Boden- und Wasserverbände
Was eignet sich für die ökologische Aufwertung?

Nottuln -

Sie gehen wieder los, um die Gewässer in Augenschein zu nehmen: Die Wasser- und Bodenverbände übernehmen eine immer wichtiger werdende Aufgabe.

Montag, 21.10.2019, 18:00 Uhr
In der Stever bei Appelhülsen im Abschnitt zwischen Münsterstraße und Steverpark behindert ein weggeworfenes Fahrrad den Wasserabfluss. Bei den Gewässerschauen wird an exemplarischen Stellen überprüft, ob der Wasserabfluss gewährleistet ist und in welchen Zustand sich Gewässer und Ufer beziehungsweise Böschung befinden.
In der Stever bei Appelhülsen im Abschnitt zwischen Münsterstraße und Steverpark behindert ein weggeworfenes Fahrrad den Wasserabfluss. Bei den Gewässerschauen wird an exemplarischen Stellen überprüft, ob der Wasserabfluss gewährleistet ist und in welchen Zustand sich Gewässer und Ufer beziehungsweise Böschung befinden. Foto: Ludger Warnke

Einmal jährlich führen die hiesigen Wasser- und Bodenverbände ihre Gewässerschauen durch. Ein zwar traditioneller Termin, der aber angesichts einer zunehmenden Zahl von Starkregenereignissen von großer Aktualität und Bedeutung ist. Denn es geht darum, dass der ordnungsgemäße Wasserabfluss sichergestellt wird. Verbandsmitglieder und Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Coesfeld verschaffen sich einen Eindruck vom aktuellen Gewässerzustand, prüfen, ob es illegale Gewässereinbauten oder unerlaubte Gewässernutzungen gibt, ob Ablagerungen (Müll etc.) im Uferbereich zu finden sind, und schauen auch, welche Bereiche sich für eine ökologische Aufwertung eignen. Die Gewässerschau – ein Termin mit großer Bedeutung. Treffpunkte für die nächsten Gewässerschauen sind unter anderem:

Wasserverband Obere Stever: 31. Oktober (Donnerstag), 9 Uhr, Treffpunkt Gaststätte „Krone“ in Bösensell; 20. November (Mittwoch), 9 Uhr, Kirchplatz Appelhülsen; Verband Oberer Kleuterbach: 13. November (Mittwoch) und 26. November (Dienstag), jeweils 9 Uhr, Gaststätte Graes in Hövel.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Nottuln, immerhin 85,6 Quadratkilometer groß, sind insgesamt sieben Wasser- und Bodenverbände für die Gewässerunterhaltung tätig: Obere Stever, Münstersche Aa, IV Havixbeck-Roxel, Obere Berkel, Stever-Senden, Oberer Kleuterbach und Unterer Kleuterbach. Verwirrend ist für Außenstehen manchmal, dass die von den Wasser- und Bodenverbänden betreuten Flächen oftmals Gemeinde- und Kreisgrenzen überschreiten. Der Verband „Oberer Kleuterbach“ aus Dülmen zum Beispiel betreut ein Gebiet von insgesamt rund 8323 Hektar, davon entfallen 2575 Hektar auf Nottulner Gemeindegebiet.

Der in Nottuln wohl bekannteste Verband ist der Wasser- und Bodenverband „Obere Stever“. Er betreut auf einer Fläche von rund 10 334 Hektar Gewässer mit einer Länge von rund 242 Kilometern. So ist der Verband zuständig für die namensgebende Stever und weiter für: Nonnenbach, Hangenau, Helmerbach, Offerbach, Bittinggraben, Detterbach, Glosenbach, Gründkesbach, Hangenfeldsbach, Hellerbach, Hummelbach, Kuckenbecker Bach, Langenbach, Lehrbach, Mühlengraben, Rietgraben, Roggenbach, Rottgraben, Salmbreitenbach, Schlautgraben, Tilbecker Bach und Worthbach. Nicht alle Bäche befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Nottuln.

Übrigens: Zur Finanzierung der Verbandsarbeit tragen seit einer Gesetzesänderung vor einigen Jahren auch die Grundstückseigentümer in den einzelnen Ortslagen bei. Für die meisten Eigentümer ist die zu zahlende Verbandsgebühr nur wenige Euro hoch.

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