Freundeskreis DJK Olympia Sportler würdigt Bruder Hermann
Straße für besonderen Menschen

Nottuln -

Dieser Mann hat nicht nur für Nottuln viel geleistet. Er war ein echter Menschenfreund und hat seine Mitmenschen so gut wie er konnte gefördert und unterstützt. Nun gibt es eine Straße, die seinen Namen trägt, und die die Erinnerung an ihn wachhält: an Bruder Hermann Frye (1935-2015) – ein Vorbild für viele.

Mittwoch, 21.08.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 15:24 Uhr
Mitglieder des Freundeskreises DJK Olympia Sportler erinnern mit Bürgermeisterin Manuela Mahnke im neuen Baugebiet an Hermann Frye.
Mitglieder des Freundeskreises DJK Olympia Sportler erinnern mit Bürgermeisterin Manuela Mahnke im neuen Baugebiet an Hermann Frye. Foto: Helmut Brandes

Am Freitag hatte der Freundeskreis DJK Olympia Sportler eingeladen, um an der „Bruder-Hermann Frye-Straße“ an einen sehr geachteten Bürger der Gemeinde zu erinnern. Seine Heimatgemeinde setzte ihm mit der Benennung einer Straße im Baugebiet Nord ein bleibendes Denkmal für sein Lebenswerk.

Egon Gerlach informierte über das Leben und seine besonderen Verdienste für den Sportverein Nottuln. Bruder Hermann Frye war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (verliehen für seine Tätigkeiten im Sozialwerk Oberhausen). Er war Mitbegründer der Caritas – Sozialstation Osterfeld und war beim Aufbau der Hospizarbeit in Oberhausen maßgeblich beteiligt.

1959 folgte er seiner Berufung und trat in ein Kloster ein. Als Bruder Hermann hinterließ er nicht nur in Köln, sondern besonders in Oberhausen nachhaltige Spuren. 2006 wurde ihm die Ehrennadel der Stadt Oberhausen verliehen.

Klaus Teichmann vom Freundeskreis hat sich besonders dafür eingesetzt, dass eine Straße in Nottuln den Namen von Hermann Frye trägt. „Ohne Hermann hätte es die Jubiläumsfeier `100 Jahre DJK Grün-Weiss-Nottuln´nicht gegeben.“

Deshalb freute er sich, dass genau zu diesem Zeitpunkt die Benennung einer Straße Hermann Frye gewidmet wurde. Von Dechant Deitmar und dem damaligen Amtsdirektor Franz Ballhorn angeregt, scharte Hermann Frye junge, sportbegeisterte Menschen um sich und gründete im August 1957 den Sportverein DJK Olympia Nottuln. „Ihm war es wichtig, schon junge Sportler an Führungsaufgaben heranzuführen.

Wir waren so um die 16 bis knapp 20 Jahre alt, als wir Vorstandsposten übernahmen“, erinnert sich Egon Gerlach. Nach der Zwangsfusion mit dem Sportverein Grün-Weiss blieben die sportlichen Erfolge aus, das Führungsteam löste sich praktisch auf, der Verein stand kurz vor der Pleite. Die Vorstandsmitglieder des DJK-Olympia versuchten den „gekenterten Kahn“ wieder flott zu machen.

Bruder Hermann Frye (1935-2015)

Bruder Hermann Frye (1935-2015) Foto: Hiltruper Missionare

Unterstützt vom damaligen Präses Kaplan Vissing. Zusammen fuhr man zur Schaltzentrale nach Kaiserau und hatte Erfolg. „Vielleicht auch wegen der himmlischen Unterstützung“, so Egon Gerlach schmunzelnd.

Anstatt Auflösung gab es Neuanfang. Neues Stadion, neue Sportarten und neue Mitglieder. Im Vorstand die erfahrenen Mitglieder des DJK Olympia Nottuln. „Daran hatte Hermann einen direkten Anteil, er konnte junge Leute motivieren, sich schon früh ehrenamtlich zu betätigen,“ sagte Egon Gerlach. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Im Jubiläumsjahr zählt der Verein stolze 1700 Mitglieder.

Auch die anwesenden Brüder des Geehrten, Hans und Bruno Frye freuten sich, dass ihrem Bruder diese Ehre zu Teil wurde.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke war angetan vom Engagement von Bruder Hermann. „Man kann von hier nicht nur die Kirche, sondern auch die Baumberge sehen.“ Mahnke schwenkte ihren Blick: Die unmittelbare Nachbarschaft zur Schwester-Raphaela-Händler-Straße, benannt nach der bekannten Nottulner Ärztin und Ordensschwester Dr. Raphaela Händler, passt perfekt,“

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