Kunst & Kultur
Ein Abend bester Unterhaltung

Nottuln -

So schön kann das viktorianische London sein, so genussvoll kann es sein, den Geschichten um Sherlock Holmes zu lauschen. 170 Nottulner kamen in den Genuss von Christoph Tiemann dem Ensemble vom „Theater ex libris“.

Sonntag, 17.11.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 19:50 Uhr
Ausverkauft war die Veranstaltung von Kunst & Kultur im Einrichtungshaus Ahlers. 150 Gäste verfolgten die Abenteuer von Sherlock Holmes, vorgetragen von Christoph Tiemann und dem Ensemble vom „Theater ex libris“.
Ausverkauft war die Veranstaltung von Kunst & Kultur im Einrichtungshaus Ahlers. 150 Gäste verfolgten die Abenteuer von Sherlock Holmes, vorgetragen von Christoph Tiemann und dem Ensemble vom „Theater ex libris“. Foto: Marita Strothe

„Wir wollen ihre Fantasie anstoßen“, hieß Schauspieler Christoph Tiemann am Freitagabend die Besucherinnen und Besucher im Polstermöbelhaus Ahlers willkommen. Und dazu entführten er und das Ensemble vom „Theater ex libris“ die Zuhörer am bundesweiten Vorlesetag mit einem „analogen Vergnügen in digitalen Zeiten“ ins viktorianische London, wo sie einem Teil der Memoiren des Sherlock Holmes lauschen konnten.

Zuvor hatte Hausherr Marcus Ahlers die große Gästeschar begrüßt. Ulla Wolanewitz, Vorsitzende von Kunst & Kultur, hatte gut gelaunt erklärt, dass beim letzten Live-Hörspiel in den Verkaufsräumen des Familienunternehmens 120 Karten verkauft worden seien. Die Zahl zu dieser Veranstaltung sei aufgrund der großen Nachfrage auf 150 erhöht worden.

Gemütlich in den Polstermöbeln zurückgelehnt, verfolgten die Besucher zwei Original-Kurzgeschichten aus „Eine Studie in Scharlachrot“ von Sir Arthur Conan Doyle. Die stimmgewaltigen Sprecher nahmen die Zuhörer mit zum ersten Kennenlernen des verwundet aus Afghanistan zurückgekehrten Militärarztes Dr. John Watson und des zuerst recht undurchschaubaren Sherlock Holmes im Jahre 1881 in London. Da vernahmen die Gäste sogar das Blubbern der gerade im Labor zusammengebrauten „Holmschen Substanz für die Gerichtsmedizin“ im Reagenzglas. In ihrer darauf hin geschlossenen Wohngemeinschaft in der Baker Street 221 B erfährt Watson dann auch, dass sein Mitbewohner ein gefragter „Consulting Detective“ ist, der einzige seiner Zeit. Dort bittet auch Helen Stoner den Detective um Hilfe, weil ihre Schwester unter seltsamen Umständen starb und sie nun selbst Todesangst leidet. Holmes und Watson – letzterer zuerst als Chronist und später als Mitarbeiter – klärten im Verlauf des Abends zwei Geheimnisse: „Das gefleckte Band“ und „Der Mann mit der entstellten Lippe“.

Begeisterten in Nottuln: Christoph Tiemann und das Ensemble vom „Theater ex libris“.

Begeisterten in Nottuln: Christoph Tiemann und das Ensemble vom „Theater ex libris“. Foto: Marita Strothe

Die szenisch abgestimmten Bild-Projektionen versetzten das Publikum auch visuell in das London der viktorianischen Zeit.

„Sehr gut“, waren sich die Zuhörer einig. Und selbst bei zweieinhalb Stunden Dauer „überhaupt nicht langweilig!“ Da hatten sich die Akteure reichlich Applaus und ein flüssiges „Dankeschön“ von Kunst & Kultur redlich verdient. Dank und Präsente verteilten Ulla Wolanewitz und ihre Vorstandskollegin Angela Weiper ebenfalls an Ute und Marcus Ahlers, die zusammen mit ihren Mitarbeitern die Möbel in ihrem Verkaufsraum extra für die Veranstaltung für die Besucher umgestellt hatten.

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