Alexianer Martinistift
Ganz viel Platz für besondere Kinder

Appelhülsen/Darup -

In Darup hat das Martinistift eine neuen Außenwohngruppe eingerichtet. Die Gruppe 9 bietet derzeit Jungen im Alter von bis zu zwölf Jahren ein Zuhause, wenn die familiären Umstände kritisch sind.

Dienstag, 17.09.2019, 20:00 Uhr
Lara Behler (links), Marion Bartels und der fünfjährige Marco gehören zur Gruppe 9 des Alexianer Martinistifts und sind jetzt von Hiltrup nach Darup gezogen.
Lara Behler (links), Marion Bartels und der fünfjährige Marco gehören zur Gruppe 9 des Alexianer Martinistifts und sind jetzt von Hiltrup nach Darup gezogen. Foto: Carmen Echelmeyer

Schnell schnappt sich Marco (Name geändert) einen Karton und flitzt für das Foto zur Treppe. Der Fünfjährige ist der jüngste Bewohner in der Gruppe 9 des Martinistifts in Darup. Seit Ende August bewohnen fünf Kinder gemeinsam mit ihren Betreuern ein großes Haus. Bisher wohnten sie in Hiltrup an der alten Kirche, doch der Raum dort wurde zu klein für die intensive Betreuung. Daher hieß es Koffer packen für die lebhafte Truppe, berichtet das Alexianer Martinistift.

„Wir haben uns in Hiltrup sehr wohl gefühlt und möchten uns für die viele Unterstützung bedanken“, sagt Marion Bartels , Leiterin der Wohngruppe. „Nun schlagen wir in Darup ein neues Kapitel auf“. Die Gruppe 9 des Martinistifts, das seit 2014 zu den Alexianern in Münster gehört, bietet derzeit Jungen im Alter von bis zu zwölf Jahren ein Zuhause, wenn die familiären Umstände kritisch sind. Oft sind die Kinder traumatisiert und verhaltensauffällig, weswegen in dieser Gruppe besonders intensive Betreuung angesagt ist.

Maximal sieben Plätze bietet das neue Haus in Darup, das vor allem durch seine großzügigen Räume und den einladenden, großen Garten besticht. Rennen, toben, Fußball spielen und auch gemeinsame Veranstaltungen sind hier nun ausreichend möglich. Durch die ländlich geprägte Umgebung gebe es weniger Reize für die Jungen als im stadtnahen Hiltrup.

„Wir haben die Nachbarn schon bei einem Grillabend kennengelernt“, erzählt Marion Bartels, die sich sehr über den Umzug und den vielen Platz freut und an diesem Tag in der neuen Küche Lasagne zubereitet. Denn gleich ist es Mittag und ihre Schützlinge kommen aus der Schule wieder. Gute Strukturen wie gemeinsame Mahlzeiten, feste Regeln und familiäres Zusammenleben – auch mit allen Reibungspunkten – geben den Kindern Sicherheit, die sie bisher oft nicht kannten. Auch Marco profitiert davon. Er ist erst vor ein paar Tagen zu der Gruppe gestoßen und eigentlich etwas zu jung für die Wohngemeinschaft. Für den niedlichen kleinen Kerl sucht das Martinistift nun eine Pflegefamilie.

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