Begegnungsort vor der Haustür
Geborgenheit unter einem Dach

Appelhülsen -

Es war der erste Kindergarten in Appelhülsen. Am 8. September feiert St. Marien sein 50-jähriges Bestehen. Mit Gottesdienst, „Schätzen der Erinnerung“ der Ehemaligen, der Mitarbeiter, der Förderer und Freunde, sowie jeder Menge Spiel und Spaß für die ganze Familie. Zeit für ein Gespräch mit der engagieren Kita-Leiterin Angela Angenendt-Asdonck – mit Rückblicken, Einblicken und Ausblicken.

Donnerstag, 22.08.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 19:12 Uhr
Stets mit vollem Herz für die Kita: Kita-Leiterin Angela Angenendt-Asdonck und Kita Initiator Klemens Bause zeigen das Plakat zum Jubiläumsfest. Mit einem persönlichen Aufruf von Appelhülsenerin wurde vor 50 Jahren die erste Kita des Ortes auf den Weg gebracht, die dann Pfarrer Alfred Habermeyer einweihte.
Stets mit großem Herz für die Kita: Leiterin Angela Angenendt-Asdonck und Kita-Initiator Klemens Bause zeigen das Plakat zum Jubiläumsfest. Mit großem Engagement Appelhülsener Eltern wurde vor 50 Jahren die erste Kita des Ortes auf den Weg gebracht, die dann Pfarrer Alfred Habermeyer einweihte. Foto: Peter Sauer

Bürgerschaftliches Engagement sorgte 1969 für die Eröffnung des St. Marien-Kindergartens am Prozessionsweg – dem ersten Kindergarten von Appelhülsen. Am 8. September (Sonntag) wird das 50-jährige Bestehen mit einem Gottesdienst (10 Uhr) in der St. Mariä-Himmelfahrt-Kirche und einem Tag der offenen Tür in der Kita gefeiert. Zeit für einen Rückblick.

Schon seit Mitte der 1950er-Jahre mehrten sich die Stimmen, für einen Kindergartenplatz nicht extra nach Nottuln fahren zu müssen. Erich Achterkamp stellte im Namen aller interessierten Eltern einen Antrag an die damals noch selbstständige Gemeinde Appelhülsen. Der Gemeinderat beschloss den Bau am 25. Juli, Architekt Feldmann aus Roxel sollte planen, doch erst am 14. August 1964 kam der notwendige Ratsbeschluss. Im Sommer 1966 überließ der Gemeinderat die Baupläne und das Grundstück der katholischen Kirchengemeinde.

„Junge Väter des Familienkreises engagierten sich“, berichtet die langjährige Kita-Leiterin Angela Angenendt-Asdonck . „Durch eifriges Klinkeputzen sammelten sie in Umschlägen von Haustür zur Haustür Geld ein, um den notwendigen Eigenateil der Kirchengemeinde zusammen zu bekommen: Sie sammelten 21 000 DM ein, ein Einzelspender legte die fehlenden 10 000 DM noch obendrauf.

Der Kindergarten wird im Oktober 1969 eröffnet. „Schon früh stellte sich heraus, dass er viel zu klein war“, sagt Angenendt-Asdonck. Der vierte Gruppenraum verzögerte sich, die Kinder wurden bis zur Fertigstellung sechs Monate in der Grundschule untergebracht.

Einweihung 1969.

Einweihung 1969.

Geburtenknick 1974: Für die 4. Gruppe wurden nicht mehr genügend Kinder angemeldet. „In späteren Jahren war es schwierig, überhaupt ausreichend Kinder für drei Gruppen zu bekommen“, blickt Angela Angenendt-Asdonck zurück. „Der Raum der 4. Gruppe wurde einige Zeit als Turnhalle genutzt.“ 1986 stieg die Kinderzahl wieder an, die 4. Gruppe wurde wieder eröffnet – aber auch nur, weil die politische Gemeinde den Trägeranteil übernahm. „Damals aßen die ersten Kinder mittags in der Kita“, sagt Angenendt-Asdonck.

Bereits 1990 stellt die Kita beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe den ersten Antrag um ein behindertes Kind aufzunehmen. „Inklusion ist seitdem bei uns ein feste Bestandteil unseres Alltags.“

1992 bekam St. Marien einen „Bruder“, den St. Josef-Kindergarten am Veilchenweg. „Die Zusammenarbeit verläuft sehr gut“, sagt Angela Angenendt-Asdonck.

Ebenfalls eine Erfolgsgeschichte ist seit 1999 der Waldkindergarten. Seit August 2008 besuchen Kinder unter drei Jahren die Kita.

Und wieder prägt bürgerschaftliches Engagement die Einrichtung: im März 2008 gründen Eltern den Förderverein „Sterntaler e.V.“: „Sie sieht einfach immer für uns da“, freut sich Angela Angenendt-Asdonck. 2013 bekommt der U3-Bereich einen Erweiterungsbereich, 2016 folgt der neue Spielplatz.

Was ist nun die schönste Erinnerung der Kita-Leiterin: „Der Kindergarten ist ein echter Beziehungsraum. Eltern bringen ihre Kinder hierhin, die früher als Kind auch hier waren. Das ist wunderbar. Eine Mitarbeiterin war sogar bei uns als Kind im Waldkindergarten. Der Familienkreis hat einen Begegnungsort vor der Haustür geschaffen.“

Und der Blick in die Zukunft? „Wir sind in den Planungen für eine neue Turnhalle“, verrät Angenendt-Asdonck, „derzeit überlässt uns der Sportverein Arminia seine Gymnastikhalle einmal die Woche, wie die Grundschule ihre große Turnhalle. Aber der Bedarf wird immer größer.“

Zu den engagierten Familienkreis-Vätern der Kita gehört auch der heute 80-jährige Klemens Bause. Er gehört zu den Ehrengästen, die am 8. September mit allen Gästen „Schätze der Erinnerung“ teilen werden.

Wie engagierte Eltern 1969 für den Kindergarten sammelten ...

Wie engagierte Eltern 1969 für den Kindergarten sammelten ...

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