Gemeindewerke Nottuln
3,8 Millionen Euro fürs Klima

Nottuln -

Der Wärmeverbund Hummelbach ist für die Gemeindewerke ein rentables Geschäft – von Anfang an. Seit 1996 haben die Werke rund 3,8 Millionen Euro in Maßnahmen investiert, die auch gut für Klima und Umwelt sind.

Donnerstag, 28.11.2019, 21:00 Uhr
Die Holzhackschnitzelanlage, 2011 für rund 920 000 Euro errichtet, ist das Herzstück des wirtschaftlich arbeiten Nahwärmeverbunds Hummelbach.
Die Holzhackschnitzelanlage, 2011 für rund 920 000 Euro errichtet, ist das Herzstück des wirtschaftlich arbeiten Nahwärmeverbunds Hummelbach. Foto: Frank Vogel

Den Klimaschutz wirtschaftlich zu betreiben, das ist möglich. Die Nottulner Gemeindewerke geben dafür ein gutes Beispiel. Ihr im Jahr 2011 gestarteter und zwischenzeitlich bereits zweimal erweiterter „Nahwärmeverbund Hummelbach“ mit der Holzhackschnitzelanlage als zentrale Anlage der Energieversorgung scheibt von Beginn an schwarze Zahlen. „Das kumulierte Betriebsergebnis der vergangenen acht Jahre beträgt rund 284 000 Euro“, bilanzierte Werkeleiter Peter Scheunemann unlängst im Betriebsausschuss. Und auch in den kommenden Jahren rechnet er mit positiven Betriebsergebnissen.

Rund drei Kilometer lang ist mittlerweile das von den Gemeindewerken betreute Wärmenetz. Aktuell sind 27 Gebäude, darunter zum Beispiel auch die St.-Martinus-Kirche, an die kommunale Wärmeversorgung und acht Objekte an die Stromversorgung (aktuell 290 000 kWh Strom pro Jahr) angeschlossen. Dabei geht es den Gemeindewerken nicht nur um das reine Geldverdienen. „Auch die Umweltziele werden erreicht“, freute sich die Werke­leitung. Der Anteil der Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien durch die Holzhackschnitzelanlage betrage durchschnittlich 57 Prozent, rund 33 Prozent trügen die beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) mittels umweltfreundlicher Kraft-/Wärme-Kopplung bei und nur zu rund 10 Prozent sei die Wärme aus den beiden Spitzenlastkesseln bereitzustellen. Der Wärmeabsatz lag in den vergangenen acht Jahren bei rund 33,27 Millionen Kilowattstunden (kWh), aktuell sind es rund 4,40 Millionen kWh pro Jahr. „Das entspricht in etwa dem Energieverbrauch von 300 Einfamilienhäusern pro Jahr bei einem angenommenen Verbrauch von 15 000 kWh“, verdeutlichte Scheunemann.

Mit modernen Blockheizkraftwerken erzeugen die Gemeindewerke Energie für den Wärmeverbund.

Mit modernen Blockheizkraftwerken erzeugen die Gemeindewerke Energie für den Wärmeverbund. Foto: Gemeindewerke

Und noch eines war dem Werkeleiter wichtig: Klima- und Umweltschutz stehen nicht erst seit den aktuellen Diskussionen auf der Agenda der Gemeindewerke. „Bereits mit der Inbetriebnahme des ersten BHKW der Gemeindewerke im Jahr 1996, als diese Technik noch in Kinderschuhen steckte, hat der Klimaaufbruch hier im Ausschuss begonnen“, betonte Scheunemann.

Seit 1996 habe der Betriebsausschuss 25 Maßnahmen, die sich positiv auf Klima und Umwelt auswirken, mit einem Volumen von rund 3,8 Millionen Euro beschlossen. Dazu gehört beispielsweise das erste Nahwärmenetz zur Jahrtausendwende, als Sporthalle und Sportpark an die Energiezentrale der Bäder angeschlossen wurden. Realisiert haben die Gemeindewerke in den Jahren 2005 bis 2009 insgesamt sieben Fotovoltaik-Dachanlagen. Ferner waren der Einbau einer Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung im Hallenbad, die Beckenabdeckung für das Wellenfreibad sowie auch die Fassadensanierung mit Wärmedämmung am Hallenbad wichtige Maßnahmen, die dem Klimaschutz zugute kommen. Und positiv für die Umwelt wirkt sich auch aus, dass die Gemeindewerke seinerzeit die Flächen für den Familienwald am Schmittler zur Verfügung stellten, sodass dort neue Bäume angepflanzt werden konnten. Und für das Wasserschutzgebiet rund ums Nottulner Wasserwerk haben die Gemeindewerke mit vielen Beteiligten ein ökologisches Konzept entwickelt, das nun in einem mehrjährigen Zeitraum umgesetzt wird.

An diesem Bericht hatte der Betriebsausschuss nichts zu beanstanden.

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