Tag des offenen Denkmals
„Für uns ist dieses Gebäude ideal“

Nottuln -

Ds Interesse an der neuen Steverschule in Nottuln ist groß. Rund 800 Bürger kamen, um das Denkmal nach der Kernsanierung zu besichtigen. Schulleiterin Brigitte Siehoff ist von den neuen Möglichkeiten begeistert.

Montag, 09.09.2019, 20:10 Uhr
Am Nachmittag führte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die vielen Bürger persönlich durch das sanierte Schulgebäude. Am Dienstag (10. September) startet der reguläre Schulbetrieb.
Am Nachmittag führte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die vielen Bürger persönlich durch das sanierte Schulgebäude. Am Dienstag (10. September) startet der reguläre Schulbetrieb. Foto: Helmut Brandes

Brigitte Siehoff , Leiterin der neuen Steverschule in Nottuln, ist ein richtiger Fan des Schulgebäudes am Niederstockumer Weg geworden, in dem früher die Geschwister-Scholl-Hauptschule beheimatet war. „Ich finde die Schule sehr schön und freue mich auf den Start ins neue Schuljahr“, sagte sie am Sonntag den vielen Gästen, die das denkmalgeschützte Gebäude nach der Kernsanierung besichtigen wollten. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „ Tag des offenen Denkmals “ hatte der Kreis Coesfeld auch die Steverschule geöffnet und die Bevölkerung zum Besuch eingeladen. Das Interesse war riesig: Rund 800 Gäste kamen den Tag über in die Schule, in der ab Dienstag (10. September) auch der reguläre Schulbetrieb laufen wird.

Das Motto für den Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr lautete: „Modern(e) Umbrüche in Kunst und Architektur.“ In Nottuln konnte dazu passend die Steverschule als Förderschule des Kreises Coesfeld besichtigt werden. Schulleiterin Brigitte Siehoff führte die Besucher durch das Gebäude und stand für alle Fragen zur Verfügung. Zuvor stellte sie das Konzept der Förderschule vor. „Für uns ist dieses Gebäude ideal“, stellte sie fest, „es stehen genügend Räume zur Verfügung. Auch das Ambiente stimmt.“ Auch ein Vertreter des Jugendamtes habe ein Büro in der Schule. Ein direkter Kontakt zwischen Förderschule und zuständiger Behörde sei also gegeben.

Die ehemalige Geschwister-Scholl-Schule wurde von den Architekten Wolfgang Pantenius und Ruth Pantenius-Lohmann geplant. Seit 2003 steht sie unter Denkmalschutz als „ein bedeutendes Zeugnis für die Neuordnung des Schulsystems und damit für die Geschichte der Schule in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. 2018 wurde sie vom Kreis Coesfeld erworben und kernsaniert.

Am Sonntagnachmittag kam auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr in die Schule und führte die Besucher persönlich durch das Gebäude. Er informierte über die Geschichte des Gebäudes. Nach Schließung der Hauptschule sei angedacht gewesen, Teile des Rathauses Nottuln dorthin zu verlegen. Das habe sich als nicht praktikabel erwiesen. 2015/16 waren dort zeitweise bis zu 160 Flüchtlinge untergebracht. Mit dem Kauf durch den Kreis Coesfeld wird das Gebäude nun wieder seinem ursprünglichen Zweck zugeführt. Ein solches Gebäude müsse als Schule genutzt werden. Die vielen Besucher waren sichtlich angetan und positiv überrascht. „Eine sehr schöne Schule“, war eine oft gehörte Aussage.

Vor Ort waren am Sonntag auch Gregor Twilling, Abteilungsleiter Schule/Bildung und Kultur beim Kreis Coesfeld, und Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, die für Auskünfte zum Sanierungsumfang zur Verfügung standen. Sie wiesen darauf hin, dass das Archiv im Keller weiterhin genutzt werde, aber auch komplett saniert werden müsse. Eine Leitstelle des Kreises für Feuerwehr und Rettungsdienst werde noch eingerichtet.

„Das Gesamtkonzept ist das Ergebnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Schule und Verwaltung. So konnte dieses Projekt auch kostengünstig umgesetzt werden“, betonte Kreisdirektor Gilbeau. Ein Schulneubau wäre um ein vielfaches teurer gewesen. Man habe immerhin sechs Jahre nach einer optimalen Lösung gesucht. Finanziert wurde die Maßnahme mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW.

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