Bauarbeiten in Appelhülsen
Industriestraße 2.0

Appelhülsen -

Im Appelhülsener Gewerbegebiet haben die Vorarbeiten für die Sanierung der Industriestraße begonnen. Aktuell wird an einer rund 190 Meter langen Ersatzstraße gearbeitet, über die der Verkehr während der Bauarbeiten rollen soll.

Dienstag, 06.08.2019, 21:00 Uhr
Arbeitsbesprechung: Werkeleiter Daniel Krüger von der Gemeinde Nottuln (2.v.l.) bespricht mit Mitarbeitern der Baufirma Depenbrock die nächsten Schritte, die beim Erstellen der Ersatzstraße im Gewerbegebiet Appelhülsen anstehen.
Arbeitsbesprechung: Werkeleiter Daniel Krüger von der Gemeinde Nottuln (2.v.l.) bespricht mit Mitarbeitern der Baufirma Depenbrock die nächsten Schritte, die beim Erstellen der Ersatzstraße im Gewerbegebiet Appelhülsen anstehen. Foto: Gemeinde Nottuln

Da, wo die Umfahrung der sanierungsbedürftigen Industriestraße im Appelhülsener Gewerbegebiet bereits in wenigen Wochen entlangführen soll, wird seit Montag eifrig gearbeitet. Das Erdreich wird ausgekoffert – gerade entsteht die Gründung für die 190 Meter lange Ersatzstraße für das Industriegebiet, teilt die Gemeinde Nottuln mit.

Die Straße wird zwischen dem Gewerbegebiet und der Kläranlage gebaut und führt dort wieder auf die Sendener Straße. „Für die Zeit der Sanierung der Industriestraße gilt in diesem Abschnitt der Sendener Straße Tempo 30, um die Gefahr von Unfällen so gering wie möglich zu halten“, sagt Diplom-Ingenieur Daniel Krüger , Werke­leiter der Gemeinde Nottuln.

Ende August/Anfang September soll der Bau der Umfahrung fertig sein, damit der Verkehr im Industriegebiet Appelhülsen auch während der Sanierung der Industriestraße reibungslos funktionieren kann.

„Die Sanierung soll Anfang September starten“, berichtet Krüger. Der Zeitplan, den sich die ausführende Baufirma Depenbrock aus Greven gesetzt hat, ist durchaus ambitioniert: Bereits im Januar des nächsten Jahres sollen die Arbeiten an der 290 Meter langen Industriestraße – saniert wird sie ab Einfahrt Sendener Straße bis zur Brücke über die Stever – fertig sein.

Zur eigentlichen Straßensanierung kommen noch Kanalarbeiten. „Rund 580 Meter an Regen- und Schmutzwasserkanälen werden erneuert“, erklärt Daniel Krüger. Die Kanalarbeiten stehen als erstes auf dem Programm. Die Gesamtkosten des Straßenbaus liegen bei rund 1,176 Millionen Euro.

Es sind Kosten, an denen auch die Anlieger des Gewerbegebietes im Rahmen des Kommunalabgabengesetzes beteiligt werden.

Die Sanierung der Indus­triestraße steht bereits seit längerem auf der Agenda der Gemeinde. Zahlreiche vorbereitende Arbeiten wie Verlegung der Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Telekommunikation wurden im vergangenen Jahr erledigt. Vor kurzem bekam die Indus­triestraße auch zehn neue Leuchtstellen – ausgerüstet mit leistungsstarkem und umweltfreundlichem LED-Licht.

Seit Montag entsteht die Umfahrungsstraße, für die im Vorfeld auch Einiges an Bäumen gefällt werden musste. „Diese Maßnahme ist mit dem Kreis Coesfeld abgesprochen“, berichtet Daniel Krüger. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird dort auch wieder aufgeforstet, sodass später von der Umfahrungsstraße keinerlei Spuren zurückbleiben werden.

Wenn die Industriestraße Anfang 2020 in neuem Glanz erstrahlt, werden nicht nur die Schlaglöcher und Unebenheiten beseitigt sein, dann ist die Straße auch um 75 Zentimeter breiter geworden. Sieben Meter misst sie dann. Platz genug für die vielen Fahrzeuge, die tagtäglich auf der Straße unterwegs sind. Und mit ihren bis zu sechs Schichten – von der Gründung bis zur abschließenden Asphaltdecke – ist sie den künftigen Belastungen sehr gut gewachsen. „Für die nächsten 50 Jahre sollte erst mal Ruhe sein“, freut sich Daniel Krüger auf eine schöne, neue „Indus­triestraße 2.0“.

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