Berufs-Informations-Börse
Vorteile statt Vorurteile

Nottuln -

Informationen in Hülle und Fülle gab es bei der 14. Nottulner Berufs-Informations-Börse. An fast 50 Ständen informierten Unternehmen aus Handwerk, Handel und Industrie sowie Behörden und Organisationen über Möglichkeiten der Berufsausbildung. Besonders witzig informierte das Finanzamt.

Freitag, 11.10.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 20:10 Uhr
Ob Polizei (Foto oben) oder Handwerksbetrieb (Foto links), bei der mittlerweile 14. Nottulner Berufs-Informations-Börse konnten die Jugendlichen sich an fast 50 Ständen von Unternehmen, Behörden und Organisatoren informieren.
Ob Polizei (Foto oben) oder Handwerksbetrieb (Foto links), bei der mittlerweile 14. Nottulner Berufs-Informations-Börse konnten die Jugendlichen sich an fast 50 Ständen von Unternehmen, Behörden und Organisatoren informieren. Foto: Ulla Wolanewitz

Ist ein Arbeitsplatz beim Finanzamt nur etwas für Transusen, Däumchendreher und Zahlenhengste? Da nimmt sich die Finanzverwaltung NRW gerne selbst auf die Schippe, um so locker-flockig für sich zu werben. Für die Institution gingen am Donnerstagnachmittag Jana Thieme und Wiebke Stegemann vom Finanzamt Coesfeld bei der 14. Nottulner Berufs-Informations-Börse in der Liebfrauenschule an den Start, um Vorurteile auszuräumen und stattdessen Vorteile aufzuzeigen. „In der Ausbildung gibt’s bereits ein Gehalt von 1250 Euro, im Studium sind es 1305 Euro. Zudem wird ein iPad für den Unterricht gestellt“, erklärte die Finanzwirtin Jana Thieme.

Fast hätten bei dieser Veranstaltung 50 Aussteller gezählt werden können, hätte es „nicht krankheitsbedingte Absagen gegeben. So sind es immerhin 48“, ließ Benedikt Gellenbeck von der Gemeinde Nottuln durchblicken. So wie der Pädagoge Ralf Wenking, Schulleiter Heinrich Willenborg und Jutta Glanemann, stellvertretende Schulleiterin des Rupert-Neudeck-Gymnasiums, gehörte er zum Orga-Team, das diese Börse auch eröffnete.

14. Nottulner Berufs-Informations-Börse

1/15
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz
  • Foto: Ulla Wolanewitz

Tatkräftiger Einsatz war gefragt bei der Firma Kleinwechter & Bröker. Bei der Aufgabe Brückenbau war hier Geschicklichkeit und Raffinesse angesagt. Die meisterten die Aspiranten allerdings mit Bravour. Anschließend durften sie sich über eine Musikbox als Gewinn freuen. „Es ist schwierig, Nachwuchs im Handwerk zu finden“, sagte Bastian Kleinwechter, Geschäftsführer des Dachdecker-Unternehmens. „Aber man sollte sich nicht beklagen, sondern initiativ werden. Deshalb sind wir ja hier.“

Vergleichbares gab es zu hören bei „Heimann-Fahrzeugbau“. Hier lautete die Empfehlung: „Karriere mit Lehre!“ „Wir könnten pro Jahr zwei Auszubildende zum Metallbauer einstellen, wenn wir geeignete Bewerber finden würden“, machte Eileen Gerdes deutlich.

Ein großes Interesse verzeichnete das Unternehmen „Mall Umweltsysteme“ an seinem Stand. „Unser Platz hier ist gut. Wir haben gut zu tun und sind auch mit klarem Ziel angesteuert worden“, erklärte Manuel Messing zufrieden.

Für die Schüler der achten bis zehnten Klasse war die Berufs-Informations-Börse Pflichtveranstaltung. Mindestens zwei Ausbildungsstätten galt es anzusteuern und die Besuche dokumentieren zu lassen. Für die älteren Jahrgänge war der Markt der Möglichkeiten ebenso zugänglich.

Von der Erfahrung, dass Jugendliche sich immer später bewerben, wusste Anna Klapdor von der L. Stroetmann-Unternehmensgruppe zu berichten: „Sie sind sich ganz sicher, dass sie etwas finden.“

2500 Studenten nimmt die Polizei in NRW jedes Jahr auf. Im Kreis Coesfeld sind es etwa 160 Bewerber, „von denen etwa 45 Prozent einen Studienplatz bekommen“, erklärte Thomas Meyer, Personalwerber für die NRW-Polizei. Er ist auch derjenige, der Interessenten anschließend im Bewerbungsverfahren begleiten wird.

19 spannende Ausbildungsberufe hat die Westfälische-Wilhelms-Universität (WWU) in Münster zu bieten. „Ich arbeite gerne handwerklich und praktisch orientiert“, schwärmte Anja Schneider, die sich dort als Feinmechanikerin ausbilden lässt. „Es ist einfach klasse, mit den eigenen Händen etwas herzustellen. Da hat man direkt Erfolgserlebnisse.“

Den Drucker alter Prägung gibt es im Medienhaus Aschendorff schon lange nicht mehr. Seine Nachfolger, die hier neben dem Industriekaufmann und dem Fachinformatiker auch ausgebildet werden, sind der „Medientechnologe Druck“ und der „Medientechnologe Druckverarbeitung“.

Wer am Ball bleiben möchte, kann es mit „Azubi-me.de“ versuchen. Das Start­Up-Unternehmen aus Münster bietet ein kostenloses Ausbildungsportal, das Unternehmen mit potenziellen Bewerbern zusammenbringt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6994771?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Amazon-Zusteller legt Paket in der blauen Tonne ab
Paketdienst: Amazon-Zusteller legt Paket in der blauen Tonne ab
Nachrichten-Ticker