Gastronom in Bayern
Heinz Gnärich: „Meine beste Entscheidung“

Nottuln/Schliersee -

Der Liebe wegen kam er einst nach Nottuln, ein guter Arbeitsplatz zog ihn dann nach Schliersee: Heinz Gnärich ist Gastronom mit Leib und Seele. Die Kontakte nach Nottuln sind nie abgebrochen.

Dienstag, 15.10.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 11:40 Uhr
Der frühere Nottulner Heinz Gnärich hat in Schliersee eine neue Heimat gefunden. Den Kontakt in die Baumberge pflegt er weiterhin.
Der frühere Nottulner Heinz Gnärich hat in Schliersee eine neue Heimat gefunden. Den Kontakt in die Baumberge pflegt er weiterhin. Foto: Sammlung Heinz Gnärich

Wenn Heinz Gnärich von seinem Arbeitsplatz auf der Schlierbergalm den Blick über das Bergpanorama schweifen lässt, ist er immer noch beeindruckt. Genießen kann der frühere Nottulner diesen Moment in der Regel erst nach Feierabend. Bei gutem Wetter kommen in der Sommersaison schon mal 1000 Gäste am Tag. Die wollen alle mit Speis und Trank versorgt werden. Und für Schulklassen ist diese Alm ein gern genutzter Ausgangspunkt für einen Tagesausflug. Es warten Spielmöglichkeiten und ein Schwimmbecken. Das Highlight aber ist: Für Mutige geht es per Sommerrodelbahn zurück ins Tal.

„Ich habe es noch keine Minute bereut, von Nottuln nach Schliersee gezogen zu sein“, erklärt ein sichtlich zufriedener Heinz Gnärich. Er arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. Den gebürtigen Oberfranken zog vor langer Zeit die Liebe ins Münsterland, genauer gesagt nach Nottuln in den Baumbergen. Hier führte er einige Jahre die Gastronomie in der Tennishalle. Zwangsläufig entstanden viele Bekanntschaften, die teilweise bis heute gepflegt werden.

Regelmäßige Urlaube am Schliersee

Weil ein guter Freund aus Nottuln in Schliersee ein Geschäft betrieb, verbrachte er dort regelmäßig seinen Urlaub. Land und Leute gefielen ihm. Er entschloss sich, seinen Lebensmittelpunkt dorthin zu verlagern. Erleichtert hat ihm diese Entscheidung ein attraktives Jobangebot. Er wurde Serviceleiter im renommierten Ratskeller in Schliersee und arbeitete dort insgesamt sieben Jahre.

Besuch aus Nottuln auf der Schlierbergalm (v.l.): Franz-Josef Hund, Heinz Everding-Austrup, Heinz Gnärich, Helmut Brandes und Rolf Lampe.

Besuch aus Nottuln auf der Schlierbergalm (v.l.): Franz-Josef Hund, Heinz Everding-Austrup, Heinz Gnärich, Helmut Brandes und Rolf Lampe. Foto: Helmut Brandes

Heinz Gnärich ist Gastronom mit Leib und Seele. Da spielt die Region keine besondere Rolle. Er hat sich auch in Nottuln wohlgefühlt, hatte keine Probleme mit der westfälischen Mentalität. Er freut sich, dass er bis heute Kontakte zu Bekannten und Freunden in Nottuln hat. Da ist es selbstverständlich, dass sich diese Freunde und Bekannten, wenn sie in Schliersee und Umgebung Urlaub machen, auch mit Heinz Gnärich treffen, um über alte Zeiten genauso wie über das Heute zu plaudern. Diese Besuche freuen ihn sehr.

„Es war die beste Entscheidung meines Lebens, nach Schliersee zu ziehen“, sagt Heinz Gnärich. „Aufgrund meiner Arbeit in der Gastronomie bin gut aufgenommen worden, gehöre dazu, fühle mich hier heimisch.“ Die süddeutsche Mentalität kommt ihm sehr entgegen. „Hier geht es auch in Stresssituationen persönlich und gemütlich zu. Gleichzeitig sorgt der Tourismus dafür, dass man den Menschen aus aller Herren Länder offen und freundlich begegnet, sie so akzeptiert, wie sie sind.“

„Ich kann mit den üblichen Vorurteilen nichts anfangen“

Seine persönliche Erfahrung: „Ich kann mit den üblichen Vorurteilen nichts anfangen. Weder die Westfalen noch die Bayern sind generell stur oder abweisend. Wer das so erlebt, sollte mal sein eigenes Auftreten gegenüber anderen Menschen kritisch hinterfragen.“

Dieses Bergpanorama kann Heinz Gnärich am Arbeitsplatz genießen.

Dieses Bergpanorama kann Heinz Gnärich am Arbeitsplatz genießen. Foto: Helmut Brandes

Natürlich genießt er die zu jeder Jahreszeit schöne Umgebung. Tegernsee, Spitzingsee, verschiedene Almen, aber auch die umliegenden Gemeinden sind immer einen Besuch wert. Ruhe findet der frühere Nottulner in seiner gemütlichen Wohnung in einem Haus direkt am Schliersee. Hier möchte er seinen Lebensabend verbringen. Er kann sich nicht vorstellen, noch einmal seinen Wohnsitz zu verändern. Den Kontakt zur früheren Heimat in den Baumbergen pflegt er aber. Und freut sich, wenn plötzlich ein Nottulner vor ihm steht. „Hallo, Heinz, schön Dich mal wieder zu sehen.“ Da ist dann immer Zeit für ein Gespräch bei gutem Essen und Trinken.

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