Brückenkataster und Straßenunterhaltung
Mit den Zustandsnoten zufrieden

Nottuln -

Nottulns Brücken und Straßen befinden sich im Großen und Ganzen in einem sehr zufriedenstellenden Zustand. Das sagt Dipl.-Ing. Daniel Krüger von der Gemeinde. Ausreißer gebe es allerdings auch.

Freitag, 15.11.2019, 19:00 Uhr
Eines der wenigen Sorgenkinder: Die Brücke über den Nonnenbach im Ortskern ist bereits auf 3,5 Tonnen abgelastet worden. Sie muss saniert werden, die Kosten jedoch sind noch nicht beziffert.
Eines der wenigen Sorgenkinder: Die Brücke über den Nonnenbach im Ortskern ist bereits auf 3,5 Tonnen abgelastet worden. Sie muss saniert werden, die Kosten jedoch sind noch nicht beziffert. Foto: Frank Vogel

Diplom-Ingenieur Daniel Krüger , in der Gemeinde unter anderem für die Straßen und Brücken zuständig, stellte im Gemeindeentwicklungsausschuss in dieser Woche das Brückenkataster und das Straßenunterhaltungskonzept vor.

Beim Thema Brücken konnte Krüger dem Ausschuss mitteilen, dass die 69 Brückenbauwerke im Gemeindegebiet sich in einem „guten bis durchschnittlichen Zustand“ befinden, sie bekamen die Durchschnittsnote 2,13 (eine 1 ist perfekt, eine 4 führt zur sofortigen Sperrung). Allerdings gibt es einzelne Sorgenkinder.

Schwierig ist der Zustand der Nonnenbachbrücke am Stiftsplatz, sie hat die Zustandsnote 3,4 bekommen und ist bekanntlich bereits auf 3,5 Tonnen „abgelastet“ worden (Fahrzeuge, die schwerer sind, dürfen nicht mehr darüber fahren). Außerdem ist die Straße verengt worden, um die Fahrzeuge nur einzeln passieren zu lassen. Die Kosten für den Neubau seien noch nicht beziffert, so Krüger.

Zwar hat die Holzbrücke über den Hummelbach am Sportplatz (Promenade) eine 2,8 bekommen, sie ist aber sehr unterhaltungs- und kontrollintensiv und soll deshalb durch eine Aluminiumbrücke ersetzt werden, die ca. 230 000 Euro kosten wird. Die Planung soll 2021 erfolgen, damit dann zum bevorstehenden Ende ihrer Lebensdauer für die Brücke kurzfristig Ersatz beschafft werden kann.

Eine 3,9 hat die Brücke Wellstraße (Wirtschaftsweg) erhalten. Auch sie ist bereits auf 3,5 Tonnen abgelastet worden. Sie soll im kommenden Jahr neu gebaut werden, 160 000 Euro kostet die Maßnahme, die kurz vor der Genehmigung sei, wie Krüger erklärte.

Mit der Note 4 bereits gesperrt ist eine weitere Brücke ebenfalls im Bereich Wellstraße (Feldweg). Ein Neubau würde 170 000 Euro kosten, das Projekt befinde sich aber noch in der Klärung, erläuterte Krüger. Weil die Brücke so gut wie nicht genutzt wird, könnte es sein, dass man sie gar nicht mehr neu baut.

Planungsmittel im Haushalt 2019 stehen bereits für die Brücke Haus-Giesking-Weg. Diese entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen für Rad- und Fußwege (Zustandsnote 2,8). Eine Nachrüstung sei unverhältnismäßig teuer, eine Neuplanung soll gegebenenfalls in 2020 erfolgen.

Anschließend erläuterte Daniel Krüger dem Ausschuss, wie die Straßenunterhaltung organisiert ist. Diese wird auf der Grundlage der 2017 erfolgten Bestandserfassung fortgeschrieben. Man habe einen sehr genauen Überblick über die rund 480 000 Quadratmeter Fahrbahn, mehr als 200 000 Quadratmeter Geh- und Radwege, knapp 80 000 Quadratmeter Parkflächen und 13 000 Quadratmeter sonstige Flächen sowie die 156,3 Kilometer Wirtschaftswege.

Mit dem Netz in Nottuln sei, so Krüger, könne man sehr zufrieden sein. Seine Zustandsnote 2,2 liege nur knapp über der 2,0 für Kommunen mit einem guten Wegenetz. Hier geht die Skala von kleiner als 1,5 (sehr guter Zustand) bis ab 4,5 (sehr schlechter Zustand, Maßnahmen erforderlich). Anhand der Zustände der Straßen, Wege und Flächen werden die Unterhaltungsmaßnahmen geplant. Am notwendigsten sind diese in Appelhülsen, hier stehen gleich eine ganze Reihe von Straßen auf der Prioritätenliste ganz oben. Diese nach Zustandserfassung unterhaltungsbedürftigen Straßen werden noch mal vor Ort gezielt untersucht und bewertet, ehe weitergehende Maßnahmen (Unterhaltung, Neubau) geplant werden.

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