Astrid-Lindgren-Grundschule
Wenn Kinder das Internet nutzen

Nottuln -

„Kindliche Mediennutzung“ – ein Thema, bei dem sich viele Eltern schwer tun. Was sollte erlaubt sein? Wann ist es sinnvoll, ein Stopp-Zeichen zu setzen? In der Astrid-Lindgren-Grundschule gab es nun Antworten.

Mittwoch, 02.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 21:20 Uhr
Medienpädagoge Wilhelm Rinschen hatte viele Tipps für die Eltern.
Medienpädagoge Wilhelm Rinschen hatte viele Tipps für die Eltern. Foto: Astrid-Lindgren-Schule

Welche digitalen Spuren hinterlassen wir alle im Internet? Was hat es mit bei Kindern angesagten Internetplattformen wie TikTok auf sich? Und wie können wir Handys oder Tablets kindersicher machen, indem zum Beispiel die Nutzungszeiten eingeschränkt werden? Um diese und andere Fragen ging es bei dem Elternabend „Kindliche Mediennutzung“, zu dem die Astrid-Lindgren-Grundschule am Montag eingeladen hatte.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Wilhelm Rinschen . Er ist Schulsozialarbeiter und unterrichtet an einer Gesamtschule das Fach „Medien“. Als Referent der Landesanstalt für Medien NRW führte er informativ und kompetent durch den Abend. Wilhelm Rinschen riet davon ab, Computerspiele oder bestimmte Internetplattformen zu verteufeln, zeigte aber – sehr anschaulich und beeindruckend durch zahlreiche kurze Filmbeispiele – Gefahren und mögliche Probleme auf.

„Die Idee für die Durchführung eines Elternabends mit diesem Thema kam von den Eltern des Fördervereins. Und die große Resonanz zeigt uns, wie wichtig digitale Medien im Grundschulalter geworden sind. Alle Kinder in diesem Alter wachsen mit Internet und Co. auf“, erläutert Schulleiterin Karin Greßkämper . Ungefähr 50 Väter und Mütter waren zu der Informationsveranstaltung auf Einladung des Fördervereins gekommen, und auch nach Ende des rund 90-minütigen Vortrags wurde unter den Eltern lebhaft weiter diskutiert.

Was sind bei Kindern und Jugendlichen angesagte „Influencer“? Wie kann ich bei meinem WhatsApp-Account die Einstellungen ändern? Welche Regeln zum Chatten (Chatiquette) können durch Elternhaus und Schule vermittelt werden? Ist Mobbing im Netz wirklich ein Problem?

Die vielen im Vortrag angesprochenen Themen zeigten, wie umfassend Kinder inzwischen die Möglichkeiten des Internets nutzen, aber auch mit welchen Stolpersteinen oder Fallen sie konfrontiert sind.

„Wichtig ist es, die Kinder nicht allein zu lassen. Gemeinsam PC-Spiele spielen, Familienregeln zur Handy-Nutzung aufstellen, Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen sein – all das ist eine wichtige familiäre Unterstützung, die Kinder und Jugendliche heute brauchen“, betonte Wilhelm Rinschen. Jedes Kind müsse – ähnlich wie das Verhalten im Straßenverkehr – auch ein sicheres Verhalten im world wide web erst lernen.

„Ein sehr informativer Abend, der die Bedeutung von Medienerziehung gemeinsam durch Elternhaus und Schule betont“, resümiert Karin Greßkämper.

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