Segenswunsch: „Christus segne dieses Haus“
Eifrige Sternsinger unterwegs

NottulN/Appelhülsen -

Am heutigen 6. Januar feiert die Katholische Kirche das Fest der „Heiligen Drei Könige“. Im Volksmund auch Dreikönigstag genannt. An diesem Tag werden ihre Figuren auch an den Krippen aufgestellt. Damit verbunden ist ein sehr alter Brauch. Überwiegend gehen Kinder und Jugendliche verkleidet als die Drei Heiligen Könige von Haus zu Haus.

Montag, 06.01.2020, 06:00 Uhr
88 Jungen und Mädchen machten sich als Sternsinger in Nottuln auf den Weg, um den Segen für die Familien in die zahlreichen Häuser zu bringen.
88 Jungen und Mädchen machten sich als Sternsinger in Nottuln auf den Weg, um den Segen für die Familien in die zahlreichen Häuser zu bringen. Foto: Helmut Brandes

Durch Gesänge und Verse bringen sie den Segen für die Familien ins Haus. Dabei sammeln sie immer Spenden für einen besonderen Zweck. Im Münsterland eine wichtige Tradition. Man freut sich auf die Sternsinger. Viele Nottulner haben deshalb ausdrücklich den Besuch der Sternsinger gewünscht.

Diese hinterlassen ein sichtbares Zeichen ihres Besuches mit den Buchstaben C+M+B. Geschrieben mit gesegneter Kreide an die Haustür. Übrigens sind das nicht wie oft vermutet die Anfangsbuchstaben der heiligen drei Könige, sondern der christliche Segenswunsch: „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus.

Am Wochenende wurden in allen Ortsteilen in Nottuln die Sternsinger offiziell entsandt. In Nottuln am Samstag, am Sonntag in Appelhülsen und Schapdetten. In Darup machten sich die Sternsinger auch nach dem Gottesdienst am Sonntag auf den Weg. Das Motto in diesem Jahr: „Frieden! Im Libanon und weltweit.“ Es sollen mit Hilfe der Spenden verschiedene Projekte im Libanon gefördert werden. Verständigung und Bildung, Unterstützung des Gesundheitssystems in diesem Land.

Insgesamt 88 Sternsinger wurden von Pastoralreferent Philipp Lammering in der Pfarrkirche St. Martinus nach dem Aussendungsgottesdienst zu den Häusern geschickt. Die Vorbereitungen haben übernommen: Anna Ansmann, Miriam Ansmann, Eva Ahlers und Franziska Mertens. Ein Dank ging noch an Hans Kruse, der neue Holzsterne angefertigt hatte. Mit Eifer waren auch Elisa, Julia und Frederike dabei, allesamt neun Jahre alt. „Wir wollen gern den Kindern im Libanon helfen,“ so ihre überzeugende Antwort. Am Sonntag waren die eifrigen „Könige“ noch zu einem Dankeschön-Frühstück im Pfarrheim eingeladen.

Am Sonntag wurden die Sternsinger in St. Mariä Himmelfahrt in Appelhülsen ebenfalls ausgesandt. Insgesamt machten sich 60 Sternsinger auf den Weg. Schon am frühen Morgen herrschte deshalb im Pfarrheim reges Treiben. Die Kinder und Jugendlichen mussten kostümiert und eingeteilt werden. Vorbereitet und organisiert wurde diese Aktion von Benedikt Tendahl, Anna Fleige, Johanna Lenfers und Joschua Büchler. Dem Team war es wichtig, sich bei den Kindern, ihren Eltern und den Spendern zu bedanken.

Der Entsendungsgottesdienst wurde mit Pastoralreferent Philipp Lammering in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt gefeiert. Nach dem Segen mit Weihwasser wurden die Sternsinger auf den Weg geschickt.

Unterwegs wurden die Kinder vom sogenannten „Kakaobomber“ mit warmen Getränken versorgt. Bis zum Mittag wurden alle Haushalte besucht. Zum Abschluss gab es dann im Pfarrheim noch einen „Hot Dog“ für die fleißigen Sternsinger und Helfer.

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