Klimapolitik
Klimawandel im Fokus

Nottuln -

Der Sowikurs am RNG informiert sich aktuell über den politischen Hintergrund der Klimademos. Jetzt hatten die Schüler auch die Möglichkeit, für ein Filmprojekt ihre Fragen dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann zu stellen.

Dienstag, 03.12.2019, 17:26 Uhr
Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann stand den Schülerinnen und Schülern für ihr Filmprojekt Rede und Antwort.
Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann stand den Schülerinnen und Schülern für ihr Filmprojekt Rede und Antwort. Foto: Büro Marc Henrichmann

Wie wirken sich die Klimademos auf die Politik aus? Ein Sozialwissenschaftskurs des Rupert-von-Neudeck-Gymnasiums geht dieser Frage nach und holte sich jetzt Antworten aus erster Hand: Für ihr Filmprojekt interviewten fünf Schüler den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann . „Die Demonstrationen haben insgesamt das Bewusstsein für den Klimawandel geschärft“, erklärte der CDU-Politiker. „Wir müssen handeln.“ Er warnte aber vor allzu einfachen Lösungen für komplizierte Herausforderungen.

Vergangenen Freitag hatten die Schüler der Q1 noch Stimmen auf der Demonstration in Münster gesammelt, nun stellte sich Henrichmann ihren Fragen. Der Parlamentarier fand es gut, dass die Menschen sich mehr für Politik interessieren, nicht nur in der Klimafrage: „Anfragen für Gespräche häufen sich, das freut mich.“

Beim Klimaschutz warb er, so heißt es in einer Pressemitteilung, für „wirklich nachhaltige Lösungen mit Augenmaß“. „Machen wir die Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen dicht, kommt unser Stahl zum Beispiel aus Brasilien – wo die Produktion dreimal so energieintensiv ist“, nannte er ein Beispiel.

Ob er sich einen deutlich früheren Kohleausstieg als spätestens bis 2038 vorstellen könne, fragten die Schüler Henrichmann. „Wenn wir unseren Energiebedarf schon vorher aus erneuerbaren Energien decken, dann ja“, betonte der Havixbecker. Nicht vergessen werden dürften dabei aber die Menschen in den Revieren, die von der Braunkohle leben: „Ihnen müssen wir eine Perspektive geben.“ Letztendlich müsse Deutschland Geld, Technik und Know-how so einsetzen, dass der positive Effekt fürs Klima möglichst groß sei. „Dann sind wir Vorbild für andere Länder.“ Denn der Klimawandel sei ein globales Phänomen.

Auch persönliche Fragen stellten die Schüler. Dass er „mit einem Kind nochmal ganz anders auf die Welt“ blicke, hatten sie auf der Homepage des CDU-Politikers gelesen. „Als Vater will ich natürlich ganz besonders, dass auch die nächste Generation die Chance hat, lebenswert zu leben“, unterstrich Henrichmann.

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