Neue Ausstellung
Wenn Steine sprechen

Darup -

Thema und Ort einer neuen Kunstausstellung sind gut gewählt. Es geht um „Natur im Blickfeld“. Und gezeigt werden Bilder und Skulpturen zu diesem Thema im Naturschutzzentrum auf dem Alten Hof Schoppmann.

Mittwoch, 16.10.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 18:52 Uhr
Bei der Eröffnung der Ausstellung „Natur im Blickfeld“ im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld in Darup verfolgten die Besucher hochinteressiert die Kommentare der Künstler.
Bei der Eröffnung der Ausstellung „Natur im Blickfeld“ im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld in Darup verfolgten die Besucher hochinteressiert die Kommentare der Künstler. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Noch bis zum 1. Januar ist im Naturschutzzen­trum Kreis Coesfeld im Alten Hof Schoppmann in Darup die Kunstausstellung „Natur im Blickfeld“ zu sehen. Ein gut gewählter Standort für die Ausstellung. Denn die ausstellenden Künstler – die Havixbecker Anne Huster und Manfred Hesse – lassen sich immer wieder durch die Natur zu ihrer sehr unterschiedlichen Kunst inspirieren. Von Huster stammen die Skulpturen in der Ausstellung, von Hesse die Gemälde und Grafiken.

Ihre Kunst hat zwar nichts mit Äpfeln zu tun, auch wenn Hesse als Biologe und Historiker eine amüsante Kulturgeschichte des Apfels, seiner sprachlichen und kulturellen Doppeldeutigkeit, zur Vernissage der Ausstellung beisteuerte. „Wir schauen schon, dass der Natur-Aspekt bei den Künstlern da ist. Das macht den Ausstellungsort auch so spannend“, so Thomas Zimmermann, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Coesfeld. Hesse bezeichnete sich selbst nicht als ausgesprochenen Naturgänger. Seine Ideen schöpfe er aus der medialen Welt oder auch aus seinen Erinnerungen und naturwissenschaftlichen Erfahrungen.

„Betrachten – Beobachten – Experimentieren, das ist mein Motto in meiner Kunst“, so Hesse. Das können mal DNA-Ketten sein, die Hesse zu grafischen Darstellungen verleiten. Es kann aber auch ein Fischschwarm sein, den er zu einem stark abstrahierten Bild verfremdet, das aus den überlagerten, fischähnlichen Formen und den Kontrastfarben lebt.

Die Havixbecker Anne Huster und Manfred Hesse lassen sich immer wieder durch die Natur zu ihrer sehr unterschiedlichen Kunst inspirieren.

Die Havixbecker Anne Huster und Manfred Hesse lassen sich immer wieder durch die Natur zu ihrer sehr unterschiedlichen Kunst inspirieren. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Für Anne Huster ist die bildende Kunst mittlerweile zu einem Auftrag geworden, der sie seit 18 Jahren als freischaffende Künstlerin bewegt. Sie studierte Design an der Fachhochschule in Münster, arbeitete lange Jahre als Innenarchitektin und wandte sich der Kunst zu. Der Naturstein steht seitdem im Mittelpunkt ihrer skulpturalen Arbeit.

„Sie sagen mir, was sie werden wollen, und dann vollende ich sie. Steine finde ich wunderschön“, so Huster. Stundenlang sucht sie nach dem passenden Stein. Erst durch keramische Ergänzungen wird der Findling zur tierischen oder menschlichen Form vollendet. Der Stein selbst wird nie verändert, bearbeitet oder geschliffen, sondern zur realen Form ergänzt durch keramische Details. So entstehen Fische, Vögel und auch menschliche Figuren.

Auch der Stein ist ein Stück der Natur. Das, was Huster daraus macht, lässt den Stein zum Lebewesen mutieren, ebenfalls als Spiegelbild der Natur.

Die Ausstellung ist bis zum 1. Januar (Mittwoch) zu sehen (Öffnungszeiten: montags 10 bis 14 Uhr, dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr).

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