Kunst und Kultur: Silvester-Kabarett
Der Sinn des Lebens ist das Leben

Nottuln -

Der Verein „Kunst und Kultur Nottuln“ hat mal wieder den richtigen Riecher gehabt. Beim Silvester-Kabarett begeisterte Frank Fischer seine Zuhörer mit Außergewöhnlichem.

Mittwoch, 01.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 18:02 Uhr
Frank Fischer unterhielt die Besucherinnen und Besucher beim Silvesterkabarett des Vereins Kunst und Kultur aufs Beste.
Frank Fischer unterhielt die Besucherinnen und Besucher beim Silvesterkabarett des Vereins Kunst und Kultur aufs Beste. Foto: Marita Strothe

„So gelacht habe ich schon lange nicht mehr!“ Bevor das Jahr zu Ende ging, amüsierten sich die Besucher des Silvester-Kabaretts im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums noch einmal köstlich. Mit seinem Programm „Gewöhnlich sein kann jeder“ war Frank Fischer auf Einladung des Vereins „Kunst und Kultur“ zum Jahresausklang nach Nottuln gekommen.

Vorsitzende Ulla Wolanewitz blickte zu Beginn des Abends kurz auf die „absolut erfolgreiche Saison“ des Vereins zurück und warb schon einmal für die ersten Termine in 2020. Leider habe sich beim Kartenverkauf für den Silvesterabend ein Systemfehler eingeschlichen, und man habe die Veranstaltung zu früh als ausverkauft gemeldet, bedauerte Schatzmeister Bernhard Schöpp­ner, dass deshalb nicht alle Plätze besetzt waren. Die Beiden appellierten an die Besucher, das dadurch entstandene Loch in der Vereinskasse durch guten Getränkekauf in der Pause auszugleichen. Wolanewitz hoffte außerdem in Zukunft auf wohlwollendere Empfehlungen des Kulturbeirat für Fördergelder von der Gemeinde.

Er habe festgestellt, dass die Menschen eigentlich zufrieden seien und nur ihren Alltag langweilig fänden, erklärte Frank Fischer in seiner Begrüßung. „Und deshalb geht es heute Abend um ungewöhnliche Menschen und um ungewöhnliche Dinge.“

Der Kabarettist erläuterte, dass er seine Geschichten im normalen Leben aufschnappe und sich immer alles aufschreibe, was er komisch findet. Dieses Rezept funktioniert. Und dabei sei er gar kein staatlich anerkannter Clown. „Dann kannst du alles machen! Trump war da das schon mit sieben Jahren – ohne Abschluss.“

Stattdessen höre er manchmal sein eigenes Hirn, das ruft: „Langweilig!“ Oder der innere Kinski müsse raus, wie er dem amüsierten Publikum mit passender Mimik demonstrierte.

Witzig präsentierte Fischer Alltägliches, das – aus der richtigen Perspektive betrachtet – lustig sein kann, und gab Tipps, sich solche Situationen auch einfach selbst zu schaffen. Zum Beispiel beim Sport: „Gehen Sie doch mal mit Regenschirm schwimmen“, schlug er vor. „Wenn Sie einer fragt, warum Sie das tun, sagen sie einfach: ‚Weil´s erlaubt ist`.“ Die Antwort hatte er sogar ausgedruckt und zum Mitnehmen für alle parat.

Ideen hatte der Kabarettist reichlich im Fernsehen, während seiner häufigen Zugfahrten oder beim Einkauf gesammelt. Begeistert waren die Zuschauer etwa von seiner Demonstration von Werbung. „Ich habe den Affen aus der Trigema-Werbung ins Herz geschlossen“, erfuhren sie von Fischer, der diesen dann noch gekonnt mit Aussagen zu Haarwuchsmitteln und Müsli verknüpfte.

„Ich glaube, der Sinn des Lebens ist das Leben selbst“, unterstrich der Kabarettist zum Ende seiner tollen Einmannshow. Und dieses Leben hat er den Besuchern am Silvesterabend versüßt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7165039?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker