Rupert-Neudeck-Gymnasium
Dem See auf den Grund gegangen

Nottuln -

Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer ist ein sehr geeignetes Anschauungs- und Forschungsobjekt für Biologie-Leistungskurse und Gruppen verschiedener Universitäten. Jetzt unternahm der Bio-Leistungskurs des Gymnasiums eine dreitägige Exkursion dorthin. Die Schüler nahmen das Ökosystem genau unter die Lupe.

Mittwoch, 13.11.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 18:54 Uhr
Auf dem Heiligen Meer und im Labor beschäftigte sich der Biologie-Leistungskurs mit dem Thema „See“.
Auf dem Heiligen Meer und im Labor beschäftigte sich der Biologie-Leistungskurs mit dem Thema „See“. Foto: Rupert-Neudeck-Gymnasium

Wie jedes Jahr hat sich der Biologie-Leistungskurs der Q1 des Rupert-Neudeck-Gymnasiums in der vergangenen Woche auf den Weg zu einer dreitägigen Exkursion ans Heilige Meer gemacht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging es von Nottuln über Münster nach Ibbenbüren und schließlich zur Außenstelle des Naturkundemuseums bei Hopsten. Dort stand neben der Bildungsarbeit an abiturrelevanten Themen rund um das Thema Ökosystem auch Forschungsarbeit an.

Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer beheimatet mehrere Seen ganz unterschiedlichen Alters. Sie sind die einzigen Seen natürlichen Ursprungs in Nordrhein-Westfalen und gut untersucht. Somit sind sie ein sehr geeignetes Anschauungs- und Forschungsobjekt für Biologie-Leistungskurse und Gruppen verschiedener Universitäten.

Der Leistungskurs Biologie aus Nottuln, bestehend aus 15 Schülerinnen und Schülern, hatte sich bereits mit dem Thema „See“ im Unterricht beschäftigt. Nun ging es in Recke daran, zum einen die gelernten Inhalte und Zusammenhänge zu wiederholen, zum anderen aber auch praktisch zu arbeiten. Bei einer Geländeerkundung des Erdfallsees, der am 13. April 1913 durch einen Erdfall entstanden ist, wurden Gewässerproben entnommen und auf Leitfähigkeit, Nitrat und Phosphat hin untersucht. Danach wurde das Große Heilige Meer umwandert und auf dieselben Parameter hin getestet. So konnten die unterschiedlichen Trophiestufen (Nährstoffangebot) der beiden Gewässer sowie umweltbedingte Einflussfaktoren festgestellt werden.

Sorgfältig untersuchen die Schüler die Wasserproben. Ihre Ergebnisse stellen sie der Forschung zur Verfügung.

Sorgfältig untersuchen die Schüler die Wasserproben. Ihre Ergebnisse stellen sie der Forschung zur Verfügung. Foto: Rupert-Neudeck-Gymnasium Nottuln

Am zweiten Tag wurde ein Vertikalprofil des Großen Heiligen Meers erstellt. An seiner tiefsten Stelle wurden von Booten aus Gewässerproben für jeden Tiefenmeter entnommen und anschließend untersucht. Die Ergebnisse wurden in ein Diagramm übertragen, ausgewertet und die Daten Forschungszwecken zur Verfügung gestellt. So befindet sich das Große Heilige Meer aktuell kurz vor der Vollzirkulation.

Zum Abschluss haben sich die Schüler den Lebewesen im See gewidmet. Das Zooplankton und Phytoplankton wurde mit einem Planktonnetz dem See entnommen, unter dem Mikroskop betrachtet und nach Möglichkeit bestimmt.

So kehrten die Schüler sehr zufrieden, mit vielen neuen Erkenntnissen und einem besseren Verständnis der Zusammenhänge sowie einem guten Einblick in die Gewässerforschung nach Nottuln zurück. „Ganz wichtig für die gute Zeit in Recke war vor allem das tolle Kursklima und das Miteinander“, erklärt Bio-LK-Lehrer Marco Selent abschließend.

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