.r.) vor allem über die Gesundheits- und Umweltpolitik diskutiert. Foto: Helena Wilmer

Zu einem „Café Berlin“ war Maria Klein-Schmeink , Bundestagsabgeordnete der Grünen und Sprecherin für Gesundheitspolitik, am Montagabend nach Nottuln gekommen. In der außerordentlichen Versammlung erzählte die Abgeordnete zunächst von ihrer Arbeit in Berlin sowie einigen zentralen Punkten, die den Bundestag momentan beschäftigen. In diesem Zusammenhang ging die Politikerin vor allem auf den Klimawandel, den USA-Iran-Konflikt und den Fachkräftemangel in der Pflege ein. Nach dem kurzen Einstiegsreferat eröffnete Maria Klein-Schmeink eine allgemeine Diskussionsrunde, die den Besuchern die Möglichkeit bot, sich einzubringen und selbst Fragen rund um die Politik zu stellen.

Da einige Interessierte zu der Veranstaltung gekommen waren, die selbst im gesundheitlichen Bereich arbeiten, drehte sich das Gespräch zu Beginn besonders um die zu hohe Belastung der Pflegekräfte, aber auch um die Bezahlung sowie die Wertschätzung. „Die Versorgung der Bevölkerung ist zurzeit nicht zu gewährleisten. Das gilt nicht nur für die Altenpflege, sondern auch im Krankenhaus und in der Ambulanz. Das ist momentan die große Herausforderung, die wir zu leisten haben, sonst entsteht eine Lücke, die so schnell nicht wieder aufzufüllen ist. Dort muss die Politik viel deutlicher nachziehen, denn die Versorgungsfrage und -sicherheit hängt davon ab“, erklärte Maria Klein-Schmeink.

Doch auch das Thema Umweltpolitik kam nicht zu kurz. Besonders diskutiert wurden die CO-Bepreisung, sowie die billigen Flüge und die zu teuren öffentlichen Verkehrsmittel. Hier erklärte die Politikerin, dass Flüge zwar teurer werden müssen, aber auch erst einmal Alternativen zu schaffen seien. Für den Ausbau der Infrastruktur beispielsweise brauche man Konzepte für den ländlichen wie auch den städtischen Raum. „Die CO-Bepreisung ist zwar ein gutes Modell, kann aber nicht alleine stehen. In allen Bereichen muss es verschiedene Ansätze geben“, erläuterte die Abgeordnete aus Münster ihren Zuhörern.

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