Bildung im Zeitalter von Tablet & Co.
Eine Schule im Umbruch

Nottuln -

Nachhaltige Digitalisierung heißt das Zauberwort der Zukunft, gemeint ist, immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Gerade auch, wenn es um Bildung geht. Das Rupert-Neudeck-Gymnasium der Gemeinde Nottuln wird nach den Sommerferien neue Tablet-Computer bereithalten. „In der nächsten Zeit werden sechs weitere Fach- und Klassenräume mit einem AppleTV ausgestattet“, versicherte Schulleiter Holger Siegler.

Dienstag, 13.08.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 15:22 Uhr
Seine Schule plant Großes: Schulleiter Holger Siegler freut sich über die Fortschritte in Sachen Digitalisierung am Rupert-Neudeck-Gymnasium und ist gespannt auf die neue pädagogische Architektur an der Schule.
Seine Schule plant Großes: Schulleiter Holger Siegler freut sich über die Fortschritte in Sachen Digitalisierung am Rupert-Neudeck-Gymnasium und ist gespannt auf die neue pädagogische Architektur an der Schule. Foto: Hugo Schmidt

Das Rupert-Neudeck-Gymnasium der Gemeinde Nottuln freut sich nach den Sommerferien 46 neue Schüler in den 5. Klassen willkommen heißen zu dürfen. Die Kinder werden eine der ersten Jahrgänge sein, die von den neu angeschafften Tablet-Computern im Unterricht profitieren werden.

Die Schule verfügt aktuell über 46 iPads. Doch es fehlt an der passenden Präsentationstechnik. So besitzt das Gymnasium zur Zeit nur ein kompatibles Apple-TV-Gerät. „In der nächsten Zeit werden sechs weitere Fach- und Klassenräume mit einem Apple-TV ausgestattet“, versicherte Schulleiter Holger Siegler . „Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren eine Eins-zu-Eins-Versorgung mit iPads für die Schüler gewährleisten zu können.“

Auch das W-Lan in den Pavillons muss verbessert werden, erklärte Siegler.

Zudem sei der Breitbandausbau in der Gemeinde weit fortgeschritten und auch das Gymnasium soll an das schnellere Internetnetz angeschlossen werden.

Als Zielvorstellung für das Vorhaben der Digitalisierung des Rupert-Neudeck-Gymnasiums nannte der Schulleiter einen Zeitraum von etwa drei bis vier Jahren. Die finanziellen Aspekte der noch folgenden Arbeiten und Anschaffungen werden im Herbst von der Gemeinde eruiert.

„Die Digitalisierung des gesellschaftlichen Lebens und des Berufslebens schreitet schnell voran. Es ist daher die Aufgabe von Schule, einen sinnvollen und vor allem verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien zu vermitteln“, betonte Schulleiter Holger Siegler im WN-Gespräch.

Aber: „Der Computer wird jedoch nie den Lehrer ersetzen. Das Miteinander und der direkte Austausch zwischen Schüler und Lehrer bleibt die wichtigste Basis im Lernen.“

Für das Lehrerkollegium und ihn als Schulleiter bedeutet die Digitalisierung eine Umstellung und fordert von ihnen, sich mit neuen Technologien auseinander zu setzen. Holger Siegler ist sich dabei sicher, dass dies gut funktionieren wird. „Die Lehrer lernen mit großer Begeisterung“, beschrieb er die Erfahrungen, die das Kollegium bei intensiven Fortbildungen im vergangen Schuljahr bereits gemacht habe.

Das Rupert-Neudeck-Gymnasium steht neben der Digitalisierung noch vor einem weiteren großen Umbruch: ES geht um die neue pädagogische Architektur.

Die Anforderungen an den Unterricht haben sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter verändert. „Der Trend geht weg vom klassischen Frontalunterricht hin zur Individualisierung von Lernwegen, wie beispielsweise das Arbeiten in kleineren Gruppen“, erläuterte Schulleiter Holger Siegler diese Entwicklung.

Den etwa 30 Jahre alten Schulbau des Gymnasiums stellt dies vor große Herausforderungen. Daher hat die Zukunftswerkstatt der Schule das Vorhaben angestoßen, räumliche Veränderungen an den Schulgebäuden vorzunehmen.

Gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern hat man Wünsche und Ideen gesammelt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität des Lebensraum Schule zu verbessern. Besucher hätten oft die besondere Architektur des Gymnasiums bewundert, erinnerte sich Siegler. Diese soll jedoch erhalten werden. „Es werden innerhalb der Gebäude Umbaumaßnahmen stattfinden.“ Die Räume sollen vergrößert werden und in diesem Rahmen soll auch eine energetische Renovierung erfolgen.

Das Projekt befindet sich zur Zeit in Phase Null. In dieser Phase werden die Vorschläge und Ideen von einem Planbüro geprüft und im Herbst erwartet man dann erste Pläne.

Schulleiter Holger Siegler zeigte sich sehr zufrieden: „Ich möchte wirklich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Planungsbüro loben. Ohne die fachkundige Beratung von den Experten wäre dieses Vorhaben nicht möglich.“

Wann die Bauarbeiten beginnen sollen und wie lange der Umbau dauern wird, ist noch nicht bekannt. Doch sicher ist: „Die Baustelle wird den Schulalltag nicht beeinträchtigen“, so Siegler.“

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