100 Jahre SV Arminia Appelhülsen
Preußen-Spiel wird nachgeholt

Appelhülsen -

In der Halbzeitpause der Partie zwischen den gastgebenden Alten Herren und der Traditionsmannschaft von Preußen Münster kam es zu einem medizinischen Notfall. „Als wir hörten, dass der Gesundheitszustand des Spielers stabil sei, haben wir uns dazu entschlossen, die Veranstaltung fortzusetzen“, erläuterte Arminen-Schatzmeister Arnd Rutenbeck.

Sonntag, 22.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 18:26 Uhr
Gruppenbild mit Seltenheitswert: Die Traditionsmannschaft des SC Preußen Münster mit den Altherrenfußballern des SV Arminia Appelhülsen.
Gruppenbild mit Seltenheitswert: Die Traditionsmannschaft des SC Preußen Münster mit den Altherrenfußballern des SV Arminia Appelhülsen. Foto: Marco Steinbrenner

Für viele Sportbegeisterte ist Fußball die schönste Nebensache der Welt. Doch es gibt Tage, da rückt ein Spiel plötzlich von jetzt auf gleich in den Hintergrund. So geschehen am Samstag im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehen von Arminia Appelhülsen.

In der Halbzeitpause der Partie zwischen den gastgebenden Alten Herren und der Traditionsmannschaft von Preußen Münster erlitt ein Akteur der Platzherren einen Herzinfarkt. Aufgrund einer sehr schnellen und hervorragenden Erstversorgung unter der Leitung von zwei Ärzten konnte der Hobby-Kicker nach gut einer Stunde per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der zwischenzeitlich gelandete ADAC-Hubschrauber „Christoph 8“ kam nicht zum Einsatz.

„Als wir hörten, dass der Gesundheitszustand des Spielers stabil sei, haben wir uns dazu entschlossen, die Veranstaltung fortzusetzen“, erläuterte Schatzmeister Arnd Rutenbeck und verriet, „dass wir zwischenzeitlich über eine komplette Absage nachgedacht hatten“.

Der Schock stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Preußen-Trainer Rainer Leifken, lange Zeit auch bei GW Nottuln als Coach aktiv, berichte, „dass ich so etwas in meinen vielen Jahren im Fußball auch noch nicht erlebt habe“. Die Adler-Träger erklärten sich spontan bereit, kostenfrei noch einmal nach Appelhülsen zu kommen und den freundschaftlichen Vergleich über die kompletten 70 Minuten zu wiederholen. Ein genauer Termin soll in Kürze festgelegt werden.

Was passierte knapp zwei Stunden vorher? Nach einer Bauzeit von viereinhalb Monaten wurde der neue Kunstrasenplatz, der gut eine halbe Million Euro kostete, feierlich eingeweiht. Symbolisch schnitten Bürgermeisterin Manuela Mahnke, die Beigeordnete Doris Block, Architekt Rudolf Brinkmann und Arminen-Vorsitzender Andreas Hüls ein rotes Band durch. Die Tanzgruppen Sunshines und Sternschnuppen demons­trierten ihr Können.

Anschließend zeigten die Preußen-Kicker vor über 600 Zuschauern, dass sie in all den Jahren nichts verlernt haben. Mit Uli Gäher und Andre Bertelsbeck standen auch zwei ehemalige Zweitligaspieler auf dem Terrain. 35 Minuten lieferten sich die 22 Protagonisten einen kurzweiligen Schlagabtausch. Guido Albers traf für die Münsteraner gleich doppelt. Uli Gäher verwandelte einen Strafstoß gegen Arminen-Schlussmann Julian Große Hagenbrock sicher. Für den Appelhülsener Ehrentreffer sorgte Ulli Klein.

Beim Halbzeitstand von 3:1 für die Gäste wurde die Partie dann abgebrochen.

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