Ausprobiert
Herrliches Gemeinschaftserlebnis

Nottuln -

Mit ihren Wanderangeboten gegeistern die Baumberger Wanderfreunde viele Bürger. Autorin Ulla Wolanewitz hat es ausprobiert und ist für die Redaktion einmal mitgewandert.

Freitag, 13.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 20:14 Uhr
Die Baumberger Wanderfreunde – hier bei der Wanderung entlang der Wupper – stoßen mit ihren Wanderangeboten auf große Resonanz. Die Teilnehmer genießen die schöne Landschaft und das Gemeinschaftserlebnis.
Die Baumberger Wanderfreunde – hier bei der Wanderung entlang der Wupper – stoßen mit ihren Wanderangeboten auf große Resonanz. Die Teilnehmer genießen die schöne Landschaft und das Gemeinschaftserlebnis. Foto: Ulla Wolanewitz

Wandern ist nicht nur gesund, es macht auch glücklich. Und wenn nicht das, dann entwickelt sich dabei in jedem Fall Schritt für Schritt eine hohe Dosis an Zufriedenheit. So sagt man jedenfalls. Und das muss wohl stimmen, denn wenn die Baumberger Wanderfreunde zur Wanderung einladen, ist die Resonanz und auch Zufriedenheit der Teilnehmer groß. Für die Lokalredaktion hat Autorin Ulla Wolanewitz einmal eine Wanderung der Baumberger Wanderfreunde begleitet.

Es ist die nunmehr vierte Wanderung im Bergischen Land. Und wieder haben Hilla und Rudi Neveling die Route ausgewählt. „Es gibt jedes Mal eine neue, eine andere Strecke“, versichert Hilla Hanning. Das wissen auch die 46 Männer und Frauen, die bestens ausgerüstet und gut gelaunt an diesem Morgen auf den Bus warten, der sie nach Dahlhausen (Radevormwald) an der Wupper bringt. Hier startet die 16 Kilometer lange Tour.

Das Wetter hätte wahrhaftig nicht besser sein können, da es die Naturfreunde mit einer angenehmen Temperatur auf ihrer Wanderung entlang der Wupper und ihrer Talsperre begleitet. Auch führt der Weg vorbei an Industrieruinen und -brachen, denn bis in die 1970er-Jahre lebte die Region mit ihren zahlreichen Spinnereien, Webereien, Färbereien und Tuchmachern von der Textilindustrie.

Gelegenheit zur ersten kleinen und dazu noch informativen Rast liefert nach knapp einer Stunde die kleine Waldkirche in Remscheid-Lennep. In den 50er-Jahren für die evangelische Kirchengemeinde gebaut, drohte ihr in den 1990ern der Abriss. Beherzte und engagierte Mitglieder der Kirchengemeinde machten sich aber stark für sie und retteten ihre Existenz durch die Gründung eines Fördervereins. Heute finden dort nach wie vor Gottesdienste und Trauungen statt. „Brautpaare, die sich hier trauen lassen wollen, setze ich immer in Kenntnis mit dem damit verbundenen Risiko“, flachst der 83-Jährige Ehrenamtliche, der die Nottulner empfängt. „Das Risiko liegt darin, dass die hier geschlossenen Ehen halten.“ Er selbst möchte im nächsten Jahr seine Diamantene Hochzeit in der kleinen Waldkirche feiern.

Nach weiteren 90 Minuten stärken sich die Wanderer mit einem Picknick unter freiem Himmel. Nach der Pause sind ein paar Höhenmeter mehr als am Vormittag zu bewältigen. Die sind aber gut zu schaffen. Die Gruppe ist rüstig unterwegs. Die beiden Wanderführer erhalten eine Menge Lob und Applaus für die 16 Kilometer lange Strecke, die zu 80 Prozent über traumhafte Wald- und Wanderwege führt.

Das Schöne beim Wandern ist ja auch das kleine Pläuschchen zwischendurch. Ebenso wie die Möglichkeit, schweigsam des Weges zu gehen und einfach den Wanderführern zu folgen.

Stetig nimmt die Wandergruppe die verschiedenen Etappen des „Tuchmacherwegs“, des „Wasserquintett“-Weges, der „Straße der Arbeit“ und des „Bergischen Panoramasteigs“ unter Schusters Rappen und genießt dabei die schönsten Ausblicke, um am Ende in der Schlossstadt Hückeswagen anzukommen. Ein schönes Gefühl.

Der Busfahrer, der die Gruppe nach einem Abendessen aufnimmt, hat mit der Rückfahrt keine Probleme. Er hat 46 hoch zufriedene Wanderinnen und Wanderer im Bus sitzen, die von dem schönen Tag noch lange zehren können.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6925498?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Großbrand am FMO: Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Nachrichten-Ticker