Kunstrasenplatz Nottuln
587 000 Euro für Platzsanierung

Nottuln -

Der Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln soll einen Zuschuss in Höhe von 587 000 Euro für die Sanierung des Kunstrasenplatzes/der Kunstrasenplätze bekommen. In welchem Umfang mit dieser Summe und mit Eigenmitteln Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden (können), soll der Verein selbst entscheiden.

Mittwoch, 11.09.2019, 21:06 Uhr
Eine Szene aus dem Kreisliga-A-Spiel GW Nottuln II gegen SG Coesfeld 06 auf dem alten Kunstrasenplatz. Gegnerische Mannschaften murren, wenn sie hier spielen müssen. Der Platz ist aufgebraucht, unwahrscheinlich hart geworden, die Gelenke der Sportler werden arg strapaziert. Eine Sanierung, das hat die DJK immer wieder deutlich gemacht, ist dringend erforderlich.
Eine Szene aus dem Kreisliga-A-Spiel GW Nottuln II gegen SG Coesfeld 06 auf dem alten Kunstrasenplatz. Gegnerische Mannschaften murren, wenn sie hier spielen müssen. Der Platz ist aufgebraucht, unwahrscheinlich hart geworden, die Gelenke der Sportler werden arg strapaziert. Eine Sanierung, das hat die DJK immer wieder deutlich gemacht, ist dringend erforderlich. Foto: Johannes Oetz

Der Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln soll für die Sanierung des alten Kunstrasenplatzes (Nebenplatz) im Nottulner Sportzentrum einen Gemeindezuschuss in Höhe von 587 000 Euro bekommen. Das beschloss am Dienstagabend der Ausschuss für Gemeindeentwicklung mit 11:7 Stimmen bei einer Enthaltung. Die Entscheidung muss noch vom Gemeinderat (1. Oktober) bestätigt werden.

Das Geld ist der noch zur Verfügung stehende Rest aus dem Sportstättenkredit von 1,2 Millionen Euro, aus dem schon die Maßnahmen „Kunstrasen Appelhülsen“ und „Bogensport Schapdetten“ bezuschusst wurden. „Das Geld steht zur Verfügung. Der Sportverein muss nun sehen, was er damit umsetzen kann“, betonte Hartmut Rulle für die CDU .

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hatte zu Anfang der Sitzung eine Vertagung des Themas ins Spiel gebracht, um zunächst die Prioritätendiskussion im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend zu führen. Da es sich um ein einzelnes, seit langem diskutiertes Projekt handelt, sah eine Mehrheit im Ausschuss keinen Grund für eine Vertagung.

In der von vielen Aspekten geprägten Debatte verwies die UBG auf die Klimaschutzthematik und die negativen Auswirkungen von Kunstrasenplätzen auf die Umwelt. In dieser Betrachtungsweise wurde sie von Ökologischer Liste Nottuln und einzelnen SPD-Mitgliedern unterstützt. Der UBG-Antrag, die Entscheidung zu vertagen, um die Option eines Naturrasenplatzes mit Heizung zu prüfen, wurde mit 11:8 Stimmen abgelehnt. CDU, Grüne, FDP und Teile der SPD sprachen sich dafür aus, das Projekt nicht länger hinauszuzögern und den Zuschuss nun zu gewähren unter der Voraussetzung, dass wie in Appelhülsen der Sportverein als Bauherr die Sanierung managt.

Diskussionen gab es auch über den Umfang der Sanierungsmaßnahme, also inwieweit auch der Kunstrasenplatz (Hauptplatz) im Stadion sowie Nebenanlagen wie Tartanbahn und Kleinspielfeld am Nebenplatz saniert werden können beziehungsweise müssen.

DJK-Vorsitzender Josef Dirks erläuterte, dass der Sportverein seinerzeit eine Sanierung beider Kunstrasenplätze (Haupt- und Nebenplatz) für finanzierbar hielt unter der Annahme, dass im Gemeindehaushalt bereitgestellte 181 000 Euro für die Entsorgung der alten Kunstrasenbeläge wie geplant Verwendung finden. Diese Gelder für die Entsorgung seien nun aber nicht mehr im Haushalt enthalten.

Dies ist in der Tat so, wie die Beigeordnete Doris Block auf WN-Nachfrage erläuterte. Die 181 000 Euro seien als Aufwand im Haushaltsplan eingestellt worden, weil man davon ausging, dass die Gemeinde Bauherr sei. Da dies nun nicht mehr der Fall sei, sei diese Position im Haushalt nicht mehr gerechtfertigt und entfallen. Das sei möglicherweise nicht allen bewusst gewesen.

In der Diskussion ging es auch darum, inwieweit das Kleinspielfeld am alten Kunstrasenplatz Bestandteil einer Sanierung ist und was mit der Zaunanlage am alten Kunstrasenplatz geschieht, die kurz- bis mittelfristig ebenfalls saniert werden muss. Dabei machte Helmut Walter (FDP) deutlich, dass man die Kosten für die Zaunanlage nicht dem Sportverein aufbürden dürfe.

Die anwesenden Vertreter der DJK Nottuln hörten der Diskussion mit gemischten Gefühlen zu und brachen keineswegs in Jubel aus, als der Beschluss gefasst war. Die langwierigen Diskussionen haben an den Nerven gezehrt. DJK-Vorsitzender Josef Dirks erklärte auf WN-Nachfrage im Nachgang zur Sitzung, man müsse jetzt abwarten, ob der Rat genauso entscheide und der Zuschuss wirklich gewährt werde. Josef Dirks: „Der Sportverein wird mit dem Gemeindezuschuss und Eigenmitteln das tun, was erforderlich ist, um den Spielbetrieb sicherzustellen. Im Moment ist der Spielbetrieb nämlich nicht gesichert.“

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