Fairtrade-Town: Rezertifizierung
Lohn für vielfältiges Engagement

Nottuln -

Im Jahr 2015 hat Nottuln zum ersten Mal die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ bekommen. In diesem Jahr ist die Gemeinde zum zweiten Mal rezertifiziert worden.

Dienstag, 24.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 16:44 Uhr
Die Gemeinde Nottuln ist zum dritten Mal als Fairtrade-Town ausgezeichnet worden. Darüber freuen sich vom Arbeitskreis Joao Pesoa Renate Prass (l.) und Hugo Hattrup und von der Gemeinde Nottuln Bürgermeisterin Manuela Mahnke (2.v.r.) und Agendabeauftragte Carola König.
Die Gemeinde Nottuln ist zum dritten Mal als Fairtrade-Town ausgezeichnet worden. Darüber freuen sich vom Arbeitskreis Joao Pesoa Renate Prass (l.) und Hugo Hattrup und von der Gemeinde Nottuln Bürgermeisterin Manuela Mahnke (2.v.r.) und Agendabeauftragte Carola König. Foto: Gemeinde Nottuln

Die Gemeinde Nottuln erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt seit dem 15. September ganz offiziell für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Gemeinde“. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2015 durch TransFair e.V. verliehen, und seitdem baut das Stiftsdorf sein Engagement im Bereich „Global denken, lokal handeln“ weiter aus.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke freut sich über die Erneuerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Nottuln. Ich bin stolz, dass Nottuln dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Und das machen Lokalpolitiker genauso wie Akteure aus der Wirtschaft sowie viele Nottulner – zum Beispiel der Aktionskreis João Pessoa: Sie alle arbeiten für das gemeinsame Ziel, den Fairtrade-Gedanken im Bewusstsein der Menschen zu verankern. „Wenn wir billig einkaufen, zahlt jemand anderes dafür drauf“, macht Renate Prass vom Aktionskreis João Pessoa deutlich, welche Auswirkungen unbedarftes Konsumverhalten haben kann, und wirbt dafür, sich mehr mit dem Fairtrade-Gedanken auseinanderzusetzen. Bedeutet fairer Handel doch auch, dass die Menschen für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden und dass sie unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können.

Vor vier Jahren erhielt die Gemeinde vom gemeinnützigen Verein TransFair (Köln) erstmals die Auszeichnung. Zwei Jahre später wurde der Titel erneut verliehen. Jetzt kann die Gemeinde und mit ihr die Akteure rund um den Arbeitskreis João Pessoa die zweite Rezertifizierung vermelden.

Für die Anerkennung als Fairtrade-Town erfüllt die Gemeinde alle fünf Kriterien: Im Rathaus ist fair gehandelter Kaffee und Tee im Angebot, und die Politik unterstützt das Engagement des fairen Handels mit einem Ratsbeschluss. Eine feste Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten. Nottulner Geschäfte und gastronomische Betriebe bieten Produkte aus fairem Handel an. Engagierte Nottulner leisten Bildungsarbeit in Form von Informationsveranstaltungen.

Das Engagement in der Fairtrade-Town Nottuln ist vielfältig – aber es könne noch etwas besser werden, meinen Renate Prass und Hugo Hattrup vom Aktionskreis João Pessoa: „Wir möchten künftig noch mehr die örtliche Gastronomie mit einbinden und sie dazu bringen, fair gehandelte Produkte zu verarbeiten und anzubieten.“ Diesen Plan möchte auch die Gemeinde Nottuln gerne unterstützen, sagte Manuela Mahnke den Akteuren Hilfe zu. Geplant sind zudem Projekte zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung.

Die neuerliche Auszeichnung in Form einer Urkunde verstehen die Akteure als Motivation für weiteres Engagement. Von Bürgermeisterin Manuela Mahnke und Carola König von der Lokalen Agenda gab es für die beiden Vertreter von João Pessoa ein Buchgeschenk als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz.

Vor 30 Jahren machte der Aktionskreis João Pessoa seine ersten Schritte in Richtung fair gehandelter Produkte und bot zum Beispiel Fairtrade-Kaffee und -Schokolade an. Dann kam ein eigenes Regal im EDEKA-Markt hinzu. Mittlerweile wird das an exponierter Stelle stehende Warenregal vom Supermarkt selbst bestückt, und unterdessen bieten auch die Discounter fair gehandelte Produkte an: „Es hat sich viel getan in den letzten drei Jahrzehnten“, sagt Renate Prass, „auch die Qualität der angebotenen Produkte hat sich deutlich verbessert. Wir sind definitiv auf dem richtigen Weg.“

„Fair Trade wird in der Bevölkerung wahrgenommen“, hat Hugo Hattrup festgestellt. „Der Umsatz an solchen Produkten ist beständig gestiegen.“ Dennoch lässt es sich João Pessoa nicht nehmen, immer, wenn es passt, Werbung in eigener Sache zu machen. In der aktuell laufenden Fairtrade-Woche ist der Aktionskreis am Donnerstag mit einem Cocktail-Stand auf dem Wochenmarkt vertreten. Angeboten werden Getränke, deren Zutaten aus dem fairen Handel stammen – inklusive anregender Gespräche.

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