Grundstückssuche beginnt von vorn
Tierheim-Neubau geplatzt

Nottuln -

Lange hat der Tierheim Coesfeld, Dülmen und Umgebung nach einer neuen Bleibe gesucht und war fündig geworden. Doch mit der neuen Heimat am Letter Bruch wird es nichts: Der Kauf des Areals ist rückabgewickelt worden.

Dienstag, 03.12.2019, 18:37 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 18:50 Uhr
Der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung muss sich nach einem neuen Standort umschauen. Das gekaufte Areal im Letter Bruch wurde rückabgewickelt.
Der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung muss sich nach einem neuen Standort umschauen. Das gekaufte Areal im Letter Bruch wurde rückabgewickelt. Foto: TSV Coesfeld, Dülmen und Umgebung

Drei Jahre hatte die Suche gedauert. Dann war sich der Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung sicher, endlich ein passendes Grundstück für ein neues Tierheim gefunden zu haben. Im Sommer kaufte der Verein ein 7500 Quadratmeter großes Areal im Letter Bruch, in der Nähe des ehemaligen Manöverwaldes der Kaserne (wir berichteten).

Doch der Neubau-Traum ist jetzt erst einmal geplatzt. Denn: Aufgrund von hohen Naturschutz-Auflagen hätte der Verein wohl keine Baugenehmigung bekommen. „Es ist nicht so, dass wir da völlig blauäugig drangegangen sind“, betont Geschäftsführerin Sandra Kassenböhmer . Dem Verein sei anfangs signalisiert worden, dass auf dem Grundstück der Tierheim-Neubau möglich sei. „Uns war nicht ersichtlich, dass das ein so hochsensibles Gebiet ist“, so Kassenböhmer weiter. Glücklicherweise waren die Verträge so gestaltet, dass der Verein den Kauf rückabwickeln konnte. Finanzielle Verluste gab es also nicht.

Jetzt suchen die Tierschützer intensiv nach einem neuen Standort. „Wir bekommen große Unterstützung vom Kreis und von der Stadt Coesfeld“, lobt die Geschäftsführerin. Gerne will der Verein künftig weiter im Bereich Coesfeld/Lette bleiben. „Wir versorgen ja auch den Nordkreis mit“, betont Kassenböhmer. Zudem sei hier der Vertragstierarzt ansässig, die Wege sind kurz.

Die Geschäftsführerin und ihre Vorstandskollegen hoffen darauf, bald ein neues Grundstück zu finden und noch 2020 eine Baugenehmigung für den Neubau zu bekommen. „Inzwischen zeichnet sich eine Alternative ab“, heißt es dazu in einem Schreiben an die Mitglieder.

Das wäre auch wichtig für die Finanzierung. Denn dabei wollen die Tierschützer auch auf Fördermittel zurückgreifen. Klar ist bereits, dass einer der angedachten Fördertöpfe wegen der Verzögerung nicht mehr zur Verfügung steht, erläutert Kassenböhmer.

Sie betont noch einmal, wie dringend erforderlich der Neubau ist. „Wir sind ein Tierschutzverein, und wir wollen die Tiere artgerecht untergebracht sehen.“ Das sei in den jetzigen Räumlichkeiten nicht so gegeben. Im Durchschnitt beherbergt das Tierheim 15 Hunde, etwa 20 Kleintiere und gut 50 Katzen. „Im Jahr nehmen wir an die 900 Tiere auf“, sagt die Geschäftsführerin. Erfreulicherweise gebe es meist eine kurze Verweildauer, die Vermittlung der Tiere laufe gut.

Was der Verein mittlerweile auch spürt, sind die Auswirkungen der seit August geltenden Katzenschutzverordnung des Kreises. In diesem Jahr habe man bislang 120 Wildkatzen kastrieren lassen, erläutert Geschäftsstellenleiter Marcel Pieper – allein 80 davon seit August. Seien die Katzen handzahm, werden sie vermittelt. Ansonsten setzen die Tierschützer die verwilderten Katzen nach der Kastration dort wieder aus, wo sie eingefangen wurden.

Zum Thema

Zu seiner Tierweihnacht lädt der Verein am 22. Dezember (Sonntag) von 12 bis 16 Uhr ein. Auf dem Tierheim-Gelände, Stripperhook 51a, warten dann unter anderem eine Tombola und viele kulinarische Angebote. Neben dem Nikolaus kommen auch die beiden Schirmherren Jürgen und Ramona Drews. Verkauft wird zudem der neue Tierheimkalender. Dieser ist bereits jetzt für 10 Euro im Tierheim erhältlich.

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