FSJler Sebastian Hauke
Für Abwechslung ist gesorgt

Nottuln -

Wer bei der DJK Grün-Weiß Nottuln sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, der kann eine Menge lernen. Und bekommt ein weites Feld an Betätigungsmöglichkeiten. Sebastian Hauke, der aktuelle FSJler, genießt diese Situation.

Samstag, 04.01.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 15:54 Uhr
Sebastian Hauke ist nach Patrick Schulte, Justus Becks, Frederike Stell, Leon Küsters und Tanja Reinisch der sechste FSJler beim Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln. Der engagierte 18-jährige Dülmener ist inzwischen zum Landessprecher NRW gewählt worden.
Sebastian Hauke ist nach Patrick Schulte, Justus Becks, Frederike Stell, Leon Küsters und Tanja Reinisch der sechste FSJler beim Sportverein DJK Grün-Weiß Nottuln. Der engagierte 18-jährige Dülmener ist inzwischen zum Landessprecher NRW gewählt worden. Foto: Helena Wilmer

„Irgendwas mit Sport“ sollte es später mal sein – was genau, dass wusste Sebastian Hauke nach seinem Abitur 2019 am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Dülmen aber noch nicht. Auf der Suche nach einer Lösung, um das Jahr sinnvoll zu nutzen, stieß der 18-Jährige über die Seite des Landessportbunds NRW auf ein Angebot des Sportvereins DJK Grün-Weiß Nottuln.

Der Verein suchte im Frühjahr 2019 zum sechsten Mal einen Bewerber für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Und mit dem Dülmener fanden sie erneut einen engagierten Sportler, der sich bereits vor Beginn des Sozialen Jahres im September einbrachte und bei der Organisation des „Grün-Weißen Wochenendes“ half.

Eine Verbindung zum Verein oder zum Ort selbst hatte Sebastian Hauke bis dato noch nicht gehabt. Doch das Stellenangebot habe ihn sofort angesprochen. „Einerseits muss man Büroarbeit erledigen, andererseits war aber auch klar, dass man direkt ‚am Objekt‘ arbeiten darf und es so viel Abwechslung im Alltag gibt.“

Abwechslung gibt es für den Sportler, der selbst seit zwölf Jahren Taekwondo ausübt, allemal. Er ist für die Website und die Social-Media-Kanäle des Vereins zuständig, zusätzlich arbeitet er nachmittags an den Grundschulen im Ort. An der St.-Martinus-Schule und an der Astrid-Lindgren-Schule betreibt er AGs, um auch schon den Kleinsten den Spaß am Sport nahezubringen. Und auch an der Liebfrauenschule hilft Sebastian Hauke bei den Hausaufgaben, bevor es in die Sporthalle geht. „Durch diese Kooperation mit den Schulen entsteht eine Vernetzung zwischen Schule und Sport, was eine ganz tolle Sache ist“, zeigt sich GWN-Vorsitzender Josef Dirks begeistert.

Das ist alles? Nein, noch lange nicht! Immerhin gibt es eine 39-Stunden-Woche zu füllen, von der 30 Stunden fest verteilt und neun flexibel einsetzbar sind. Die Zeit kann der FSJler beispielsweise für Arbeit von zu Hause aus nutzen, etwa um die Website zu bearbeiten.

Zu Beginn setzte sich Sebastian Hauke gemeinsam mit Josef Dirks hin und überlegte, auf welche Abteilungen im Verein er seine Schwerpunkte setzen könnte und wo Personal oder auch Hilfe gebraucht wird. Wie schon seine Vorgänger unterstützt auch der 18-Jährige die Turn- und Trampolinabteilung sowie die Leichtathleten.

Was ihn aber besonders begeistert, ist die Mitarbeit beim Taekwondo. „Die Taek­wondo-Abteilung im Verein ist erst vor einem Jahr gegründet worden. Und da wir noch nicht so viele Trainer haben und ich nun auch den schwarzen Gürtel gemacht habe, passt das natürlich wie die Faust aufs Auge.“

Ab und zu geht es abends dann noch auf Vorstandssitzungen, denn: „Ich will, dass die FSJler nach dem Jahr wissen, wie ein Verein wirklich tickt“, erklärt Josef Dirks.

Jetzt müsste es aber genug sein, oder? Nein, immer noch nicht. Vor zwei Wochen wurde Sebastian Hauke gemeinsam mit zwei anderen FSJlern zum Landessprecher NRW gewählt und vertritt nun die Interessen aller Freiwilligen im Land. Gerade steht besonders das Thema „Freie Fahrt für Freiwillige“ im Fokus. Ein Fahrschein soll – wie der Studentenausweis – dafür sorgen, dass die Freiwilligen kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können.

Ein weiteres spannendes Projekt steht im März an. Dann nimmt der Sportler gemeinsam mit anderen FSJlern an einem Austauschprogramm teil und besucht für eine Woche die norwegische Stadt Lillehammer, die einigen noch als Veranstaltungsort der Olympischen Winterspiele 1994 bekannt sein dürfte.

Zwar hat Sebastian Hauke noch acht Monate vor sich, doch schon bald beginnt die Suche nach einem Nachfolger, berichtet Josef Dirks. Was der mitbringen sollte? „Lust, sich einzubringen und zwar sportlich und geistig. Das Wichtigste ist oft, einfach da zu sein und mitzumachen. Ansonsten sollte man volljährig sein, und ein Führerschein wäre auch nicht schlecht, da man doch oft mal mit zu Turnieren oder anderen Events fährt“, weiß Sebastian Hauke zu berichten.

Wie es für ihn nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr weitergeht, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. „Im Moment tendiere ich zum Lehramtsstudium Sport, Philosophie und Informatik. Am liebsten natürlich hier in der Umgebung, denn die Arbeit im Verein soll mit dem Abschluss des Jahres auf keinen Fall zu Ende sein.“

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