Kirchengemeinde St. Martin
„Das muss gut gemacht werden“

Nottuln -

Der Respekt vor der neuen Aufgabe ist groß. Elisabeth König und Heinz Hoffschröer fühlen sich aber auf die neue Aufgabe gut vorbereitet: Beide werden im Trauer- und Begräbnisdienst eingesetzt.

Mittwoch, 04.09.2019, 20:04 Uhr
Elisabeth König und Heinz Hoffschröer aus der Kirchengemeinde St. Martin Nottuln haben sich für den Trauer- und Begräbnisdienst weitergebildet.
Elisabeth König und Heinz Hoffschröer aus der Kirchengemeinde St. Martin Nottuln haben sich für den Trauer- und Begräbnisdienst weitergebildet. Foto: Michaela Kiepe

Elisabeth König und Heinz Hoffschröer sind sich einig: Sie fühlen sich für ihre neue Aufgabe gut vorbereitet. Gemeinsam haben die Mitarbeiterin im Sozialen Dienst des St.-Elisabeth-Stifts und der pensionierte Lehrer eine umfassende Ausbildung des Bistums Münster für den Trauer- und Begräbnisdienst absolviert.

Pfarrdechant Norbert Caßens hatte die Beiden angesprochen und gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, Trauernde zu begleiten und Beisetzungen zu gestalten. „Für mich ist es eine wunderbare Ergänzung meiner Aufgaben im St.-Elisabeth-Stift“, berichtet König. Denn die 59-Jährige ist in dem Altenheim nicht nur als Musiktherapeutin, sondern gemeinsam mit Anke Büchler auch als seelsorgliche Begleiterin tätig. „Ich darf die Menschen, die ich oft lange kenne, somit nicht nur im Leben und bis zu ihrem Tod, sondern auch darüber hinaus begleiten“, konkretisiert sie.

Eine Beerdigung sei für sie ein letzter wichtiger Dienst an den Bewohnern und ihren Angehörigen. „Ein würdiger Abschluss und ein Ausdruck von Beziehung und Nähe“, sagt König.

Als Heinz Hoffschröer, der sich in der Pfarrei St. Martin schon viele Jahre als Lektor, Kommunionhelfer und Erwachsenenmessdiener engagiert, von Caßens gefragt wurde, musste er zunächst überlegen. „Meine Frau ist als Trauerbegleiterin in der Hospizarbeit engagiert, und damit ist das Thema Sterben für uns nicht neu. Aber ich hatte großen Respekt vor der Aufgabe“, formuliert der 71-Jährige seine anfänglichen Bedenken. Viele Beerdigungen habe er als Erwachsenenmessdiener begleitet. „Allein dass Messdiener dabei sind, gibt der Bestattung einen Ausdruck von Würde“, ist es ihm ein Anliegen und er fügt hinzu: „Mein neuer Dienst geht aber noch darüber hinaus: Ich bin der Letzte, der über den Toten spricht. Es ist eine Herausforderung, die passenden Texte herauszusuchen und die richtigen Worte zu finden. Das muss gut gemacht werden.“

Der Trauer- und Begräbnisdienst sei ein wichtiger Dienst der Kirchengemeinde. Unterstützung erhalten sowohl König als auch Hoffschröer vom Seelsorgeteam der Pfarrei St. Martin. Als Mentor bietet Dechant Caßens regelmäßig Orientierungsgespräche an. „Andere Mitarbeiter wie zum Beispiel Pastoralreferentin Michaela Bans und Pastoralreferent Philipp Lammering begegnen uns auf Augenhöhe. Sie helfen und stützen uns“, sind König und Hoffschröer dankbar.

Seit ihrer Beauftragung haben die Beiden ihre erste Beisetzung gestaltet. Viele kleine Dinge habe es gegeben, an die sie hätten denken müssen, „aber jetzt sind wir auf einem Weg, uns zu stabilisieren“, erzählt Hoffschröer. Eine Beerdigung brauche viel Vorbereitungszeit. Und mit der Bestattung sei es nicht getan. Doch weil das Team nun größer sei, bestehe die Möglichkeit, den Angehörigen das Angebot zu machen, sich später noch einmal mit ihnen zu treffen und sie in ihrer Trauer zu begleiten. Respekt vor ihren Aufgaben haben die beiden für den Beerdigungsdienst Beauftragten immer noch. „Aber die Fortbildung hat uns gestärkt“, betonen sie.  

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