Ein Lächeln für Togo e.V.
Hilfsgüter haben Yovokope erreicht

Nottuln -

Erleichterung in Nottuln, eine Riesenfreude in Yovokope in Togo. Der Hilfsgütertransport des Vereins „Ein Lächeln für Togo“ hat sein Ziel erreicht.

Donnerstag, 19.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 18:54 Uhr
Die Freude in Yovokope war riesengroß. Mit Jubel wurden die beiden Container empfangen, die der Verein „Ein Lächeln für Togo“ auf die lange Reise geschickt hat. Direkt nach der Ankunft wurden die Container entladen (kl. Foto) und die Hilfsgüter sortiert.
Die Freude in Yovokope war riesengroß. Mit Jubel wurden die beiden Container empfangen, die der Verein „Ein Lächeln für Togo“ auf die lange Reise geschickt hat. Direkt nach der Ankunft wurden die Container entladen (kl. Foto) und die Hilfsgüter sortiert. Foto: Ein Lächeln für Togo

Die lange Reise ist geschafft! Zwei Containerladungen mit Hilfsgütern, die der in Nottuln ansässige Verein „Ein Lächeln für Togo“ im Juli auf die Reise in das westafrikanische Land geschickt hat (wir berichteten), sind nun an ihrem Ziel angekommen.

Die beiden Container waren per Schiff zuerst von Hamburg nach Lomé, der Hauptstadt von Togo, transportiert worden. Von dort ging es weiter in das Waisenkinderdorf Yovokope in der Region Badja. Als die Überseecontainer im Dorf angekommen waren, wurden sie mit tatkräftiger Unterstützung vieler Dorfbewohner sofort entladen und die gesammelten Hilfsgüter wurden sortiert, berichtet der 2016 gegründete Verein „Ein Lächeln für Togo“.

Die über Kleiderboxen gesammelten Kleidungssäcke gehen in die Schneiderei (auf dem Bild rechts sind das die vielen weißen Säcke). Dort wird die noch verwendbare Kleidung aussortiert und aus dem Stoff der restlichen Kleidung werden neue Kleidungsstücke gefertigt. Dafür sind im Dorf Näherinnen beschäftigt. Mit dem Erlös des Verkaufs der selbst hergestellten Kleidung finanziert sich das Dorf ein Stück selbst.

Die mitgelieferten Mülltonnen und das Müllfahrzeug bilden die Grundlage für das Pilotprojekt einer funktionierenden Abfallwirtschaft. Der damit eingesammelte Müll wird auf einer Deponie entsorgt und mit der dafür erhaltenen Entsorgungs-Vergütung finanziert sich das Dorf in Zukunft ebenfalls ein Stück selbst. „Die Selbstfinanzierung ist notwendig, denn ein Waisenkind benötigt etwa 20 Euro im Monat für den Lebensunterhalt. Bei 500 Kindern sind das circa 1000 Euro im Monat, die aktuell noch nicht ausschließlich durch Patenschaften oder Geldspenden gedeckt werden, weil nebenher auch noch viele Projekte wie In­frastruktur, Agrikultur, Energieversorgung und medizinische Versorgung unterstützt werden“, erläutert der Nottulner Verein.

Die Schul- und die Krankenhausmöbel werden im Dorf direkt für die Schule und das Krankenhaus verwendet. In dem Krankenhaus werden mittlerweile nicht nur die vielen Waisenkinder behandelt, sondern auch viele tausend Menschen aus den benachbarten Dörfern. Deshalb hat der Verein mit dieser aktuellen Hilfslieferung auch circa 30 – hier in Deutschland ausgediente – Krankenbetten nach Togo versendet.

Die ebenfalls zur Hilfslieferung gehörende Egge wird nun bei der Bewirtschaftung der 60 Hektar Ackerland eingesetzt. „Fahrräder, Kinderspielzeug, französische Bücher und alles andere wird entsprechend auf die weiteren Stationen im Dorf verteilt und für die Zwecke der Bildung und Erziehung verwendet“, erläutert der Verein.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6942183?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker